Archiv für 14. August 2009
Pommes mit Mayo
. . . geht eigentlich garnicht bei Menschen wie mir, die schon vom Fettgedruckten in der Zeitung zunehmen. Das muss sich auch mein ganz persönliches Karma gedacht haben, als sich mir der Inhalt der Pommestüte über den Schuh und auf den Boden ergoss. 2/3 der Kalorien blieben mir erspart und ein paar Rumpfbeugen beim Saubermachen verbesserten das Fitnesspunktekonto
. Und wie kam ich überhaupt dazu mir diese Tüte mit den “Aknestäbchen” – so sollen Pommes angeblich derzeit bei den Teenies heißen – anzutun? Ich war im Main Taunus Zentrum auf der Bank, weil mir unser Versicherungsvertreter heute einen Scheck für mein geklautes Fahrrad übergab – das entschieden Positivste bisher heute. Versicherungsvertreter scheinen überhaupt die letzten Menschen zu sein, die noch Schecks verteilen. Ansonsten ist dieses unpraktische Papier, das man erst noch zur Bank bringen muss, fast ausgestorben. Im MTZ fiel mir auf, wie sehr der Garten mein Leben verändert hat. War ich früher wöchentlich mindestens einmal dort zum Schaufensterbummel unterwegs, hat mich das Zentrum in diesem Sommer so gut wie garnicht zu Gesicht bekommen. Pflanzen gibt es dort nämlich nicht *lach*. Aber natürlich musste ich dann in die Filiale des Weltbildverlages rein und bin auch prompt mit zwei Büchern wieder rausgekommen. Das Eine ist von Tess Gerritsen und heißt “Angst in deinen Augen” – gab’s für einen Minipreis – ich hoffe, es ist gut geschrieben. Das Andere nennt sich “ABC der Stecklinge“, ein Gartenbuch – was sonst
Mit der Vermehrung von Pflanzen tu ich mich nämlich schwer. Wenn mir zufällig einer sagt: hier steck das mal in Erde, dann klappt das zwar auch meistens, aber ich selbst habe von Stecklingen & Co keinen blassen Schimmer. – - – Was das nun mit den Pommes zu tun hat? Eigentlich nichts *gg*. Ich hatte halt Lust drauf und weil ich sonst sowas Verbotenes nicht esse . . . aber es hat sich ja auch gleich gerächt. Das Schlimme ist, dass sich die Filiale meiner Bank im MTZ im unmittelbaren Dunstkreis des sog. Marktplatzes befindet, wo sich eine Fressbude an die andere reiht.
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Aber ich wollte etwas ganz anderes erzählen, das ganz gut zum Thema “Damals als ich noch jung war” passt. Es geht um die “Maakuh“. Aus meiner Kindheit kann ich mich erinnern, dass man manchmal vom Main her Schiffe hören konnte und meine Mutter dann sagte: Das ist die Maakuh. Im Moment gibt es in der Zeitung gerade den zweiten Artikel über die Maakuh und ich finde das ganz interessant. Bei diesen Schiffen handelte es sich nämlich um Kettenschleppschiffe, die ihren Namen von ihrem Dampfhorn bzw. dem Geräusch, das dieses machte, bekamen. Von sog. Treidelschiffen, die im Mittelalter benutzt wurden, habe ich schon öfter gelesen. Aber dass man tatsächlich auf dem Main zwischen Bamberg und Mainz ein großes Schiff an einer im Fluss versenkten Stahlkette gezogen hat, das war mir neu. 300 km lang waren Strecke und Kette. Das ist enorm. 1886 war diese Kettenschifffahrt auf dem Main in Betrieb genommen worden und wurde 1938 wieder eingestellt. Eine Zeitlang lag die Kette noch auf dem Grund des Mains und wurde später geteilt und geborgen. Insofern kann ich während meiner Kindheit nicht mehr den Klang der echten Maakuh gehört haben, aber den Begriff kenne ich gut. Und selbst heute denke ich noch manchmal an die Maakuh, wenn ich ein ähnliches Geräusch auf dem Fluss höre. Eine 110 Jahre alte Maakuh liegt noch auf einer Werft bei Wörth am Main. Heute macht man sich Gedanken, ob man sie nicht restaurieren könnte. Sie würde sehr gut zur Route der Industriekultur passen. Die Sanierung ist aber vermutlich zu teuer. – In der FNP ist ein altes Foto aus dem Aschaffenburger Stadtarchiv zu sehen, online ist dieses Bild nur winzig, deshalb verlinke ich es nicht. Aber ich werde es mal scannen. Ich weiß zwar nicht, ob auf diesen historischen Fotos eines Stadtarchivs ein Copyright liegt, aber ich glaube nicht. Den alten Höchster Bahnhof habe ich auch schonmal auf diese Weise hier gezeigt. Weiß jemand, wie das mit dem Copyright bei solchen Fotos ist?
