Unausgeschlafen
Heute Nacht wurden wir unsanft geweckt, weil meine SchwieMu drüben im Haus Alarm geschlagen hat. Sie war hingefallen und konnte nicht mehr aufstehen. Das sind so Dinge mit denen man rechnen muss, wenn Menschen fünfundneunzig Jahre alt sind. Glücklicherweise ist nichts passiert, aber einschlafen konnte ich auch nicht mehr so richtig. Mich wühlt das immer auf, weil es Jahre gab, als meine Mutter noch lebte, wo wir ständig mit solchen Alarmen leben mussten. Mittlerweile geh ich abends nicht mehr ins Bett mit dem Gedanken, da drüben könnte was passieren, aber wenn’s dann eintritt, sind die Erinnerungen wieder voll da. Man selbst wird ja auch nicht jünger und überlegt dann schon mal, wie das mal mit einem selbst werden könnte.
Das Wetter ist unschön, das macht mich auch nicht munterer. Eigentlich wollte ich heute in den Hessenpark im Taunus. Dort ist wieder Herbstmarkt, also Gartenmarkt. Aber ich schätze, dort oben ist es noch garstiger als hier unten bei uns.


Guten Tag Elke
Ja das war bestimmt ein Schreck, glücklicherweise wohnt deine SchwieMu ganz inder Nähe. Meine Mutter wohnte eine Stunde Bahnfahrt entfernt und das war oft Aufregung und Schreck, wenn sie das Telefon nicht abnahm, doch manchmal fanden sie die alarmierten Nachbar dann schön friedlich auf dem Balkon sitzend.

Gut hat deine SchwieMu nichts gebrochen, ja in dem Alter (na ja eigentlich auch sonst) weiss man nie was der nächste Tag bringt.
Liebe Grüsse in deinen Sonntag (bei uns ist es schön, doch recht kühl)
Elfe
Hallo Elke,
was du da erlebt hast kann ich gut nachvollziehen. Meine Frieda ist heuer 88 und lebt immer noch für sich alleine. Ich schaue jeden morgen und abend bei ihr vorbei. Das ist unser Ritual. Ins Altenheim mag sie nicht, Essen von der Diakonie lehnt sie ab. Wenn ich morgens bei ihr vorbei schaue dann beschleicht mich immer wieder der Gedanke: hoffentlich lebt sie noch…. Manchmal verbringt sie den ganzen Tag im Bett, weil ihr einfach die Kraft fehlt. Am nächsten Tag steht sie wieder im Garten, als wäre nichts gewesen.
Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
LG
Helmut
Liebe Elke,
kein Tag ist wie der andere und ich wünsche dir noch viele ausgeschlafene Stunden ohne Kummer, Sorgen und Müdigkeit. Hab einen ausgeschlafenen Sonntag!
Herzliche Grüße von Inge
Es tut mir leid, dass du deinen Schlaf aufgrund eines Sturzes deiner Schwiegermutter, unterbrechen musstest. Ihr eine gute Besserung! Gut, dass sie sich noch melden konnte, aber vor allem, dass sie sich keine Oberschenkelhalsfraktur zugezogen hat, was ja oft der Fall ist.
So ist es, Elke, wenn man die Eltern oder Schwiegerelten nah bei sich wohnen hat, ist man stets in Sorge und hofft, dass nichts Schlimmes passiert und es nicht zu einem langwierigen Pflegefall führt, denn es ist eine grosse Belastung für die Pflegenden.
Gedanken darüber, was mit einem selbst werden könnte, sollte man sich nicht machen. Sollte einem wirklich etwas Unvorhergesehenes passieren, es gibt immer eine gute Lösung für alle Beteiligten.
Vielleicht kannst du dich heute mittag noch ein wenig hinlegen.
Wünsche dir noch ein erholsames, restliches Wochenende.
Liebe Grüße, Anke