Archiv für Oktober 2009

FFM – Teil2

Hier nun der zweite Teil meines gestrigen Spaziergangs. Wenn man von der alten Oper nicht schnurstracks durch die Fressgass’ weiter Richtung Hauptwache läuft sondern außen rum, dann gelangt man wieder in den inneren Grüngürtel, in diesem Fall in die Bockenheimer Anlage (neuerdings auch “Liesel-Christ-Anlage”). Hier kann man durchatmen – welche Wohltat! Die vielen hohen, alten Bäume und die übrigen Anpflanzungen filtern die Luft, nehmen die Abgase auf und produzieren Sauerstoff.

fontaenebocken

Apropos Liesel Christ: Wer nicht aus Frankfurt ist, kennt Liesel Christ vielleicht trotzdem. Sie war eine großartige Volksschauspielerin und ist vielen aus der Familie bzw. Firma Hesselbach bekannt (siehe hier.) Wer kennt von mir nicht den Seufzer  “Kall, mei Drobbe”, den natürlich Mama Hesselbach bekannt gemacht hat.

fischreiher

Sogar Fischreiher und anderes Wassergetier gibt es hier zu entdecken
(auch die “nackische” Dame von gestern steht in dieser Anlage)

In der Bockenheimer Anlage steht auch das Nebbien’sche Gartenhaus. Das klassizistische Häuschen gehört sicher zu den Kleinoden Frankfurts, die im Krieg nicht zerstört wurden. 1810 erbaut für den Verleger Marcus Johannes Nebbien, steht es seit ca. 1950 dem “Frankfurter Künstlerclub e.V.” zur Verfügung. Man kann es mit dem Petrihäuschen an der Nidda (Brentanopark) vergleichen.

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nebbi2Brunnen im dazugehörigen Barockgärtchen

Die Liesel-Christ-Anlage endet an der Schillerstraße bzw. der großen Kreuzung am Eschenheimer Turm. Kurz vorher entdeckte ich eine ganze Reihe stattlicher Gingkobäume, die bei uns ja auch als Goethebäume bekannt sind. Und hier stehen tatsächlich nicht nur männliche Gingkobäume sondern auch die weniger geschätzten weiblichen (die reifen Früchte der weiblichen Gingkos sollen angeblich nach ranziger Butter riechen).

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Kunterbuntes Frankfurt – Kontraste

collageschillervon links im Uhrzeigersinn: Eschenheimer Turm, der neue “schiefe Turm von Frankfurt”,
das Portal des früheren Thurn und Taxis Palais, darunter der Blick in den Innenhof des Palais’
und schließlich ein Marktstand auf der Schillerstaße.

Was man auf der Collage sieht, gehört für mich zu den neuestens städteplanerischen Bausünden in Frankfurt. Hochhaustürme im Bankenviertel sind ja schön und gut, aber dieser neueste “Tower” mitten im alten Frankfurt, als Hintergrund für das frisch restaurierte Thurn-und Taxis Palais, das ist ein Katastrophe! Das sogenannte “Palais-Quartier” war wohl, soweit ich das verstanden habe, ein Gesamtpaket. Es gehört außerdem noch das neue Einkaufszentrum “My Zeil” dazu, das sowohl optisch als auch tatsächlich mit dem Hochhausturm verbunden ist, ein Hotel und eine Tiefgarage.

saugrohr“My Zeil” mit seiner trichterförmigen Glasfassade
ein Saugrohr mitten hinein in den Konsumtempel

diezeilDie Zeil – Frankfurts Einkaufsmeile reicht von der Hauptwache bis über die Konstablerwache hinaus

Direkt neben dem neuen “My Zeil” bfindet sich die Zeilgalerie. Auf der achten Etage befindet sich eine offene Aussichtsplattform, von der man einen genialen Rundblick über Frankfurt genießen kann, sofern das Wetter mitspielt.

osthafenBlick nach Osten – der typische New Yorker Hochhaus-Baustil der Zwanziger Jahre
stand Pate für das Main Plaza (rechts) im Deutschherrrnviertel in Sachsenhausen,
links hinten sieht man das Main Triangel. Das Deutschherrnufer hat sich in den letzten Jahren
unter dem Motto “Urbanes Leben am Fluß” zu dem angesagten Viertel in Frankfurt entwickelt.

domBlick auf den Dom – das umstrittene Technische Rathaus steht immer noch.

Unter dem in den Siebziger Jahren erbauten Technischen Rathaus liegen die ehemaligen Straßenzüge Hinter dem Lämmchen, Neugasse und der an den Alten Markt angrenzende Hühnermarkt. Ihre kleinteilige Bebauung wurde 1944 zerstört, die Trümmer bis 1950 abgeräumt. Im Zuge einer neuen Altstadtsanierung und Wiederbebauung soll das Technische Rathaus abgerissen werden. Noch wird viel diskutiert, wie die “neue” Altstadt aussehen soll. Der Römerberg in seiner augenblicklichen Form (bei Touristen sehr beliebt) wird schon oft genug als Frankfurts Puppenstube verspottet. Mir gefällt er übrigens.

paulskircheBlick auf die Paulskirche – Deutschlands “Wiege der Demokratie”
Hier tagten 1848 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung,
der ersten frei gewählten Volksvertretung Deutschlands.

katharinenkirchenDie Katharinenkirche
(ganz rechts unten in der Ecke ist noch ein Teil der Hauptwache angeschnitten)

bankenvietelUnd ein letzter Blick auf’s Bankenviertel mit seinen Hochhäusern
unten nochmal ganz klein die historische Frankfurter Hauptwache

So – das war’s. Es gab noch mehr Fotos, aber irgendwie passen die hier nicht so richtig rein. Vielleicht zeige ich sie mal in einem anderen Zusammenhang, auf die Mainzauber Homepage kommendie Bilder nach und nach natürlich auch.

Hier geht’s zurück zu Teil 1: Frankfurts City vom 30. Oktober 2009

Halloween?

Also mein Ding ist das nicht, auch wenn es immer populärer wird. Für mich nimmt diese Nacht zum 1. November immer faschingsähnlichere Züge an und dieses Trick or Treat der Kinder find ich eher nervig. Gehn wir mal davon aus, dass das kirchliche Allerheiligen zurück zu führen ist auf das keltische Samhainfest, so ist der Grundgedanke der augenblicklichen Nächte doch ein Innehalten, ein Akzeptieren der dunkleren Jahreszeit, ein Akzeptieren des Werden und Vergehens in der Natur ebenso wie von uns Menschen. Unser Problem ist wohl, dass viele Menschen das nicht vertragen.

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Nicht von ungefähr boomt der Jugendwahn und Dinge wie der Tod werden weit, weit weggeschoben. Also macht man lieber Party als dass man mal daran denkt, dass die dunkle Jahreszeit als Ruhezeit auch ihre Berechtigung hat. Der Geisterglaube mag ja zu Halloween gehören, schließlich sollen unsere Altvorderen auch davon überzeugt gewesen sein, dass in der Samhainnacht der Übergang zur Andernwelt durchlässig wird und man durchaus den Geistern der Verstorbenen begegnen könnte. Nur – was haben Vampire, Zombies und andere fürchterliche Faschingsgewänder dabei zu suchen? Wie so viele andere Feste auch wird auch Samhain/Halloween/Allerheiligen von der Konsumindustrie pervertiert und (fast) alle laufen hinterher.

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Wie immer ihr es haltet, macht es euch gemütlich an diesem Wochenende!

Sulogori

Klingt toll- oder? War nur eine zufällige Buchstabenkombination in einem dieser Captchakästchen. Mir geht schon lange die Idee im Kopf herum, daraus Geschichten zu machen.  Sulogori . . .

Als Sulogori an diesem Morgen aufwachte, war der Strand noch völlig leer. Leise plätscherten die Wellen des Indischen Ozeans an die niedrigen Felsen der kleinen Bucht …

sulogori

Frankfurts City

. . . ist voller Kontraste. Heute habe ich mich mal wieder in das Getümmel hineingewagt, genug Autoabgase für die nächsten 12 Monate eingeatmet und auch wieder so manches Neues entdeckt.  Geparkt habe ich im Westend, wo ich tatsächlich einen stinknormalen kostenlosen Parkplatz gefunden habe – das ist Trefftrumph in dieser Gegend.

torso
Es war heute total warm, fast wieder wie Frühling.

Ich bin vom Westend durch die Taunusanlage zum Opernplatz gelaufen, dann durch die Bockenheimer Anlage bis zum Eschenheimer Turm, durch die Schillerstraße bis vor zur Zeil, dort mal wieder einen Rundumblick über Frankfurts Dächer gewagt (leider war’s da schon wieder leicht neblig), noch zum neuen “myZeil” mit seiner spektakulären Fassade, dann zurück durch die Fress’gass (Kalbächer Gasse) und die Bockenheimer Anlage zurück ins Westend. Nun sind meine Füße platt ;-)   Die folgenden Fotos präsentiere ich heute mal (fast) ohne größere Erklärungen, es ist ein Rundgang ohne  Konzept – einfach ein paar Impressionen.

westendturmDer Westendtower der Deutschen Zentralbank ist 208 m hoch

bankenviertel1Vom Westend Richtung City – MAIN TOWER (Landesbank Hessen-Thüringen) – 200m

2tuermeDie Zwillingstürme der Deutschen Bank – 158m

westendfassadeAltes Haus im Westend – Fassadendetails

aufforderungIn der Taunusanlage – Skulptur “Aufforderung”

taunusbrunnenEbenfalls in der Taunusanlage – Der Marshallbrunnen

Zur Erinnerung an George C. Marshall, den 1959 verstorbenen Außenminister (1947-49) der Vereinigten Staaten, wurde 1963 der von dem Münchener Bildhauer geschaffene “Marshall-Brunnen” eingeweiht. Drei Bronzefiguren gruppieren sich um die Wasserquelle. Sie stellen Grazien der griechischen Mythologie dar und sollen die Anmut im Geben, Empfangen und Danken ausdrücken.

“AGLAIA:
ANMUT BRINGEN WIR INS LEBEN;
LEGET ANMUT IN DAS GEBEN
HEGEMONE:
LEGET ANMUT INS EMPFANGEN
LIEBLICH IST´S DEN WUNSCH ERLANGEN.
EUPHROSINE:
UND IN STILLER TAGE SCHRANKEN
HÖCHST ANMUTIG SEI DAS DANKEN.”

operfrontDie Alte Oper ist mal wieder eingepackt – die Quadriga wurde am 19. Oktober abgebaut
und zu Renovierungsarbeiten nach Thüringen gebracht.

laternenLaterne am Opernplatz

operseitlichHerbstliches zwischen Opernplatz und Bockenheimer Anlage

Hier geht’s ohne Umwege gleich zum zweiten Teil!

Guten Morgen!

Das sieht seit 8 Uhr in der Früh nach einem richtig schönen Tag aus *freu*!

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