Archiv für 7. September 2009
Walkin’ on sunshine
Heute morgen war es doch markig kalt und ich bin zum Laufen mal nicht in den Eichwald sondern ins Arboretum nach Eschborn gefahren. Ist bloß von der Anfahrt morgens ein bisschen doof, weil da schrecklich viele Autos ihre Besitzer zum Arbeiten befördern. Eschborn ist inzwischen unglaublich groß geworden.
Im Arboretum war es dann aber noch sehr ruhg, noch nicht mal die Hunderennstrecke war belebt. Und das fand ich nett, denn dort scheint frühmorgens als erstes die Sonne. Die Wiesen waren noch taubedeckt und weil ich meine Kleinstkamera dabei hatte, hab’ ich auch wieder ein paar Fotos mitgebracht.

Weiße Lichtnelke (Silene latifolia subsp. alba)

Jakobskreuzkraut? Wenn ja, dann giftig!

Mirabellen und Herbstzeitlose auf der Streuobstwiese
“Almabtrieb” oder so *lach* – jedenfalls wurde ich dringend gebeten meinen Weg zu ändern.
Und da die Kühe ziemlich laut brüllten, habe ich das auch gerne getan.

Dost – Wilder Majoran

Wegwarte – viele blühen nicht mehr
Sturmschaden
Ob’s der Baum ist, der neulich ein paar Spaziergänger unter sich begraben hatte?
Falls euch die Kühe irritieren: das Arboretum ist ein Verbund von angelegtem Parkgelände mit Bäumen und Sträuchern aus aller Herren Länder, dazwischen findet Beweidung statt und es gibt auch Streuobstwiesen. Es ist eine Oase mitten im betriebsamen Eschborn bzw. zwischen den Städten Eschborn und Schwalbach. Auch über die Sulzbacher Felder kommt man wohl per Fahrrad oder zu Fuß dorthin. Blumen werden keine gepflanzt, auf den Wiesen findet man nur Wildblumen. Ein Baum fiel mir heute auf, an dem leider kein Hinweis stand – kennt den jemand?
Die Blätter sind von einem fast frühlingsfrischen Gelbgrün
und er trägt Nüsschen, die in Trauben zusammenhängen.
Also: es könnte sich theoretisch um den Amur-Korkbaum aus der Mandschurei handeln. Ich konnte auf dem Lageplan des Arboretums in etwa eingrenzen, wo ich den Baum gesehen habe. Dann habe ich dort in der Datenbank alles durchgeklickt (Waldgesellschaft 18: Ostküste Sibiriens, Insel Sachalin und Mandschurei). Es kommt kaum ein anderer Baum in Frage. Auf die Rinde habe ich leider nicht geachtet.
Das Fotografieren unterbricht natürlich etwas das sportliche Laufen, aber ich trainiere ja für keinen Marathon. Und weil ich anschließend auch immer gleich wieder Tempo aufnehme und die Wege im Vordertaunus auch nette kleine Steigungen aufweisen, gehe ich mal davon aus, dass das sportliche Element nicht ganz auf der Strecke bleibt

