Archiv für 17. Oktober 2009

Donnas Schreibprojekt

Hallo an alle, die bei Donnas Schreibprojekt mitmachen! Einige von euch haben meinen Beitrag ja bereits entdeckt – ihr seid gut ;-)

Für die anderen: ihr findet ihn im Schreiben & Lesen – Blog auf den statischen Seiten unter der Rubrik “Kurzgeschichten” und dann unter Hormone.

Mannsbilder

Na bitte – so zweimal im Jahr weiß ich dann doch, wozu sie gut sind .

collauto

Ruckizucki und zwischen zwei Regenschauern wurden die Winterreifen montiert; vorher gab’s natürlich zur Stärkung Apfelstrudel mit Vanillesoße und schönen heißen Kaffee. Aber richtig kalt ist es eigentlich nicht mehr, eher so ein Aprilwetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es und die Temperaturen lagen am Nachmittag immerhin bei 14°C. Aber mein Frosch ist nun winterfein, trotzdem kann ich auf Schnee in der Stadt gerne noch ‘ne Weile verzichten.

Nachgeliefert

porsche2Das Postauto – Stefans VW Porsche 1973

Im tiefsten BosnienRatlos im tiefsten Bosnien

Mit dem nagelneuen Auto machten wir 1973 im ehemaligen Jugoslawien Urlaub. Was waren wir damals naiv! Bekannte hatten uns von Urlaub in Jugoslawien vorgeschwärmt und meinten damit Istrien, so mehr oder weniger hinter der Grenze zu Italien und Österreich. Wir dagegen wollten nach Montenegro und hatten in unserem Yuppieauto nichts weiter als ein Zweimannzelt = Hundehütte dabei. Ich kann von diesem Urlaub Stories erzählen, Leute – es war fürchterlich. Vor allem aber ging das Auto dauernd aus und wir wussten nicht, woran es lag.  Und natürlich hatte in Jugoslawien auch noch niemand ein solches Auto gesehen. Es ging aus und nach einer halben Stunde wieder an, dann wieder aus . . . usw.  Es war ein brühheißer Sommer und später zu Hause erfuhren wir, dass das Ganze auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen war. Die Benzinleitung verlief direkt über einem Wärmeleitblech und bei mehr als 40°C fing das Benzin immer wieder an zu kochen. – Ich habe viel aus diesem Urlaub gelernt. Vielleicht erzähle ich das mal an anderer Stelle. Jede noch so schlechte Erfahrung ist ja für irgendwas gut.  Ach ja – und “Abenteuerurlaub” haben wir in gewisser Weise immer gemacht. Damals konnte ich mich in Montenegro übrigens dank meiner noch rudimentär vorhandenen Lateinkenntnisse mit einer Italienisch sprechenden Montenegrinerin verständigen!

Blow Up

Gestern Abend gab es um Mitternacht rum im WDR mal wieder eine Ausstrahlung des Kultfilmes “Blow Up” von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1966. Ich hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen und bin heute Nacht richtig fasziniert davor sitzen geblieben. Es ist einerseits eine fantastische Dokumentation des Lebensgefühls der späten Sechziger, andererseits wirklich inzwischen ein Film “aus dem letzten Jahrhundert“.  Und das finde ich schon fast verstörend, denn es war meine Jugend. Spannend aber auch zu sehen, wie der technische Fortschritt in der Fotografie und im Film unsere Art zu sehen und zu analysieren verändert hat. Welche Geduld musste man damals aufbringen, wenn es galt einen Film zu entwickeln und die Bilder zu vergrößern. Und wie spannend war es, in der Dunkelkammer über den Schalen zu hängen und zuzusehen, wie  die Motive langsam auf dem Fotopapier auftauchten. Wenn ein Bild nicht so wurde, wie man es sich dachte,  ging das Spiel von vorne los und man hatte außer Nachbelichten und Abwedeln nicht viele Möglichkeiten. Ausschnitt- vergrößerungen gingen bis zu einem gewissen Grad. Im Film kann man gut sehen, wie der Fotograf den größten Abzug im Studio erneut fotografiert, um noch mehr zu sehen.  Letztendlich begrenzte die Körnigkeit der Auflösung – wir sprechen heute von Pixeln – die Darstellung.  Kein Gedanke damals an digitale Aufbereitung, die noch das Letzte aus einem Bild herausholt, wie wir es heute bei der Aufklärung von Verbrechen oft in den Krimis sehen.

Ich kann gut verstehen, dass professionelle Fotografen heute in manchen Fällen auch nochmal gerne zum S/W-Film greifen und analog fotografieren. Das muss sich so ähnlich anfühlen wie alte Beatlessongs von einer LP statt von einer CD zu hören. Trotzdem möchte ich in meinem Hobbyfotografenalltag nicht mehr auf die Digitalkamera verzichten. Und auch die “amerikanische Nacht” im Film sieht schon irgendwie witzig aus.

Die Filmbesetzung von damals: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff -alle längst Filmgeschichte.

Archiv