Archiv für 22. August 2008
Heizöl bestellt – pleite bin!
Glücklicherweise ist es das Heizöl für das Mietshaus im Heimchenweg, privat heizen wir mit Erdgas. Aber die Heizölpreise sind wirklich eine Katastrophe. Wir müssen zum ersten Mal innerhalb der Erbengemeinschaft Geld flott machen, um den Tank komplett füllen zu können. Das gab’s noch nie. Allmählich merkt man’s, dass da drüben fast nur Familie wohnt und kaum was reinkommt. Andererseits meckern die nicht, wenn es dann Nachzahlungen gibt. Bei fremden Mietern ist das manchmal ganz schön problematisch. Aber – wie ich gerade erst weiter unten schrieb – (noch) leben wir in der besten aller Zeiten.
Lesestoff: Die Chronistin
Geradezu wider alle Vernunft und guten Vorsätze habe ich erneut ein Buch gekauft, das mit “Die” anfängt und mit …in aufhört: Die Chronistin. Aber ich gestehe: das Buch liest sich gut, es gefällt mir! Man muss sich zwar erstmal ein bisschen einlesen – schließlich ist es dick genug – aber dann hat’s mich gepackt. Die Protagonistin ist eine Person mit Ecken und Kanten, eigentlich sogar eher unmoralisch und auch oftmals unsympathisch und dennoch lebt und leidet man beim Lesen mit ihr mit. Und es regt zum Nachdenken an. Gerade wer vielleicht durch bunte Mittelaltermärkte und romantische Romane immer noch an die “gute alte Zeit” glaubt, wird zumindest als Frau eines Besseren belehrt. Wenn ich das Buch aus der Hand lege, schweifen meine Gedanken weiter. Ich versuche mir vorzustellen, wie sich das Leben der Menschheit entwickelt hat, welche enormen Einfluß die Kirche auf das tägliche Leben genommen hat, wie sehr sie z.B. naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse aus dem arabischen Raum verboten und vergraben hat, wie wenig sich der Wert der Frau von dem des Viehs unterschied etc. Wisst ihr was? — auch wenn’s uns manchmal nicht nur gut geht, ich denke, wir leben heute in der besten aller Zeiten.
Ich kopiere diesen Eintrag auch in den Blog “Schreiben & Lesen” – hier geht er doch ziemlich schnell wieder unter.
Migränetag . . .
war gestern – aber wie. Nun bin ich aber wieder von den Halbtoten auferstanden und ich frage mich, was das nun gestern wieder war. Wie auch immer – vorbei.
Mit Entsetzen habe ich natürlich den Absturz in Madrid verfolgt. Und ich erinnere mich gut, dass wir vor noch gar nicht so langer Zeit auch mal mit so einer uralten Maschine vom Typ McDonnell-Douglas unterwegs waren und uns darin nicht sonderlich wohl gefühlt hatten. Trotzdem habe ich nun keine Angst vor dem Flug in die USA. Ich bin inzwischen schon oft geflogen, mal explodierte kurz vor dem Flug im Fraport eine Bombe, mal legten arabische Terroristen eine Bombe in Ägypten, einen Tag bevor wir dorthin flogen usw. – das sind Dinge, die können passieren aber der Normalfall ist es glücklicherweise nicht. Ich bin da Fatalist: was kommen soll, das kommt, da kann ich nichts dran ändern. In Kalifornien könnte uns ebenso ein Erdbeben erwischen oder ein Dammbruch im Grand Canyon. Und zu Hause kann mich ein Auto auf der Straße überfahren. Aber schlimm ist es, was da in Madrid passiert ist – Horror pur und vor allem in echt und nicht aus der Flimmerkiste.
Buchrezension: Die Chronistin

Geradezu wider alle Vernunft und guten Vorsätze habe ich erneut ein Buch gekauft, das mit “Die” anfängt und mit …in aufhört: Die Chronistin. Aber ich gestehe: das Buch liest sich gut, es gefällt mir! Man muss sich zwar erstmal ein bisschen einlesen – schließlich ist es dick genug – aber dann hat’s mich gepackt. Die Protagonistin ist eine Person mit Ecken und Kanten, eigentlich sogar eher unmoralisch und auch oftmals unsympathisch und dennoch lebt und leidet man beim Lesen mit ihr mit. Und es regt zum Nachdenken an. Gerade wer vielleicht durch bunte Mittelaltermärkte und romantische Romane immer noch an die “gute alte Zeit” glaubt, wird zumindest als Frau eines Besseren belehrt. Wenn ich das Buch aus der Hand lege, schweifen meine Gedanken weiter. Ich versuche mir vorzustellen, wie sich das Leben der Menschheit entwickelt hat, welche enormen Einfluß die Kirche auf das tägliche Leben genommen hat, wie sehr sie z.B. naturwissenschaftliche und medizinische Erkenntnisse aus dem arabischen Raum verboten und vergraben hat, wie wenig sich der Wert der Frau von dem des Viehs unterschied etc. Wisst ihr was? — auch wenn’s uns manchmal nicht nur gut geht, ich denke, wir leben heute in der besten aller Zeiten.
in Bezug auf gutgeschriebene Mittelalterromane mit Frauen als Protagonistin

