Archiv für 2. Oktober 2009
Apfelkuchen
Ich hab da was im Ofen:
Sieht doch lecker aus – oder?
Und in der Küche ist es nun auch muggelig warm. Im Garten war es nämlich vorhin ar***kalt. Ich bin raus zum Wäsche abhängen und habe dabei festgestellt, dass alles strohtrocken ist. Also hab ich mir den Schlauch genommen und zumindest die Bambüsser Bambusse? gründlich gewässert und einiges andere, was noch blüht ebenfalls. Und obwohl ich schon eine Jacke anhatte, war mir hinterher erbärmlich kalt. Boah – also echt, die T-Shirtzeit ist vorbei und Socken trag ich am Abend auch schon wieder. Das mit den vielen Klamotten nervt mich in der kühlen Jahreszeit mit am meisten, jedenfalls bis ich mich wieder dran gewöhnt habe.
Jetzt werde ich mir erstmal einen heißen Tee machen. Schönen Abend noch allerseits!
Nicht vergessen …
. . . morgen ist Feiertag, Wochenendeinkäufe müsst ihr heute erledigen!
Aber im Grunde kann man diesen 3. Oktober kaum übersehen, zumindest im Fernsehn wird der Mauerfall des Jahres 1989 in sämtlichen Kanälen erwähnt. Und ich gebe zu, dass mich die Bilder auch nach zwanzig Jahren immer noch berühren. Kontakte in die DDR hatte ich nie, aber mein Mann und seine Familie stammten ja aus Leipzig, so dass die DDR immer Thema war. Stefans Bruder lebt(e) in Berlin und wann immer wir ihn besuchten, mussten wir durch diesen fürchterlichen Korridor fahren, der die Bundesrepublik von Westberlin trennte. Dieses mulmige Gefühl bei sämtlichen Kontrollen, dieses Gefühl durch “feindliches Gebiet” zu fahren, das Aufatmen, wenn wir in Westberlin an der Avus rauskamen, das werde ich nie vergessen. Der Kontrast war groß zwischen dem tristen Anblick im Zonenrandgebiet zwischen Hessen und Thüringen und dann dem pulsierenden Leben im Westen Berlins mit seinen Kneipen, seinen (Lebens-)Künstlern und dem ganz besonderen Flair dieser Stadt.
In der 11. Klasse waren wir in Ost-Berlin – Mauerbesuch war in den Sechzigern für Schüler der Oberstufe Pflichtprogramm. Auch so ein Eindruck, den ich nicht vergessen werde. Wir waren in einem Alter, in dem wir nichts ernstnahmen, gerne rumalberten. Dort waren wir ziemlich brav. Trotzdem wurde der mitgereiste Freund einer Klassenkameradin kurzzeitig verhaftet, weil er einem Gleichaltrigen auf dem Alex gegen D-Mark Bücher abgekauft hatte. Wir wohnten im glitzernden Westberlin in einer Jugendherberge und kamen in Ostberlin in tristes Einheitsgrau mit teilweise noch unbefestigten Straßen – für uns Wirtschaftswunderkinder fast unvorstellbar.
Später dann nach der Wende das unvergessene Lied der Scorpions: Wind of Change – grandios! Hier bei You Tube
Und schon war die DDR vom real existierenden Kapitalismus überholt worden.

