Archiv für 1. September 2009
High Tech …
. . . im neuen Bibliothekszentrum in Höchst, aber im Moment erstmal etwas unbefriedigend. Zum Beginn des neuen Schuljahres wurde der Neubau des BIKUZ (Bildungs- und Kulturzentrum) eröffnet, der neben dem Oberstufengymnasium (Friedrich Dessauer Gymnasium) auch die VHS und die Stadtteilbibliothek beherbergt. Als ich heute dort ankam, stand ich vor verschlossener Tür und einem dunklen Raum. Mit mir zwei weitere Menschen, die das auch nicht verstanden. Hatte doch in der Zeitung gestanden, dass die Bücherei heute zwischen 13 – 19 Uhr geöffnet sei. Dann kam allerdings ein älterer Herr um die Ecke des großen Foyers und sagte: “Sie müssen dort durch die Tür und dann rechts hinter der Treppe weiter.” Aha! – spannend. Und siehe da, dort war die Bücherei offen. Man kann jetzt auch Bücher über einen Automaten abgeben, wenn geschlossen ist und sogar an einem Computerterminal selbständig verbuchen, was man mitnimmt.
Weil ich trotzdem am Tresen noch etwas zu tun hatte, habe ich das Problem mit dem dunklen, verschlossenen Eingang angesprochen – mit reichlicher Zustimmung der umstehenden Herrschaften. Von den drei Büchereidamen meldet sich ausgerechnet die Einzige zu Wort, die ich bislang nicht kannte und kanzelte mich/uns ziemlich ab. Ihrer Meinung nach war das doch ganz klar, dass das vorne nur die Schulbücherei sei und wir offenbar alle ziemlich dumm. Es wechselten ein paar Sätze hin und her, einige Leute machten den Vorschlag, einfach nur für einige Zeit einen Zettel anzubringen, aber nein, die blonde Tussi die Dame blieb unverrückbar der Meinung, alles sei sonnenklar und auch überhaupt nicht zu ändern. Tja – ihr Leute, Service stell ich mir wirklich anders vor. Was nutzt mir da euer ganzes High Tech? Ich bin normalerweise eigentlich keine von den ganz Blöden und ich weiß, dass öffentliche Büchereien auch von noch älteren Leuten besucht werden. Die werden sich ebenfalls ziemlich vor den Kopf gestoßen fühlen. Wir sind nun mal keine Schüler des Dessauer Gymnasiums, denen die Örtlichkeiten vermutlich vorgestellt wurden. Wenn die junge Dame ja ein bisschen clever gewesen wäre, hätte sie wenigstens gesagt: Okay, wir gucken mal, was wir da machen können.
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Übrigens: Es ist jetzt 17 Uhr und draußen stürmt es wie verrückt.Ich habe mir gerade den letzten Newsletter vom Offenbacher Wetteramt durchgelesen, der verheißt nichts Gutes. Ab morgen dürfte der Sommer hier erstmal vorbei sein. Ich hoffe, dass es wenigstens auch Regen für den Garten gibt. Regen, bitte! Kein Unwetter, kein Hagel – das brauchen wir nicht.
Projekt 52/35 – Warnungen
Sari schreibt:
Unermüdlich haben sich meine Finger durch den riesigen Haufen an Zettelchen in der Dose gewühlt und sind dabei auf einen Themenvorschlag von Lucas gestossen, der folgendermaßen lautet: Warnungen
Und weil’s viel zu heiss ist, um was anderes zu machen, habe ich mal wieder zwei Collagen gebastelt. Zunächst fielen mir die vielen Warnschilder vor hungrigen Braunbären in den US Nationalparks ein. Ängstliche Gemüter können da echt Stress kriegen. Aber es heißt ja, dass diese ständigen Ermahnungen wirklich notwendig sind.
Wir sind nur friedlichen Tieren begegnet.
Dann kam aber eine ganz andere Urlaubserinnerung zurück: Kroatien 2004. Wir waren ja auf Winnetous Spuren unterwegs und schon im Umkreis von Zadar fielen uns sofort die Warnschilder vor Bodenminen auf. Nur wenig abseits der Touristenstraßen fuhr man durch Gebiete mit zerschossen und verbrannten Geisterstädten. Da ich ja nun mal eine Art Journalistenseele in mir trage, konnte ich dort auch nicht einfach vorbeifahren. Aber ich musste mich schon bremsen, um nicht überall reinzulaufen. Zu fremd ist mir glücklicherweise das Gefühl, dass unter meinen Füßen eine Mine hochgehen könnte.

Warnungen gibt es natürlich auch in unserem täglichen Leben genug. Wenn mir noch was unterkommt, dann scheibe ich noch was nach. Zu blöd aber auch, dass ich Nichtraucher bin. Die Raucher brauchen nur die Verpackungen ihrer Lustobjekte zu fotografieren ![]()
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Weil ich gerade die Kroatien CD im Laptop habe, greife ich mal vor auf den Buchstaben “P” des ABC-Projektes, das ich mir für morgen vorgenommen habe. Auf der Fahrt nach Kroatien kamen wir auch durch das wunderschöne Städtchen Ptui in Slowenien. Es liegt an der Drau und hieß früher auch mal Pettau. Es hat sehr schöne alte Gebäude und ist als Thermalbad bekannt.

Die Qualität der Bilder ist nicht so berühmt. Es waren entweder die ersten digitalen Fotos mit einer frühen Digicam oder ich habe sie sogar noch eingescannt. Aber ich glaube, dass ich damals (wie das klingt! – ist gerade 5 Jahre her) mit einer einfachen Digicam von Aldi fotografiert habe. 2003 als wir das erste Mal auf den Malediven waren, habe ich noch analog fotografiert mit einer Unterwasserkamera, die eigentlich nur enttäuschende Fotos geliefert hat. Zwei Jahre später war das dann schon ganz anders. 2005 hatte ich dann die erste digitale Olympus mit Unterwassergehäuse, mit der ich auch 2007 auf Eriyadhu wieder fotografiert habe. Es ist der Wahnsinn, wie sich die Digitalfotografie seitdem entwickelt hat. Diese Olympus von 2005 ist längst überholt, aber ich habe sie noch, weil die Unterwassergehäuse so teuer sind.
Die beiden Collagen “Warnungen” sind der Galerie zum Projekt 52 eingefügt worden.
September
Heute ist also der 1. September, der bei den Meteorologen (glaube ich) bereits als Herbstanfang gilt. Bei uns herrscht noch der Sommer vor, dem man allerdings schon seit ein paar Tagen gewisse herbstliche Züge nicht absprechen kann. Aber dass soviele Blätter fallen, das hängt ganz sicher eher mit der enormen Trockenheit zusammen (hier in Frankfurt zumindest).
Heute Morgen war ich erstmal im Eichwald laufen, das war sehr angenehm, weil schattig. Ich hatte auch einen langhosigen und langärmeligen Sportanzug an, so dass mich die Sonne mit voller Wucht traf, als ich wieder aus dem Wald raus bin. Selbst dem Eichwald sieht man die Trockenheit an. Feuer dürfte man dort mit Sicherheit keines machen.
Kleine rote Kobolde flitzen wieder durch den Garten
und verkünden so auf ihre Weise, dass das Ende des Sommers vor der Tür steht.

Ich staune ja immer wieder, auf welch dünnen Ästchen sich die dicken Tauben noch halten können. Im Moment finde ich sie etwas nervig, weil sie praktisch allgegenwärtig sind und vor allem bei der Hitze Bachlauf und Teich bevölkern. Irgendwie haben sie in diesem Jahr den Elstern den Rang abgelaufen. Deren lautes Dauerkrächzen der letzten Jahre ist heuer (tolles Wort als Alternative zu “in diesem Jahr) fast gar nicht zu hören.
Den Katzels ist die Hitze auch zuviel; hier hat es sich Garfield gestern Abend
in der Dämmerung nochmal auf einem Gartenstuhl gemütlich gemacht.
Nachtrag: Ich habe mir gerade mal die Wetter 3 Tagesprognose angeguckt. Danach soll es bei uns ab morgen schon merklich kühler werden. Heute nochmal bis 31°, morgen bis 24° und am Donnerstag nur noch 19°C. Schaun wir mal!


