Yosemite NP
Heute war der Tag des Yosemite Nationalparks. Irgendwie dachte ich immer, dieser Park wird das absolute Highlight unserer Reise – warum auch immer. Eins vorweg: der Yosemite NP ist ein Highlight, er ist großartig, aber nachdem wir schon so viel Gigantisches gesehen haben, ist er tatsächlich eher ein idealer Abschied von den Naturwundern des Südwestens. Der Yosemite ist ein riesiges Gebiet – wie alles in den USA riesig ist – aber er ist mehr der Erholungspark, ein Gebiet, in dem man gerne zwei Wochen am Stück verbringen würde. Er hat Sequoias, aber nicht in den Größen und Mengen wie der Sequoia NP, er hat Berge und Canyons, aber ohne den Boah-Effekt wie der Grand Canyon oder der Bryce Canyon und vor allem muss man wieder enorme Strecken zurück legen – Strecken, an denen es aussieht wie bei uns (nur alles ein bisschen kleiner). Allerdings ist mir im Taunus und auch im Schwarzwald noch nicht, ein Hirsch oder Rehbock auf dem Parkplatz vor die Füße gelaufen.

Bisher hatten wir überall riesigen “Auslauf”, d.h. immer viele Parkmöglichkeiten und man ist sich nirgendwo auf die Füße getreten. Das haben wir auf die Jahreszeit zurückgeführt. Wenn man im Reiseführer liest, dass es im Yosemite NP schnell eng wird, dann stimmt das aber auch für die Nebensaison. In der Hauptsaison ist mit dem eigenen PKW vermutlich kein Durchkommen und ich möchte nicht wissen, wie sich die Leute dann vor den “Views” beim Fotografieren drängen.

Heute waren Fotos ohne fremde Menschen drauf durchaus mal drin.
Hier wieder ein Blick auf die unglaublichen Berge der Sierra Nevada.

Den Namen dieses Wasserfalles weiß ich im Moment nicht. Er war auch sehr weit entfernt, aber es war in tolles Schauspiel, wie der Wind das Wasser immer wieder nach oben geblasen hat, bevor es in die Tiefe fiel. Mit dem Fernglas konnte man es gut beobachten. — Der Wasserfall ist der Bridalveil, ein extravaganter Name und schwer zu merken
188m stürzt er in die Tiefe.

Obwohl viele Wasserfälle und Flüsse ausgetrocknet waren, gab es doch noch einige herrliche Wasserläufe und kleine Seen mit glasklarem Wasser, in dem man ohne weiteres Fische und große Flußkrebse beobachten konnte. Hier sieht man im Hintergrund die 914 Meter hohe Steilwand des “El Capitan” aus Granit.
Das war’s für heute (liest hier noch wer mit?). Wir sitzen in Oakhurst im Shiloh Inn und haben es sehr gemütlich hier. Die verschiedenen Hotels sind eine Reiseerfahrung für sich. Uns gefallen die Kleineren meist am besten. Da stimmt der Service und man wird nicht einfach abgefertigt. Gestern im Radisson in Fresno hatten wir wieder ein ganz blödes Zimmer erwischt, ähnlich wie neulich im Holiday Inn in Visalia. Man sollte grundsätzlich das Zimmer erst angucken, bevor man mit dem Gepäck einzieht und auspackt. Meistens kann man nämlich gut ein anderes verlangen, wenn man nicht zufrieden ist. Seit heute haben wir das kapiert und umgesetzt. Ich glaube, die vergeben gerade in den großen Hotels die schlechten Zimmer immer an die vorgebuchten Gäste, die nur eine Nacht oder zwei bleiben.

Links hinter mir der “Half Dome”, den man beim ersten Foto oben aus einer anderen Perspektive rechts sieht.
Ach ja, mit dem Wetter könnten wir es besser nicht treffen. Ich hatte im Yosemite NP damit gerechnet, dass es kalt werden würde – nicht die Bohne! Ihr seht es an den Fotos . . . herrliches Spätsommerwetter.


Yep, so ist es. Ich wünsche dir einen guten Morgen
Ja klar les ich hier noch mit. Ist doch mein Guten-Morgen-Schmankerl, bevor ich zur Arbeit düse. Stehe doch extra 15 Minuten früher auf
. Da habt ihr ja ordentlich was gesehen und eine Riesenstrecke zurückgelegt. Seid aber sicher auch kaputt. na, ich freu mich, wenn ihr wieder daheim seid und noch viel mehr Fotos kommen. Ich geh dann erst mal Brötchen verdienen und wünsch euch noch eine gute Zeit. Ahja, und gute nacht kann ich euch jetzt wohl wünschen, gell? Ihr habt ja noch Dienstag Abend.
Tschüssi Brigitte