Archiv für 13. Oktober 2009

Der Erlkönig

Mal gucken, was das TV heute so anbietet. Habt ihr gestern zufällig auf Pro 7 den Schwarzen Mann gesehen? Das war echt gruselig, aber mir hat es gefallen. Ich hätte nie gedacht, dass das alte, urdeutsche Thema des Erlkönigs mal in einer solchen Form präsentiert werden würde. Ich habe übrigens als Kind auch “Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann” gespielt, aber mir seltsamerweise darüber nie Gedanken gemacht. Vermutlich habe ich mit dem Schwarzen Mann eher den Schornsteinfeger verknüpft als einen Bösewicht. Ich glaube, mir haben meine Eltern auch nie solche Schauergeschichten erzählt.

Was mich aber nachdenklich gemacht hat, dass war der Abstand, den ich jetzt schon wieder von den Kids von heute habe.  Hat sich in den letzten 10 Jahren nochmal soviel verändert? Ich fand, dass die Mädels im Film extrem sexy gekleidet in die Schule gegangen sind und den extremen Gothic Look fand ich auch sehr heftig. Das waren Klamotten, die ich für die Disco okay fände, aber für die Schule? Als ich Mitte/ Ende der Sechziger Teenager war, kam der Mini ja zum ersten Mal auf, aber so halb nackt wie heute sind wir garantiert nicht in der Schule erschienen. Ich habe jetzt auch in Filmen schon Szenen gesehen, in denen Kommissare älteren Datums sich missbilligend über die Kleidung ermordeter oder vergewaltigter Mädchen ausgelassen haben. Meist ist dann das Gegenüber eine energische Polizistin oder Ärztin , die in vorwurfsvollem Ton fragt: “Wollen Sie damit etwa sagen, dass das Opfer selbst schuld ist, an dem was ihr angetan wurde?”  Es folgt peinliches Schweigen. Nein, natürlich ist das Opfer nicht selbst schuld. Oder doch? Ich stehe da auf dem vielleicht etwas altmodischen Standpunkt, dass man die Gefahr nicht unbedingt heraus fordern muss. Als Frau kann ich in die männlichen Psyche nicht wirklich reingucken, aber muss man so fürchterlich provozieren? Es laufen ja genügend Freaks durch die Gegend.

Was meint denn ihr zu diesem Thema? Äh – und was gibt es denn nun im TV?

Doch wo sie recht hat

. . . hat sie recht – Katinka, mein ich *lach*.  Also ich habe mir meine Küche mal vorgenommen und siehe da, so einiges an Überflüssigem ließ sich ja doch von den Arbeitsplatten in die Schränke verbannen. Nun sieht es ordentlicher aus – fragt sich nur wie lange . Fein, dass ihr schon etwas von eurem Zuhause erzählt habt. Zumindest in dieser Bloggergemeinde scheint sich das sachlich Coole noch nicht durchgesetzt zu haben.

Das Wetter ist heute verrückt, aber irgendwie eine tolle Atmosphäre. Wenn die Sonne scheint, dann ist sie geradezu grell, wenn es regnet, dann sind es unglaublich heftige Schauer. Gleich darauf wieder die Sonne … und alles glitzert. Da fällt es mir nicht schwer, gleich wieder ein Bildchen für die “Schönen Momente” zu präsentieren:

nachdemregen

Am Teich verfärben sich jetzt die Blätter der Bergenien und auch die anderer Pflanzen in ein kräftiges Rot. Das sieht sehr schön aus.

An sich wollte ich vorhin während des Einkaufens in Sindlingen nach der Villa Meister gucken – wegen dem “V” für Villa. Und eben stelle ich fest, dass mich mein Gefühl nicht betrogen hat, ich stand bereits davor. Das war aber gerade in dem Moment, als es stockfinster wurde und sich der Wolkenbruch entleerte.  Villen in unserer Gegend – woanders ist es vermutlich ähnlich – sind leider selten gut zu fotografieren, weil meist eingezäunt und in Privatbesitz.  Kann man ja auch verstehen. mir wär’s auch nicht recht, wenn jeder durch meinen Garten tappern würde.  Bei der Villa Meister liegt das etwas anders. Das Gebäude selbst gehört heute einer Privatklinik, das kann man also nicht besichtigen, aber der Garten, die Pferdeställe usw. sind öffentlich zugänglich.  Pferde gibt es da übrigens noch, denn die Ställe werden vom Sindlinger Reitverein genutzt. Dazu dann aber mehr, wenn ich mal Fotomaterial habe.

Zeitgeschmack

Ich hätte das hier auch mit “unverzichtbar” oder “und wie wohnt ihr?” überschreiben können. Es geht mir um das Wohnen, um unser Zuhause schlechthin. Mein Zuhause gehört definitiv zu den Dingen, auf die ich nur sehr schlecht verzichten kann/könnte. Stefan erzählte am Wochenende von einem Ehepaar, das seit eineinhalb Jahren die Welt bereist – von einem Ort zum anderen. Mal abgesehen vom Geld, das man dafür braucht – also für mich wäre das nichts, für meinen Mann durchaus eine Option. Nein, ich brauche meine Hütte und jeder Urlaub muss mich spätestens nach ein paar Wochen wieder dorthin zurück führen.  Und deshalb muss mein Zuhause auch irgendwie gemütlich sein. Es darf durchaus ein bisschen unordentlich sein, alles besser als steril.

Wenn ich morgens die diversen Reklameblättchen einiger Möbelhäuser in der Tageszeitung durchblättere, wende ich mich meist mit Grausen ab. Wohnzimmer sehen beispielsweise dort so aus, als ob niemand mehr ein Buch in die Hand nehmen würde. Wo bei uns ein großes Bücherregal an der langen Wand steht, gibt es in den Broschüren nur noch einzelne, sehr nobel wirkende Borde, die gerade Platz für den großen TV Bildschirm und die Stereoanlage bieten.

Für die moderne Küche gilt ähnliches: erstens macht sich da ein Clean-Chic breit, der mir so eine Mischung aus Großküche und der Gemütlichkeit eines Flurs, in dem man sich die Schuhe anzieht und den Schulranzen abstellt, vermittelt und zweitens weiß ich nicht, wieviel Quadratmeter Wohnfläche für diese Küchen draufgehn.

Last but not least: das Eßzimmer! Wir brauchend dringend neue Eßzimmerstühle. Die Katzen haben längst die Polster verkratzt und einige Gestelle wackeln bedenklich. Aber wenn ich mir angucke, was derzeit angeboten wird – nee, wirklich nicht. Hipp sind wohl im Moment Stahlrohrgestelle und weiße Polster aus echtem oder Kunstleder. Stefan zeigte mir neulich einen Prospekt mit der Eßzimmergarnitur eines sehr bekannten Möbeldesigners. Für mich sah das erstens aus wie ein Konferenzraum und nicht wie ein Eßplatz und zweitens kostete jeder dieser Stühle sage und schreibe 1.300 Euro.  Ich möchte bitte nichts weiter als wieder einen stinknormalen Stuhl aus Buche (damit es zum Rest passt), mit einer Form, die nicht wackelt und kippelt und einem einigermaßen Katzen resistenten Polster. Und bezahlbar muss er sein!

collwohnen

Sie zentralen Räume – so sieht es bei uns aus:  Küche, Wohnzimmer, Eßbereich im Wintergarten

Wie sieht es aus? Wie wohnt denn ihr? Welchen Stil bevorzugt ihr und was bedeutet euch euer Zuhause? Habt ihr Lust hier im Kommentar oder in euren Blogs darauf zu antworten?

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