Archiv für 4. September 2009

“P” zum dritten

. . . und letzten Mal.  Vor genau einem Jahr starteten wir  in unseren dreiwöchigen USA Urlaub. Und es war Ende September, als wir auf dem Highway No.1 von San Francisco zurück nach Los Angeles fuhren und dabei am Point Lobos State Reserve bei Carmel vorbei kamen. Dieser Naturschutzpark war so ganz anders als alles, was wir vorher gesehen hatten: rauhe See, knorrige Bäume und viele Vögel.  Ich fand ihn faszinierend. Wir machten ausgedehnte Spaziergänge und es war ein Jammer, dass wir so wenig Zeit hatten. Aber dieses Problem zog sich ja durch den ganzen Urlaub. Es waren vorwiegend Pelikane, Möwen und Kormorane, die dort die Felsen bevölkerten und natürlich Seelöwen, die man weithin hören konnte.

pelikane2Pelikane auf Point Lobos

pelikane*

pingu2Die Pelikaninsel im Meer bei Point Lobos

Den Bericht über die Strecke, die wir am 28. September 2008 zurück legten, findet ihr hier: Ausruhen in Santa Barbara

Noch ein “P”

Pinguine gab’s am Morgen des gleichen Tages im Aquarium von Monterey Bay zu sehen

pingu1

Ein schöner Morgen

. . . hat mich gleich wieder zum Laufen verlockt. Und das war gut so, denn jetzt gegen Mittag (es ist gleich 12 Uhr) zieht sich der Himmel wieder zu.

collageeich

Heute habe ich mal nicht meinen normalen “Einstieg” in den Wald genommen sondern bin zunächst südlich davon parallel zur S-Bahnlinie gelaufen. Da scheint morgens die Sonne so schön und am Feldrand sind jetzt die Gehölze alle mit leuchtenden Beeren geschmückt. Am Ende des Feldes gibt es dann ein kurzen Schleichweg in den Wald und den habe ich dann auch wieder genommen, denn der Weg außen läuft sich schlecht, ist ein Schotterweg.

Die Luft war wunderbar klar. Ich muss ja ein kleines Stück mit dem Auto fahren um in den Eichwald zu kommen und da sehe ich dann immer den Taunus vor mir. Die Berge schienen heute morgen zum Greifen nah. Was mich aber mehr verblüffte, waren die Berge, die ich plötzlich auf dem Rückweg sehen konnte.  Normalerweise habe ich da allenfalls die Skyline vor Augen oder die Schornsteine in der Rüsselsheimer Gegend. Heute sah ich da zum ersten Mal bewußt ebenfalls Berge! Na ja, wenigsten Erhebungen, falls hier Alpenländler mitlesen.  Jetzt frage ich mich, was ich da eigentlich gesehen habe. Theoretisch käme der Odenwald in Frage. Auf jeden Fall war’s ne irre Fernsicht.

* * *

verdammnis

Verdammnis den zweiten Teil der Trilogie von Stieg Larsson habe ich nun auch noch gelesen. Ich fand, dass es der schwächste der drei Bände ist. Nun hatte ich ja beim Lesen eine sehr unorthodoxe Reihenfolge, aber ich glaube nicht, dass das ausschlaggebend war. Die Bände 1 und 3 sind praktisch in sich geschlossene Stories,  spannend und gut zu lesen, Bücher, die man kaum aus der Hand legen mag, wenn man damit angefangen hat. Band 2 zieht sich bis zur Hälfte wie Kaugummi. Entweder wiederholt der Autor Bekanntes aus Band 1 oder er verliert sich in seitenlangen Beschreibungen von Dingen, die nichts zur eigentlichen Geschichte beitragen. So richtig interessant wird es im Grunde  erst wieder ab Seite 300.  Außerdem wird in Verdammnis eine Lisbeth Salander serviert, die irgendwo doch sehr konstruiert erscheint. Ihre an sich komplizierte Persönlichkeit ist im Grunde interessant, aber in Band zwei wird sie zur Superheldin aufgemotzt. Da hat sich der Autor irgendwie vergriffen. Wenn ich dieses Buch  bewerten soll, bekommt es allenfalls im Zusammenhang der Trilogie von mir noch eine einigermaßen befriedigende Bewertung, aber im Grunde ist sehe ich es eher grenzwertig. Die Qualität der Bände 1 und 3 erreicht es bei weitem nicht.

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