Mannsbilder

Na bitte – so zweimal im Jahr weiß ich dann doch, wozu sie gut sind .

collauto

Ruckizucki und zwischen zwei Regenschauern wurden die Winterreifen montiert; vorher gab’s natürlich zur Stärkung Apfelstrudel mit Vanillesoße und schönen heißen Kaffee. Aber richtig kalt ist es eigentlich nicht mehr, eher so ein Aprilwetter. Mal scheint die Sonne, mal regnet es und die Temperaturen lagen am Nachmittag immerhin bei 14°C. Aber mein Frosch ist nun winterfein, trotzdem kann ich auf Schnee in der Stadt gerne noch ‘ne Weile verzichten.

Nachgeliefert

porsche2Das Postauto – Stefans VW Porsche 1973

Im tiefsten BosnienRatlos im tiefsten Bosnien

Mit dem nagelneuen Auto machten wir 1973 im ehemaligen Jugoslawien Urlaub. Was waren wir damals naiv! Bekannte hatten uns von Urlaub in Jugoslawien vorgeschwärmt und meinten damit Istrien, so mehr oder weniger hinter der Grenze zu Italien und Österreich. Wir dagegen wollten nach Montenegro und hatten in unserem Yuppieauto nichts weiter als ein Zweimannzelt = Hundehütte dabei. Ich kann von diesem Urlaub Stories erzählen, Leute – es war fürchterlich. Vor allem aber ging das Auto dauernd aus und wir wussten nicht, woran es lag.  Und natürlich hatte in Jugoslawien auch noch niemand ein solches Auto gesehen. Es ging aus und nach einer halben Stunde wieder an, dann wieder aus . . . usw.  Es war ein brühheißer Sommer und später zu Hause erfuhren wir, dass das Ganze auf einen Konstruktionsfehler zurückzuführen war. Die Benzinleitung verlief direkt über einem Wärmeleitblech und bei mehr als 40°C fing das Benzin immer wieder an zu kochen. – Ich habe viel aus diesem Urlaub gelernt. Vielleicht erzähle ich das mal an anderer Stelle. Jede noch so schlechte Erfahrung ist ja für irgendwas gut.  Ach ja – und “Abenteuerurlaub” haben wir in gewisser Weise immer gemacht. Damals konnte ich mich in Montenegro übrigens dank meiner noch rudimentär vorhandenen Lateinkenntnisse mit einer Italienisch sprechenden Montenegrinerin verständigen!

5 Kommentare zu „Mannsbilder“

  • Elke:

    @Helmut: Der war auch nicht “anfällig”, die Sache mit dem Wärmeleitblech war schlichtweg eine Fehlkonstruktion. Zuhause bekamen wir das natürlich sofort behoben.

  • Danke für deinen Reisebericht. So wie ich mich erinnere gab es zwei Varianten des VW-Porsche, einen Motor mit 4Zylinder (914/4)und einen 6 Zylinder Der größe war wirklich ein Porsche (Motor des 911 T). Und da kann ich mir nicht vorstellen, daß der Wagen anfällig war…
    Gestern habe ich einen “kleinen” Prinz fotografiert, die L Ausführung.
    Mit Nachbar fuhr einen organefarbenen TTS, damals ein verkappter Renner.
    Urlaube in Jugoslawien waren damals irgendwie große Mode. ZU DM – Zeiten sehr preiswert. Ich kannte viele, die damals mit dem Wagen anreisten. Als wir, mit dem Bus, der uns vom Flughafen Splitt ins Urlaubsziel beförderte, an der Autofähre warteten trafen wir ein Paar, das mit dem Auto die Urlaubsreise unternommen hatte.
    Heute früh hat der Winter mal zaghaft angeklopft. Und alles mit Raureif überzuckert.

    Start gut in die neue Woche.
    Herzliche Grüße
    Helmut

  • Anne:

    Mein Mannsbild hat gestern auch gestern dem Max seine Winterbereifung verpaßt. Dafür habe ich aber auch seit Tagen schon gequengelt, weil ich einfach keine Lust auf Überraschungen habe.
    Aber nun kann ich beruhigt auf die kommenden Wochen schauen, weil der Max ja eh spätestens im Dezember sein Zuhause wechselt … aber dann ohne Winterreifen, die bleiben hier.

    Schönen Sonntag noch – und liebe Grüße

  • Hallo Elke,
    freue mich schon auf diese Geschichten.In den 70ern haben wir eine ähnlich Tour nach Skandinawien gemacht. Jeden Morgen Zeltabbauen, alles verstauen und dann auf zum nächsten Ziel…Ein Zigeunerleben ohne Luxus aber Klasse…
    Liebe Grüße von Monré

  • Wow, was für ein Flitzer!, – ich kann mir lebhaft vorstellen, welches Aufsehen ihr damals mit diesem Auto erregt habt. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich so deinen Smalltalk lese, denn so in etwa habe ich die meisten Dinge die du schilderst auch erlebt. Urlaub im Zweimannzelt im ehemaligen Jugoslawien kenne ich so wie du, unvorstellbar wäre so etwas heute, damals war’s aber eigentlich ganz lustig. Wir hatten ja sogar noch ein kleines Schlauchboot mit Minimotor dabei, das wäre heute wohl eine Lachnummer. Ja, so vergeht die Zeit …..
    (Der letzte Satz freut mich natürlich besonders :-) )
    Alles Liebe, hab’ noch einen schönen Abend, – ich bin mittlerweile schon in städtischen Gefilden, ist aber auch nicht viel wärmer hier und naß ist es auch. Deine Sunny L

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