Archiv für 10. Oktober 2009
Limit
Gestern Abend wurde im Magazin “Aspekte” Frank Schätzings neuester Roman “Limit” vorgestellt. Ich bin schon sehr gespannt. Und anders als bei mir üblich, werde ich vermutlich nicht auf das Erscheinen der Taschenbuchausgabe warten. Mir hat vor ein paar Jahren “Der Schwarm” trotz seiner Längen, die er nun mal hat, ausgesprochen gut gefallen und ebenfalls der Thriller “Die dunkle Seite”. Was ich an Frank Schätzing schätze – da klingt irgendwie blöd – sind seine überaus gründlichen Recherchen. Zwar gab es auch nach “Der Schwarm” Erbsenzähler (alternativ: Korinthenka*k*r), die ihm alle möglichen Fehler nachweisen wollten, aber welcher Autor ist so perfekt, dass er nicht nur großartige Bücher schreibt sondern sich auch noch in allen aktuellen Wissenschaften bis ins kleinste Detail auskennt? Eins ist mir mit den Jahren zunehmend klar geworden: wirklich gute Bücher zu schreiben, ist eine Kunst. Wobei natürlich unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Ansprüche an ein gutes Buch stellen. Ich möchte beispielsweise gut unterhalten werden, die Story muss Hand und Fuß haben, es dürfen bei mir am Ende nicht mehr Fragen übrig bleiben als vor der Lektüre (es sei denn dies war die erklärte Absicht des Buches) und ich darf nicht das Gefühl haben, dass jemand nur Seiten geschunden hat und viele davon per Lexikon oder Wikipedia gefüllt hat. Letzteres habe ich schon oft bemängelt, wenn ich ein Buch gelesen habe, das sich seitenweise las, als hätte man es mit einem Städteführer oder medizinischem Fachbuch zu tun. Je nach Genre habe ich nichts dagegen wenn’s auch mal blutig oder hocherotisch wird, aber ich möchte mich beim Lesen weder ständig in der Pathologie noch in einem pornographischen Umfeld wiederfinden. Ich gebe zu, meine Ansprüche sind hoch und deshalb gibt es auch nur wenige Bücher, die mich rundrum zufrieden stellen. Auf den neuen Schätzing bin ich gespannt. Nebenbei – an die Damen, die hier in der Überzahl lesen – sieht dieser Typ nicht auch noch unverschämt gut aus? Warum sind bei manchen Menschen nur die Gaben so ungerecht verteilt? Nächste Woche ist übrigens Buchmesse in Frankfurt! Der Eintrittspreis mit 14 Euro wie immer ganz schön heftig. Meistens geh ich doch nicht hin. Linktipp: Buchmesse.ARD.de
Noch ein letztes
. . . “U” wie “Unter Wasser” für diese Woche und das ABC Projekt (Konserve natürlich – hach ich würd so gerne schon wieder tauchen fahren):

Der 10.10.
. . . im Jahr 2010 vielleicht wieder ein Datum zum Heiraten. Dann wünsche ich den Eheaspiranten aber besseres Wetter als heute. Es schüttet wie aus Eimern, dabei ist es nicht kalt – so richtig dampfig. Aber der Garten atmet sichtbar auf. Es gibt Stellen im Rasen, die hatte ich fast aufgegeben und nun ergrünen sie in einem Tempo wieder, dass man fast zugucken kann. Was dann aber Massen von Menschen zum Einkaufen treibt, kann man nur erahnen: vielleicht weil eben Samstag ist und sie sonst nicht dazu kommen oder weil in Hessen die Herbstferien anfangen und man mit toute la famille loszieht . . . jedenfalls konnte ich vorhin auf der A66 sehen, dass sich die Autokolonnen fast von der Ausfahrt Eschborn rechts in Richtung Main Taunus Zentrum gestaut haben. Was war ich froh, dass ich links dran vorbei fahren konnte. Ich war auch nur unterwegs, weil ich mich gestern noch nicht entscheiden konnte, was ich morgen kochen werde. Es wird wohl auf einen Eintopf hinaus laufen: Fleisch hab ich mitgebracht, Suppengrün, Kartoffeln und jede Menge Gemüse. Vielleicht fällt mir noch ein nettes Dessert ein mit dem, was der Vorratsschrank zu bieten hat.

Eben kommt sogar die Sonne raus – wow! Die Elster hat sich gleich einen guten Ausguck verschafft, etliche Vögel zwitschern, das fühlt sich für den Moment wieder an wie Frühling.
Apropos 2010 und Vogel: neulich habe ich noch geschrieben, dass die Wahl zum Vogel, Baum etc. des nächsten Jahres demnächst sicher ansteht. Zumindest der Vogel des Jahres 2010 steht nun fest: es ist der Kormoran und die Zunft der Angler ist darüber garnicht amused. Aber genau aus diesem Grund ist er es wohl geworden, weil er an den Bächen und Flüssen bereits wieder in Massen getötet wird. Auch bei uns an der Nidda war er ja in diesem Jahr zunächst zum Abschuss freigegeben, bis sich viele Menschen für den Kormoran stark gemacht macht. Ich find’s gut. Zumindest bei uns sind mir die vielen Anglervereine entlang der Nidda eh ein Dorn im Auge, weil sie praktisch alle Seen und Altarme für sich gepachtet haben. Nirgendwo kommt der normale Spaziergänger an den schönsten Stellen noch an die Ufer ran.

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Kormoran an der Nidda – Winter 2009

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