Archiv für September 2009
Rein theoretisch
. . . wäre morgen am 1. Oktober bei mir ein neuer Header fällig. Aber ich muss sagen, dass mir mein Septemberheader so gut gefällt, dass ich wirklich nicht weiß, ob ich dem Blog überhaupt ein Oktober Outfit verpassen soll *grübel*.
Helga, du hast recht, es wird nicht weitergegrübelt *lach*. Das neue Blogoutfit ist da
!
Taunus zum Dritten
Man weiß ja nie, wie lange das trockene Wetter noch hält . . . also bin ich heute wieder auf Wanderschaft. Gerne fahre ich im Herbst durch das Lorsbachtal in den Taunus, weil man dort eine tolle Farbenpracht erleben kann. Aber noch hat sie sich nicht wirklich ausgebildet oder wir kriegen mal wieder einen Herbst ohne kräftige Farben. War es im letzten Jahr, als die Blätter so prächtig verfärbt waren?
Also bin ich in Lorsbach selbst aus dem Auto und hoch zur Gundelhard gelaufen. Das geht ziemlich bergauf und ich merk das morgen bestimmt wieder in den Beinen, vor allem auf dem Rückweg bergab zieht es immer mächtig in den hinteren Oberschenkelmuskeln. Am Wegesrand ist mir viel Herbsttypisches, aber auch Erstaunliches aufgefallen wie die rosa Blüten (Weißdorn?).

Obwohl ich nicht mitten durch den Wald bin sondern einen breiteren und nicht so dunklen Weg gewählt habe, prasselten neben mir ständig Eicheln runter. Auch aus dem Wald hörte man ständig die Geräusche herabfallender Eicheln und Kastanien. Ich habe mich wirklich gewundert, dass mir nichts davon auf den Kopf gefallen ist. Als ich heute morgen nochmal im Garten Wäsche aufgehängt habe, ist mir aufgefallen, dass der Rasen im Umkreis unserer Riesentanne übersäht ist mit den Schuppen der vielen großen Zapfen. *** Und außerdem sind die auch voller Harz – Wahnsinn. Aber zurück in den Taunus. Lorsbach liegt etwas nordwestlich von uns, die Gegend nähert sich unserer Landeshauptstadt Wiesbaden.
Wegweiser auf der Gundelhart
Die Gundelhard ist ein Bergrücken zwischen Hofheim-Lorsbach, Kelkheim und Eppstein, aber die meisten Wanderer und Mountainbiker verstehen darunter den gleichnahmigen Waldgasthof. Von hier oben kann man , wie man sieht in diverse Richtungen weiterwandern.

Im Sommer kann man hier schön draußen sitzen. Ich bin heute auf dem Rückweg eingekehrt und habe mich lieber reingesetzt, da ich ohne Jacke unterwegs war. Passend zur Oktoberfestsaison habe ich mir zwei kleine Weißwürstl und eine Bretzn bestellt, aber mein Leibgericht wird das nicht. Dazu muss man wohl doch Münchnerin sein. Mir schmeckt vor allem der süße Senf nicht so besonders.
Nomen est omen . . . *malwinke zu SunnyLatinus*
Über einen in der Tat urplötzlich sonnigen Wanderweg ging’s weiter bergauf. Hier oben gibt es viel unbebaute Fläche, was bei uns im Vordertaunus und dann natürlich in der Mainebene kaum noch vorstellbar ist.
Bahá’í Tempel in Langenhain
Auch wenn es wieder recht dunstig war, konnte man im Westen sehr gut den Bahá’í Tempel in Langenhain sehen. Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich im Mai das letzte mal dort war. Meine Schwägerin und ich hatten uns dort einen Film über die Bahá’í Religion angesehen, deren Gedankengänge wir beide sehr positiv finden. Im Grunde empfinde ich diese Religion eher als eine sehr menschenfreundlich Philosophie.
“Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens”
Abdu’l – Bahá
Felder auf der Gundelhard . . .
. . . und mächtige Strohballen
Auf meinem Rückweg war die Sonne dann leider schon wieder verschwunden.
* * * Und was seh ich da gerade im Garten und dann die Tanne bis in die höchsten Regionen erklimmen?

Das dunklere Eichhörnchen ist übrigens nicht schwarz sondern teilweise dunkel, teilweise rot und hat einen weißen Bauch. In unserem Garten befindet es sich offenbar auf noch fremdem Terrain und ist noch scheuer als das Rote.
Bibliothek online
Manchmal ist die neue Medienpräsenz alter Vorgänge doch praktisch. Eben habe ich online ein Rosenbuch verlängert, für das ich sonst hätte zur Bücherei dackeln müssen. Meine anderen Bücher muss ich nämlich erst in zwei Wochen abgeben. Solche Gartenbücher liest man ja nicht in einem weg. Entweder man blättert sie nur durch, wenn sie nicht viel taugen oder man lässt sich Zeit und arbeitet die Kapitel Häppchen für Häppchen durch.
Ob ich heute nochmal größer was unternehme, weiß ich nicht. Früh hatten wir noch Sonne, aber nun – 11 Uhr durch – hat sich alles zugezogen. Schauer sind auch angesagt. Bissl Wasser für den Garten wäre ja nicht verkehrt. – Also mach ich vermutlich einen Haushaltstag. Gestern Abend habe ich schon ein frisches Brot gebacken — mhmm, das werde ich zu Mittag mal anschneiden
. Ich bin ein Fan von frisch gebackenem Brot!
Mittagessen: Brokkoli, Spiegelei und frischgebackenes Brot – lecker!
( Ich hab aufgegessen und die Sonne scheint ) ![]()
* * *
Kann das sein, dass alle My design Blogs heute nicht zu erreichen sind? Ich habe schon etliche ausprobiert, immer erscheint: Der Server ist nicht zu erreichen.
ColorKey
Und noch ‘ne Aktion *lach* – ich habe sie gerade bei Katinka entdeckt, aber eigentlich geht sie auf Linda zurück. Eigentlich sollte es ein Landschafts oder Naturfoto sein, aber ich glaube, die Aktion ist eh schon rum ( und Halbedelsteine sind ja auch Natur – oder?)

Das ganze nennt sich ColorKey Verfahren und es geht darum ein S/W – Bild mit einem farbigen Hingucker zu erzeugen. Bei Linda gibt es auch ein Tutorial für GIMP, ich hab’s mit PSP genauso hinbekommen. Es ist im Grunde wirklich simpel. Hier geht es zu Lindas Tutorial. Und ich geh mal bei meinen USA Bildern nach einer echten Landschaftsaufnahme gucken.
Am Strand von Point Lobos / Kalifornien
Ich glaube, das Wichtigste dabei ist, dass man ein Ausgangsfoto mit starken Kontrasten hat, das auch in S/W gut aussieht und dann wirklich ein besonderes Element, das sich als Hingucker eignet.
Vorsicht! . . . macht süchtig *lach*
Taunus zum Zweiten
Um das “T” weiterhin aus dem Taunus zu holen, bin ich heute auf unseren Haus- und Hofberg, den Großen Feldberg gefahren. Das war aber keine so gute Idee. Obwohl auch dort oben die Sonne schien, war es doch merklich kühler als bei uns unten im Tal, sozusagen. Vor allem war es dunstig, wieder nichts mit guter Sicht. Ein Blick auf die Uhr: Ha! – auf zum Falkenhof, gleich ist Flugschau. War aber auch nichts. Flugschau fand nicht statt, weil drei Greifvögel nicht nach Hause gekommen waren (das sind sicher die, die über unserem Garten kreisen, ich höre sie schon dauernd). Trotzdem wollte der Falkner 4,50 Eintritt und nochmal 2,–Euro fürs Fotografieren – sage und schreibe also 6,50 Euro. Ich habe ihm zwar nicht gerade einen Vogel gezeigt – die soll er selber sucher gehn – bin aber wieder dankend von dannen. Früher hat der Eintritt alles in allem 2 Euro gekostet.

Übrigens gibt es jetzt eine neue Jahreskarte, die für den Opelzoo in Kronberg und den Frankfurter Zoo zusammen gilt, eine geniale Idee! Da muss ich mal drüber nachdenken, ob ich mir die nicht wieder zu Weihnachten wünsche.
Ein bisschen Greifvogel ist mir dann noch in einem Wiesenblümchen begegnet, dass mich mit seiner Farbe überrascht hat: das orangerote Habichtskraut (orange Hawkweed) blühte auf einer Wiese auf dem Feldbergplateau. Habe ich vorher noch nie gesehen.
Ich hab’s mir ergoogelt, das müsste wohl hinkommen mit dem Habichtskraut
Noch was zum Taunus allgemein: Der Taunus gehört zum Rheinischen Schiefergebirge, sein höchster Punkt ist der Gr. Feldberg mit 881,50 m. Das Mittelrheintal trennt ihn im Westen vom Hunsrück, im Norden bildet das Lahntal eine natürliche Grenze, im Süden die Rhein-Main-Tiefebene, im Osten das Gießener Becken bzw. die Wetterau.
An Gesteinen findet man im Taunus viel Grünschiefer, der auch entsprechend verbaut wurde. Damit unterscheiden sich viele alte Gebäude – vor allem auch die Burgen – in der Farbe deutlich von den Prunkgebäuden in der Mainebene, wo der rote Sandstein vorherrscht.
Grünschiefer
Die frühesten Anzeichen menschlicher Besiedlung im Taunus stammen aus der Bronzezeit. Bei Wehrheim sind Grabhügel der mittleren bis jüngeren Urnenfelderkultur (10./11. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt worden. Später lebten Kelten im und am Taunus. Ringwallanlagen auf dem Altkönig (798 Meter) wurden um 400 v. Chr. datiert.Quelle: Wikipedia
Vom 1. bis 3. Jahrhundert verlief auf dem Taunuskamm Obergermanisch-Raetische Limes, der von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Dazu gehört aauch die von mir schon öfter erwähnte Saalburg oder das Römerkastell Feldberg. Der Taunus erhielt seinen heutigen Namen erst im 18. Jahrhundert von Friedrich V. , Landgraf von Hessen-Homburg. Früher hieß er nur “Die Höhe” (Bad Homburg vor der Höhe, Rosbach vor der Höhe) und auch die Bedeutung des Namens ist nicht so ganz klar. Zuallererst benutzt hatte ihn allerdings bereits der Römer Tacitus, der von einem „castellum in monte tauno“ schrieb, vermutlich die heutige Stadt Friedberg.
Erinnert ihr euch noch an diese Bilder?
Sehr viel kälter als heute . . .
. . . und trotzdem sehr viel schöner



