Archiv für 28. Juni 2009

Potzblitz

. . . und “schlimm, schlimm, schlimm” würden die kleinen blauen Männer vermutlich sagen, wenn sie wüßten, dass ich Terry Pratchett und die Scheibenwelt gerade erst für mich entdeckt habe. Es ist ein paar Urlaube her, da gab mir der GöGa ein Hörbuch mit dem Titel “Der Winterschmied”, das ich in den Teilen ganz nett fand, bei denen ich nicht eingeschlafen war. Nun ist es so, dass dies nichts über die Qualität des Inhaltes aussagt. Ich bin einfach kein Hörbuch-Typ, ich schlafe dabei immer irgendwann ein. Auch die “Scheibenwelt” war mir irgendwie als Aufdruck auf Fantasyromanen schon seit langem ein Begriff, aber gelesen hatte ich davon noch nichts.

winterschmiedbuch Nun lag neulich in der Bücherei Der Winterschmied als echtes Buch herum und weil Stefan ja so total begeistert davon war, dachte ich, ich probier’s nochmal. Und ich habe mich sofort festgelesen.  Der Winterschmied ist – so heißt es auf der Verlagsseite – ein Märchen aus der Scheibenwelt. Und so liest es sich auch, irgendwie ein bisschen Kinderbuch aber total genial. Der Autor versteht es eine Welt voller Wunder und Kuriositäten zu erschaffen, die irgendwo zwischen Magie und normalem Leben pendelt, in der kleine Hexen sprechen wie Kinder von heute, wenn auch wie etwas altkluge aber sehr intelligente Kinder – so richtig “cool”. Immer wieder kommt es zu augenzwinkernden, urkomischen Dialogen. Ich kann es nicht wirklich erklären, aber es ist toll, immer vorausgesetzt, man mag Fantasy und liest als Erwachsener auch gerne mal Bücher, die noch wenig Jugendliteratur sind. Ich bin sicher, dass selbst Leuten, die Tolkien nichts abgewinnen können (was ich nie im Leben verstehen werde) dieses Buch gefallen wird.

Dummerweise ist der Winterschmied natürlich mal wieder der dritte Band einer Trilogie. Trotzdem habe ich mir gerade die beiden anderen Bände “Kleine freie Männer” und “Ein Hut voller Sterne” noch bestellt (die Stadtteilbücherei hat nämlich nun erstmal wegen Umzugs vier Wochen zu!). Die kleine Hexe Tiffany Weh und die kleinen blauen Männer, Frl. Verrat und Oma Wetterwachs haben es mir angetan hexe2.

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Ein schönes sanftes Abendrot . . .

abendgedicht

. . . gab es heute am Himmel zu bewundern.

Frankfurt am Main

Helmut schreibt in seinem Kommentar zu “Draußen” >>> du zeigst uns mal einen anderen Blick auf die Bankenmetropole Frankfurt.
An sich tue ich das sogar meistens. Weil das Frankfurt der Banken und Hochhäuser nicht wirklich “Frankfurt” als Ganzes ist sondern fast ausschließlich die City. Frankfurt hat um die City herum jede Menge grüner und zum Teil noch sehr dörflicher Vororte oder solche Vororte wie Höchst, das ja selbst schon Stadt war, bevor es eingemeindet wurde. Eine Stadt, die als schmutziger Industrievorort durch die frühere Hoechst AG lange Zeit ebenfalls seinen Ruf weg hatte – der heute noch anhält – und so gut wie nie gerechtfertigt war. Unsere westliche Vororte wurden doch in der FR schon mal als Frankfurts Armenhaus bezeichnet, dabei bieten sie zum Wohnen eine Lebensqualität von der die City nur träumen kann. Kleine verträumte Ecken wie unser Vogelviertel, die Eisenbahnersiedlung in Nied und ähnliche Gruppierungen in Zeilsheim würden – stünden sie in England oder Frankreich – von Touristen mit vielen Ahs und Ohs bestaunt werden. Höchst hat zwei Schlösser vorzuweisen.  Es ist schlichtweg falsch, wenn Frankfurt am Main immer nur als Stadt der Banken bezeichnet wird. Mainhatten – das ist nur ein ganz kleiner Teil von Frankfurt.

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