Archiv für 28. September 2009
ColorKey
Und noch ‘ne Aktion *lach* – ich habe sie gerade bei Katinka entdeckt, aber eigentlich geht sie auf Linda zurück. Eigentlich sollte es ein Landschafts oder Naturfoto sein, aber ich glaube, die Aktion ist eh schon rum ( und Halbedelsteine sind ja auch Natur – oder?)

Das ganze nennt sich ColorKey Verfahren und es geht darum ein S/W – Bild mit einem farbigen Hingucker zu erzeugen. Bei Linda gibt es auch ein Tutorial für GIMP, ich hab’s mit PSP genauso hinbekommen. Es ist im Grunde wirklich simpel. Hier geht es zu Lindas Tutorial. Und ich geh mal bei meinen USA Bildern nach einer echten Landschaftsaufnahme gucken.
Am Strand von Point Lobos / Kalifornien
Ich glaube, das Wichtigste dabei ist, dass man ein Ausgangsfoto mit starken Kontrasten hat, das auch in S/W gut aussieht und dann wirklich ein besonderes Element, das sich als Hingucker eignet.
Vorsicht! . . . macht süchtig *lach*
Taunus zum Zweiten
Um das “T” weiterhin aus dem Taunus zu holen, bin ich heute auf unseren Haus- und Hofberg, den Großen Feldberg gefahren. Das war aber keine so gute Idee. Obwohl auch dort oben die Sonne schien, war es doch merklich kühler als bei uns unten im Tal, sozusagen. Vor allem war es dunstig, wieder nichts mit guter Sicht. Ein Blick auf die Uhr: Ha! – auf zum Falkenhof, gleich ist Flugschau. War aber auch nichts. Flugschau fand nicht statt, weil drei Greifvögel nicht nach Hause gekommen waren (das sind sicher die, die über unserem Garten kreisen, ich höre sie schon dauernd). Trotzdem wollte der Falkner 4,50 Eintritt und nochmal 2,–Euro fürs Fotografieren – sage und schreibe also 6,50 Euro. Ich habe ihm zwar nicht gerade einen Vogel gezeigt – die soll er selber sucher gehn – bin aber wieder dankend von dannen. Früher hat der Eintritt alles in allem 2 Euro gekostet.

Übrigens gibt es jetzt eine neue Jahreskarte, die für den Opelzoo in Kronberg und den Frankfurter Zoo zusammen gilt, eine geniale Idee! Da muss ich mal drüber nachdenken, ob ich mir die nicht wieder zu Weihnachten wünsche.
Ein bisschen Greifvogel ist mir dann noch in einem Wiesenblümchen begegnet, dass mich mit seiner Farbe überrascht hat: das orangerote Habichtskraut (orange Hawkweed) blühte auf einer Wiese auf dem Feldbergplateau. Habe ich vorher noch nie gesehen.
Ich hab’s mir ergoogelt, das müsste wohl hinkommen mit dem Habichtskraut
Noch was zum Taunus allgemein: Der Taunus gehört zum Rheinischen Schiefergebirge, sein höchster Punkt ist der Gr. Feldberg mit 881,50 m. Das Mittelrheintal trennt ihn im Westen vom Hunsrück, im Norden bildet das Lahntal eine natürliche Grenze, im Süden die Rhein-Main-Tiefebene, im Osten das Gießener Becken bzw. die Wetterau.
An Gesteinen findet man im Taunus viel Grünschiefer, der auch entsprechend verbaut wurde. Damit unterscheiden sich viele alte Gebäude – vor allem auch die Burgen – in der Farbe deutlich von den Prunkgebäuden in der Mainebene, wo der rote Sandstein vorherrscht.
Grünschiefer
Die frühesten Anzeichen menschlicher Besiedlung im Taunus stammen aus der Bronzezeit. Bei Wehrheim sind Grabhügel der mittleren bis jüngeren Urnenfelderkultur (10./11. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt worden. Später lebten Kelten im und am Taunus. Ringwallanlagen auf dem Altkönig (798 Meter) wurden um 400 v. Chr. datiert.Quelle: Wikipedia
Vom 1. bis 3. Jahrhundert verlief auf dem Taunuskamm Obergermanisch-Raetische Limes, der von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Dazu gehört aauch die von mir schon öfter erwähnte Saalburg oder das Römerkastell Feldberg. Der Taunus erhielt seinen heutigen Namen erst im 18. Jahrhundert von Friedrich V. , Landgraf von Hessen-Homburg. Früher hieß er nur “Die Höhe” (Bad Homburg vor der Höhe, Rosbach vor der Höhe) und auch die Bedeutung des Namens ist nicht so ganz klar. Zuallererst benutzt hatte ihn allerdings bereits der Römer Tacitus, der von einem „castellum in monte tauno“ schrieb, vermutlich die heutige Stadt Friedberg.
Erinnert ihr euch noch an diese Bilder?
Sehr viel kälter als heute . . .
. . . und trotzdem sehr viel schöner


Projekt52 – Zauberei
Sari schreibt: Diese Woche kommt das Thema nach langer Zeit übrigens mal wieder von Sumomi: Zauberei – Magisch wird es also dieses Mal.
Magisch – tja – da fällt mir Harry Potter ein, aber von dem habe ich keine Fotos. Überhaupt hab ich es nicht so sehr mit Abrakadabra und anderem Brimborium. Wenn Häschen aus dem Zylinder hüpfen, find ich das eher zum Gähnen und von zerschnippelten Jungfrauen wende ich mich auch mit Grausen ab. Aber als ich gestern von der Burgruine Falkenstein runter zu meinem Auto gelaufen bin, stand ich vor einem Gebäudekomplex, der mich schon immer magisch angezogen hat, wenn ich mal mit dem Auto vorbei gefahren bin. Irgendwas flüstert dann immer in mir “Zauberberg” und ich denke automatisch an den berühmten Roman von Thomas Mann. Ich zeig euch mal ein paar Bilder:

Falkenstein
Und in der Tat, der Gedanke an Thomas Manns Zauberberg ist so verkehrt nicht. Obwohl ich immer noch nicht weiß, woran ich mit diesem Ensemble wirklich bin. Ist es noch Klinik, ist es ein Spa, gehört es zum noblen Kempinskihotel? An einem der Eingänge direkt gegenüber dem Kempinksi (dem Kempinski, in der auch unsere National-Elf abzusteigen pflegt), steht eindeutig ein Hinweis auf ein Spa. Im Internet finde ich Hinweise auf eine ehemalige Lungenheilanstalt, ein Offizierskasino, den Kempinskikomplex. Es scheint wirklich ein magisches Gebäude zu sein. Jedenfalls brauchen Gegend und Gebäude den Vergleich mit dem vornehmen Davos nicht zu scheuen und ich habe meinen Mazda zwischen einem Porsche und einen Jaguar eingeparkt *lach*.

Den roten Teppich haben sie für mich auch schon ausgelegt
. . . wenn das keine Zauberei ist
Alles sehr gediegen
Mehr zu Thomas Mann und seinem Roman “Der Zauberberg” z. B. bei Wikipedia oder bei Dieter Wunderlich
Wem die Verknüpfung Zauberei > Thomas Manns Zauberberg >> Falkenstein nun etwas zu gewagt erscheint – okay, mir ist halt nichts Besseres eingefallen. Vielleicht kann ich noch was nachliefern.

