Archiv für 12. August 2008

Einen Hauch von Herbst . . .

habe ich heute bereits im Garten verspürt, obwohl noch vieles auch an Sommerblumen blüht.

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Entwarnung . . .

bei uns, in Unterliederbach – das ist gut. Und nicht nur wegen des Störfalles im Industriepark, nein es hatte auch im MTZ noch einen Bombenalarm gegeben. Ja wo wohne ich denn???

Zur Erklärung:

Ich hatte gegen Mittag im Autoradio gehört, dass die Polizei die Zufahrten zum MTZ gesperrt hatte, aber nicht, warum. Aber es war falscher Alarm. Jemand hatte an der Information einen Koffer abgegeben, der der Dame dort verdächtig vorkam. – Die Wolke aus dem Industriepark war eine Schwefelsäureverbindung, hat sich aber inzwischen erledigt. Dass es schon die ganze Zeit regnet, ist in diesem Fall sehr positiv.

Sirenen?

Hm – nach Probealarm klingt das nicht, der ist außerdem normalerweise mittwochs und morgens gegen zehn Uhr. Also mach ich besser mal die Fenster zu und das Radio an. Vielleicht ist ja im Industriepark mal wieder was hochgegangen. Jeanie – du bleibst jetzt drin!!!

Na toll, nach tausend Olympia – und Verkehrsnachrichten endlich der befürchtete Hinweis: Austritt von gesundheitsschädlichen Substanzen im Industriepark und eine Wolke  davon zieht direkt nach Unterliederbach. Wie gut, dass ich die Fenster gleich alle geschlossen habe.

Putin oder Mede…? äh mayday . . .

wie heißt er gleich? Ich will ja nicht behaupten, dass ich derzeit beim Konflikt in Georgien mitreden kann, aber zumindest fühle ich mich in einem bestätigt: nämlich in meiner Überzeugung, dass es keinen großen Sinn macht, sich den Namen von Putins Nachfolger im Kreml zu merken. Oder habt ihr in den letzten Tagen den Namen Medwedew gehört?

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Interessant fand ich heute in der Zeitung einen Wetterbericht von vor 80 Jahren (ich liebe diese täglichen Ausschnitte aus alten Zeitungen): ES STAND IM HK – Vor 80 Jahren
Niederjosbach:
Von einem fürchterlichen Unwetter wurde unser Ort am Samstag Nachmittag gegen 6 Uhr heimgesucht. Nach einem Wolkenbruchregen setzte ein Hageltreiben ein, wie es selbst die ältesten Leute hier in solcher Schärfe nicht erlebt haben. In kurzer Zeit war das Dorf im Tale mit den umliegenden Höhen wie eine Winterlandschaft verwandelt, alles war wie mit «Naphtalinkugeln» besät.

Durch die niedersausenden Hagelkörner wurde das Pferd des Landwirts Jungels scheu und sauste in voller Fahrt in den Bahnhof ein. Der Knecht kam unter den umstürzenden Wagen und mußte mit schwerer Gehirnerschütterung heimgebracht werden. Stellenweise sind die Hagelmassen bis 40 Zentimeter festgestellt, die zu allem Unglück das stürzende Wasser noch stauten. Im Hause eines Landwirts drang das Wasser sogar in die Wohnräume und die Familie mußte in die oberen Stockwerke flüchten.

Ob die damals auch schon von Klimakatastrophen geredet haben? Naphthalinkugeln – wer kennt die noch? Soweit ich mich erinnere, sind das Mottenkugeln. Mal bei Wikipedia geguckt: Naphthalin war früher der Hauptbestandteil von Mottenkugeln, wird aber heute wegen seines unangenehmen Geruchs oft durch andere Substanzen ersetzt. Des Weiteren ist, wie man heute weiß, Naphthalin kaum insektizid wirksam. Es sind sogar Fälle bekannt, dass Insekten das Fressen von Naphthalin unbeschadet überstanden haben sollen. (Unter Chemikern heißt es, um Motten mit Naphthalin abzuwehren, besorge man sich eine Schleuder und erschieße die Motten mit den Mottenkugeln.)
Nichtsdestotrotz gilt Naphthalin als gesundheitsschädlich. Es ist ein bicyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff mit charakteristischem Geruch nach Teer. Naphtha ist griechisch und heißt Erdöl.

Heute regnet es bei uns übrigens und es hat mächtig abgekühlt.

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