Taunus zum Zweiten
Um das “T” weiterhin aus dem Taunus zu holen, bin ich heute auf unseren Haus- und Hofberg, den Großen Feldberg gefahren. Das war aber keine so gute Idee. Obwohl auch dort oben die Sonne schien, war es doch merklich kühler als bei uns unten im Tal, sozusagen. Vor allem war es dunstig, wieder nichts mit guter Sicht. Ein Blick auf die Uhr: Ha! – auf zum Falkenhof, gleich ist Flugschau. War aber auch nichts. Flugschau fand nicht statt, weil drei Greifvögel nicht nach Hause gekommen waren (das sind sicher die, die über unserem Garten kreisen, ich höre sie schon dauernd). Trotzdem wollte der Falkner 4,50 Eintritt und nochmal 2,–Euro fürs Fotografieren – sage und schreibe also 6,50 Euro. Ich habe ihm zwar nicht gerade einen Vogel gezeigt – die soll er selber sucher gehn – bin aber wieder dankend von dannen. Früher hat der Eintritt alles in allem 2 Euro gekostet.

Übrigens gibt es jetzt eine neue Jahreskarte, die für den Opelzoo in Kronberg und den Frankfurter Zoo zusammen gilt, eine geniale Idee! Da muss ich mal drüber nachdenken, ob ich mir die nicht wieder zu Weihnachten wünsche.
Ein bisschen Greifvogel ist mir dann noch in einem Wiesenblümchen begegnet, dass mich mit seiner Farbe überrascht hat: das orangerote Habichtskraut (orange Hawkweed) blühte auf einer Wiese auf dem Feldbergplateau. Habe ich vorher noch nie gesehen.
Ich hab’s mir ergoogelt, das müsste wohl hinkommen mit dem Habichtskraut
Noch was zum Taunus allgemein: Der Taunus gehört zum Rheinischen Schiefergebirge, sein höchster Punkt ist der Gr. Feldberg mit 881,50 m. Das Mittelrheintal trennt ihn im Westen vom Hunsrück, im Norden bildet das Lahntal eine natürliche Grenze, im Süden die Rhein-Main-Tiefebene, im Osten das Gießener Becken bzw. die Wetterau.
An Gesteinen findet man im Taunus viel Grünschiefer, der auch entsprechend verbaut wurde. Damit unterscheiden sich viele alte Gebäude – vor allem auch die Burgen – in der Farbe deutlich von den Prunkgebäuden in der Mainebene, wo der rote Sandstein vorherrscht.
Grünschiefer
Die frühesten Anzeichen menschlicher Besiedlung im Taunus stammen aus der Bronzezeit. Bei Wehrheim sind Grabhügel der mittleren bis jüngeren Urnenfelderkultur (10./11. Jahrhundert v. Chr.) entdeckt worden. Später lebten Kelten im und am Taunus. Ringwallanlagen auf dem Altkönig (798 Meter) wurden um 400 v. Chr. datiert.Quelle: Wikipedia
Vom 1. bis 3. Jahrhundert verlief auf dem Taunuskamm Obergermanisch-Raetische Limes, der von der UNESCO in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Dazu gehört aauch die von mir schon öfter erwähnte Saalburg oder das Römerkastell Feldberg. Der Taunus erhielt seinen heutigen Namen erst im 18. Jahrhundert von Friedrich V. , Landgraf von Hessen-Homburg. Früher hieß er nur “Die Höhe” (Bad Homburg vor der Höhe, Rosbach vor der Höhe) und auch die Bedeutung des Namens ist nicht so ganz klar. Zuallererst benutzt hatte ihn allerdings bereits der Römer Tacitus, der von einem „castellum in monte tauno“ schrieb, vermutlich die heutige Stadt Friedberg.
Erinnert ihr euch noch an diese Bilder?
Sehr viel kälter als heute . . .
. . . und trotzdem sehr viel schöner




Wunderschön sind deine Bilder geworden. Herzlichen Dank für die Informationen zum Feldberg. Nein, ich sage zum Thema Pflanzen NIX. Einmal so eine peinliche Aussage, das reicht. Natürlich hätte ich den Unterschied erkennen sollen.
Es ist immer gut, wenn sich frau jetzt schon Gedanken für Weihnachtswünsche macht. Der Tag kommt irgendwie immer so überraschend.
Die Lebeck – Ausstellung war wirklich ein Genuss. Wunderbare schwarz-weiß Fotos.
Ich wünsche dir einen schönen Abend. Morgen ist Teil II der Weinlese.
Herzlichen Gruß
Helmut