Archiv für 2. Juni 2009

AB “C” – Projekt / Wäldchestag

Diese Woche ist also das “C” dran. Nicht gerade ein Buchstabe, der in der deutschen Sprache als Anfangsletter häufig vertreten wäre.  Gibt es überhaupt ein urdeutsches Wort, das mit “C” anfängt? Meistens sind es Lehnwörter aus dem Lateinischen/Romanischen oder aus dem Englischen. Im Deutschen schreibt man diese Wörter meistens mit “K”. Was fällt mir bei “C” aber nun als Erstes ein? Computer – klarer Fall, aber ich mag weder meinen PC noch das Laptop fotografieren. Meine CD-Sammlung ist auch nicht so berühmt. Da wäre dann noch die international bekannte braune Limonade. Und weil Deutschlands größte Coca Cola Abfüllstation bei uns “umme Ecke” ist, bin ich da doch mal hingefahren. Dummerweise sieht man zwar das große Silo von der Bundesstraße aus sehr gut, aber das Coca Cola Gelände ist abgesperrt wie die Bank von England. Ich habe trotzdem ein paar Fotos gemacht und die Collage – ach noch ein “C” – mit dem Truck aus den USA ergänzt.

collagecola

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Und ich wäre nicht Ich, wenn ich nicht noch eine zweite Collage meiner Clematissammlung widmen würde, auch wenn die Besucher des Gartenblogs meine Vorliebe für diese Blüten hinreichend kennen.

collageclema2

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Wie haben übrigens heute oberaffengeiles Sommerwetter, kann man garnicht anders sagen. Ich kann’s mal wieder kaum glauben, dass es nochmal kalt werden soll. Aber ich hab’s ja kapiert, dass die Wettervorhersagen mittlerweile ziemlich genau geworden sind.  So ein tolles Wetterchen am “Wäldchestag” – wie man den Dienstag nach Pfingsten bei uns nennt – ist übrigens relativ selten. Ähnlich wie an Himmelfahrt ist die Chance eigentlich groß, dass es regnet. Da haben wir in diesem Jahr schon zweimal richtig Glück gehabt. Allerdings ist die Tradition, dass man in Frankfurt am Dienstag nach Pfingsten spätestens ab 13 Uhr die Läden, die Praxen, Haus und Hof abschloss, um ins Wäldchen zu ziehen, vor nicht allzu langer Zeit verloren gegangen. Das haben wir auch der Globalisierung zu verdanken. Ein Hoch auf unsere Konsumgesellschaft – oder lieber doch nicht!

Unser Frankfurter Mundartdichter Friedrich Stoltze schrieb 1853 in seinem Gedicht Wäldchestag:

„In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!…”

Mehr zur Tradition des Frankfurter Wäldchestages kann man inzwischen sogar bei Wikipedia nachlesen > guckst du HIER. Was Wikipedia nicht erklärt ist der Dalles. Der Dalles ist im Südhessischen ein Platz, auf dem man sich trifft, um miteinander zu quatschen und die Zeit tot zu schlagen  (Dorfjugend, Händler, alte Schiffer, Müßiggänger).  In vielen Dörfern rund um Frankfurt kennt man einen Platz, der Dalles genannt wird. In Frankfurt selbst war damit die Konstabler Wache am Ende der Zeil (heute Einkaufsmeile) gemeint. Un alle Läde un Condorn . . . darüber musste ich auch einen Moment nachdenken. Es ist das Kontor gemeint, also der altertümliche Ausdruck für Zahlstube oder Büro.

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