Archiv für 8. Oktober 2009
Sehr interessant
. . . fand ich diese Liste der 50 beliebtesten Bücher in Deutschland, die ich bei Ocean fand. Ich hab mir mal einfach ihre Liste kopiert (eine wahre Fleißarbeit von dir, liebe Ocean) und werde ebenfalls meine Bewertungen dazu abgeben.
1. Herr der Ringe – Tolkien, J.R.R. – fand ich absolut genial, schon vor langer Zeit gelesen, getoppt nur noch von der Verfilmung.
2. Die Bibel – find ich ja witzig, hat die wirklich wer ganz gelesen?
3. Die Säulen der Erde – Follett, Ken – ein großartiges Buch, hat mir sehr gut gefallen
4. Das Parfum – Süskind, Patrick – tja – das war schon – hm, teilweise etwas heftig, aber gut
5. Der kleine Prinz– Saint-Exupéry, Antoine de – eine sehr hübsche Geschichte
6. Buddenbrooks – Mann, Thomas – aber ja, vermutlich bereits in der Schule
7. Der Medicus – Gordon, Noah – sehr gut, könnte ich jetzt nach langer Zeit noch mal lesen
8. Der Alchimist – Coelho, Paulo – ups, hab ich oder hab ich nicht???
9. Harry Potter – Stein der Weisen – Rowling, Joanne K. – angefangen und weggelegt, vielleicht weil ich den Film vorher gesehen hatte
10. Die Päpstin – Cross, Donna W. – schon zweimal gelesen
11. Tintenherz – Funke, Cornelia – noch nicht, aber kommt noch
12. Feuer und Stein – Gabaldon, Diana – weiß ich nicht mehr, kann sein
13. Das Geisterhaus – Allende, Isabel – ja hab ich, keine leichte Kost
14. Der Vorleser – Schlink, Bernhard – nein, noch nicht
15. Faust, der Tragödie erster Teil-– Goethe, Johann Wolfgang von – aber sicher doch
16. Der Schatten des Windes – Ruiz Zafón, Carlos – nein, kenne ich nicht
17. Stolz und Vorurteil – Austen, Jane – gelesen wohl nicht, aber als Film gesehen
18. Der Name der Rose – Eco, Umberto – jep – tolles Buch!
19. lluminati– Brown, Dan – na ja, abergelesen hab ich’s schon
20. Effi Briest – Fontane, Theodor – Schulliteratur, daher “jaaa”
21. Harry Potter und der Orden des Phönix – nein
22. Der Zauberberg– Mann, Thomas – nein, aber demnächst ganz sicher
23. Vom Winde verweht – Mitchell, Margaret – ich glaube nicht, dass ich das Buch gelesen habe
24. Siddharta – Hesse, Hermann – ja, das war mal in Muß
25. Die Entdeckung des Himmels – Mulisch, Harry – ??? nein
26. Die unendliche Geschichte – Ende, Michael – ja, tolles Buch
27. Das verborgene Wort – Hahn, Ulla – weiß ich nicht
28. Die Asche meiner Mutter– McCourt, Frank – nein
29. Narziß und Goldmund – Hesse, Hermann – nein oder doch? – weiß nicht mehr so genau
30. Die Nebel von Avalon – Zimmer Bradley, Marion – aber sicher, mitten drin fingen nachts um Zwei dann meine Wehen an (1982)
31. Deutschstunde – Lenz, Siegfried – ja
32. Die Glut – Márai, Sándor – nein
33. Homo Faber – Frisch, Max – ja, Max Frisch war bei mir mal total in, habe alles von ihm gelesen
34. Die Entdeckung der Langsamkeit – Nadolny, Sten – weggelegt
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins – Kundera, Milan 1 – weggelegt
36. Hundert Jahre Einsamkeit – García Márquez, Gabriel – nein
37. Owen Meany – Irving, John – nein ???
38. Sofies Welt – Gaarder, Jostein – ja, aber so berühmt fand ich es nicht
39. Per Anhalter durch die Galaxis – Adams, Douglas – nein, aber mein Mann definitiv mehrmals, daher kenn ich den Titel
40. Die Wand – Haushofer, Marlen – sehr lange her, gutes Buch
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag – Irving, John – nein
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera – Garcia Marquez, Gabriel – nein
43. Der Stechlin– Fontane, Theodor – ich glaube ja, Schulliteratur
44. Der Steppenwolf – Hesse, Hermann – siehe beii Siddharta
45. Wer die Nachtigall stört… – Lee, Harper – ich glaube ja, bin mir aber nicht sicher
46. Joseph und seine Brüder – Mann, Thomas – nein
47. Der Laden – Strittmatter, Erwin – nein ???
48. Die Blechtrommel – Grass, Günter – ja sicher
49. Im Westen nichts Neues – Remarque, Erich Maria – ja
50. Der Schwarm – Schätzing, Frank – ja, fand ich gut, wenn auch etwas langatmig
Ehrlich gesagt, trau ich dieser Liste nicht ganz über den Weg. Ich vermisse Lederstrumpf, Winnetou, Angelique, Pippi Langstrumpf, Georg Orwells “1984″ und vieles mehr, was in früheren Jahren ausgesprochen populär war. Und was ist mit Ostliteratur? Da gab es doch bestimmt auch heissgeliebte Bücher, die wir Wessis aber kaum kennen.
“U” – wie …
Ulrike Schweikert: Vorgestern aus der Bücherei mitgebracht und schon gelesen: Die Dirne und der Bischof.
Wer historische Frauenromane gerne mag und Wert auf ein bisschen Qualität legt, wird von Ulrike Schweikert meist gut bedient. Die Autorin versteht es, die Leser ins Geschehen hinein zu ziehen, recherchiert die historischen Fakten gut und behält trotz aller Historie einen flüssigen Schreibstil bei. Das neueste ihrer Bücher – bisher nur als gebundenes Buch – spielt in Würzburg um 1430 zur Zeit des Bischoffs Johann von Brunn. Die Protagonistin ist eine junge Frau, die halb tot aus dem Main gefischt in einem Freudenhaus landet. Sie hat ihr Gedächtnis verloren und . . . das Schicksal nimmt seinen Lauf. Obwohl ich das Buch ziemlich in einem Rutsch durchgelesen habe, bleibt am Ende ein fader Geschmack und mal wieder die Frage: brauchen wir eigentlich immer ein Happyend? Das Ende des Romans macht nämlich für mich im Nachhinein die ganze Geschichte total unglaubwürdig. Vielleicht sollte man das Buch kurz vor Schluss zuklappen, weglegen und sich einen eigenen Schluss ausdenken. Ansonsten kann ich es für lange Winterabende weiterempfehlen – es kommt bestimmt bald auch als Taschenbuch auf den Markt. Das Negativste, was ich zu vermerken habe, bezieht sich mal wieder auf den Titel und das Cover. Das Cover find ich einfach nur nichtssagend, obwohl der Grafiker sicher das Thema Klerus mit dem Apfel der Eva verknüpfen wollte. Und der Titel – na ja, ihr kennt eh meine Meinung zu dem Schema “Die XYZ . . . “. In diesem Fall nimmt der Titel außerdem eine Beziehung vorweg, die die Autorin eigentlich sehr geschickt und spannungsfördernd bis zum Schluß verschleiert. Diese beiden Negativpunkte gehen also wie so oft an den Verlag, die Autoren haben meistens keinen Einfluss auf Titel und Cover.
Grundsätzlich habe ich nach dem Lesen dieser Art Bücher oft das Gefühl: Leute, ihr könnt eigentlich schreiben, was ihr wollt, an die Faszination, die ich früher mal beim Lesen der Angelique Romane empfand, kommt kaum einer der ran. Das was Anne Golon damals erschaffen hatte, das ist kaum noch zu toppen.

