Archiv für 3. Mai 2009

Clockwork Orange

Die Farbe Orange und Turmuhren im Hessenpark - eine ziemlich verrückte Zusammenstellung – oder doch nicht?  Heute war der letzte Tag des Pflanzenmarktes im Hessenpark und in der Hoffung dort auch was in Orange zu finden, bin ich heute Vormittag noch schnell hingedüst.  Orange ist für mich ein fast noch schlimmeres “No go” als Gelb – wann kommen bitte mal meine Farben? Orange mag ich in erster Linie als Orangen(-saft), jawohl – Orangen, Clementinen, Mandarinen, Satsumas – als Capri-Eis und als die Farbe, die ab und an entsteht, wenn man in manche Cocktails Campari reinkippt ;-)

Eigentlich ist Orange ja eine Superfarbe, sprüht so richtig vor Lebensfreude. Ich mag sie vermutlich nur deshalb nicht, weil sie mir schlicht und einfach nicht steht. Es gab wohl nur eine Zeit in meinem Leben, in der ich mal Orange in Kombination mit Quietschgrün getragen habe: das war die Flower-power Minirockära in den späten Sechzigern – arrgh! Damals war Indien auch ausgesprochen “in”, vielleicht lag es daran, dass Orange in der Mode auftauchte. Auch in den Wohnungen und *lach* Zahnarztpraxen tauchte damals bis in die Siebziger hinein die Farbe Orange auf. Ich erinnere mich an eine runde Lampe aus orangefarbenem Kunststoff, die damals fast in jedem Esszimmer über dem Tisch hing.
Im Buddhismus ist Orange die Farbe der höchsten Stufe der menschlichen Erleuchtung. Entsprechend sind die Gewänder der buddhistischen Mönche Orange. In Europa verbindet man Orange nur noch mit den Niederlanden, denn es ist die Farbe des Königshauses der Oranier.

Also – auch im Hessenpark habe ich wenig Orangefarbenes entdeckt, bis auf einen Dekostand, der in der Tat mit orangefarbenen Blumen dekoriert war. Deshalb hier Orange-Power total – auch als Ecard - bitte anklicken!

orangefertig

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Wie gesagt, eigentlich war ich wegen des Pflanzenmarktes im Hessenpark. Aber schon vor dem Eingang war heute eines der alten Fachwerkhäuser mit einer Turmuhrausstellung zugänglich. Das ist das Tolle am Hessenpark: er wird immer größer und schöner und es gibt ständig irgendwelche Ausstellungen in denen alte Handwerkskunst präsentiert wird. Mehr zum Pflanzenmarkt heute in meinem Gartenblog.

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Neben der alten Uhrmacherwerkstatt befindet sich die Turmuhrausstellung im Haus Laubach.

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Um Punkt Zwölf machten die Glocken einen gewaltigen “Lärm”.

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Mich fasziniert alte Handwerkskunst eigentlich immer. Diese Uhrwerke sind nicht nur präzise gefertigt sondern sehen auch noch wunderschön aus, obwohl sie ja hinterher kaum jemand zu Gesicht bekam.

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Viele der hier ausgestellten Turmuhrwerke stammen aus dem Harz, genauer von der Firma J.F. Weule aus dem Städtchen Bockenem ( in Frankfurt bedeutet mundartlich “Bockenem” übrigens Bockenheim, ein Frankfurter Stadtteil.)

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Originell finde ich auch das Logo von Herrn Johann Friedrich Weule

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