Aquis mattiacis
Nochmal nach Wiesbaden. Aquis mattiacis, also die “Wasser der Mattiaker”, steht in großen Lettern über dem Portal des Wiesbadener Kurhauses, das gleichzeitig Casino ist. Die Mattiaker waren wahrscheinlich ein germanischer Teilstamm der Chatten, der in der Umgebung von Wiesbaden, im Taunus und in der Wetterau saß. Wobei mir hoffentlich SunnyLatinus erklären kann, warum das nicht Aquae Mattiacorum heißt. Ich dachte eigentlich, dass Aqua eine weibliche Deklination hat.


Das Kurhaus Wiesbaden, Wahrzeichen seiner eleganten Stadt, ist umgeben von viel Grün und prunkvollen, historischen Gebäuden. 10 Säle und Salons verschiedener Größen und unterschiedlichen Stils, die Restaurants, die Spielbank Wiesbaden – alles unter einem Dach. Gleich daneben die Theater-Kolonnaden mit dem barocken Hessischen Staatstheater. Die Kolonnaden gegenüber sind mit 129 m die längste Säulenhalle Europas. Hier stehen zusätzliche Räume für weitere Veranstaltungen, Sondermessen und Ausstellungen zur Verfügung. Zwischen den Kolonnaden und vor dem Kurhaus liegt das Bowling Green mit seinen beiden dreischaligen Kaskadenbrunnen, eingerahmt von Platanen-Alleen.

Hier darf jeder gerne über den roten Teppich (außen) gehen und gelangt dann in eine gigantische und prachtvoll ausgeschmückte Halle und vielen antiken Elementen. Das ist schon bombastisch, am Anfang weiß man kaum, wo man zuerst hingucken soll. Ich stelle hier mal eine Galerie zum Anklicken rein, sonst werden das zuviele Bilder und ihr müsst ewig scrollen.
Wem nach soviel hehrer Kunst die Sinne anders stehn, der darf hier auch gleich zocken:

Das Staatstheater befindet sich gleich nebenan und der Bau zeigt große Ähnlichkeit mit der Alten Frankfurter Oper. Während unsere Oper aber die Inschrift ziert: Dem Wahren, Schönen, Guten – so mahnt man in Wiesbaden Folgendes an:

Der Menschheit Würde ist in eure Hand gegeben,
bewahret sie!
Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich wünsche euch einen schönen Abend und hoffe, dass euch der Spaziergang durch Wiesbadens Kurpark samt Kurhaus gefallen hat.


@SunnyLatinus: Danke! Besser spät als nie
Der Ablativ also – bisschen seltsam an dieser Stelle – oder?
Tut mir leid, liebe Elke, ich sehe erst jetzt, dass ich direkt angesprochen bin:
Mattiacis wird hier als Adjektiv verwendet und die Übersetzung heißt: „Mit mattiakischem Wasser“ (Ablativ) – der Nominativ: aqua Mattiaca oder Plural: aquae Mattiacae. Das Wasser der Mattiaker: aqua (aquae) Mattiacorum. Adjektiv und Substantiv haben die selbe Form wie bei Romanus,i: der Römer und Romanus 3: römisch.
Ich freue mich schon auf das Nachlesen deiner vielen schönen Einträge, – in ein bis zwei Wochen, werde ich wohl wieder mehr Zeit haben.
Alles Liebe nach Frankfurt!
Hallo liebe Elke,

das ist ja interessant, dass dort die längste Säulenhalle Europas steht!
Wirklich prachtvolle Gebäude und Ausschmückungen, von denen Du schöne Bilder geschossen hast
Danke für den interessanten Rundgang!
Steinreiche Grüße
Helga
Liebe Elke,
das ist wirklich ein prachtvolles Gebäude! Vor allem die Halle gefällt mir ganz besonders. Ja, bei den alten Gebäuden, die so schön erhalten sind, weiß man oft nicht, wo man zuerst schauen soll. Ich finde es auch schön, dass man heute auch als “kleiner Mann” solche schönen Gebäude besichtigen kann, was doch früher eher den Reichen vorbehalten war.
Im Casino würde ich aber wohl nur schauen. Mich würde das Geld reuen, das da verzockt wird, nach dem Sprichwort: Die Bank gewinnt immer
Zu Deinem vorigen Beitrag über die Kürbiscremesuppe: Ja, das habe ich auch die letzten Monate immer wieder gemacht. Ich habe nicht nur Hokkaidokürbisse, sondern auch kleine “normale” Kürbisse, die Gelben Zentner, reingeschnibbelt, mitsamt der Schale. Mein Mann liebt die Suppe sehr. Heute mache ich eine Quiche mit Kürbisraspeln drin. Bin gespannt, ob es schmeckt – ich mache es nach Eigenrezept bzw. Abwandlung der normalen Quiche.
Diese Woche habe ich im Garten schon einiges verräumt. Mein Mann hat die Bohnenstecken verräumt. Jetzt ist nimmer viel zu machen im Garten. Naja, vielleicht gehen die Samen, die ich erst vor ca. zwei Wochen gesät habe, noch auf: Mangold, Winterrettich, Rote Rüben etc. – zumindest könnte ich, wenn sie noch aufgehen, die Blättchen in den Salat tun.
Liebe Grüße, Irmgard
Hallo Elke,
hab grad mal alles auf dieser Seite betrachtet/gelesen – Du schreibst immer so fleißig, dakomme ich gar nicht hinterher
Tolle Fotos aus Wiesbaden zeigst Du, das scheint auch eine sehr schöne und interessante Stadt zu sein. (Man könnte sich so viele Städte ansehen…).
die Kürbissuppe – lecker (auch die Deko oben drauf)! Ich selbst habe noch nie ein Gericht mit Kürbis zubereitet, mag aber den Geschmack sehr gern. Vielleicht versuche ich mich auch mal daran.
Deine Beiträge zum Herbstprojekt sind immer wieder herrlich.
Mir ist es bisher nicht gelungen, ein Eichhörnchen so dicht vor die Linse zu bekommen.
Liebe Grüße an Dich
Katinka
Ich bin wiedereinmal überrascht – habe Wiesbaden niemals mit “Bad” in Zusammenhang gebracht. Ein schönder virtueller Rundgang durch Wiesbadens Kurhaus!
Ich wünsche dir einen sonnigen Tag.
Hallo Elke
Wiesbaden kenne ich nur von der Durchfahrt. Aber dein Bericht ist so gelungen, dass man Lust verspürt eine Städtereise dorthin zu machen.
Liebe Grüße von Monré
Seit mitte der 50iger habe ich mich oft in Wiesbaden rumgetrieben, da meine Familie hauptsächlich in Mainz – noch heute – wohnt.
Wie oft habe ich das Wiesbadener Kurhaus von aussen gesehen, aber ich habe es niemals rein geschafft. Nun bekomme ich Deine interessanten Bilder zu sehen und bedaure es bisher nicht rein gegangen zu sein.
LG KH.
Das Gebäude kommt mir sehr bekannt vor, da war ich auch schon – beim Zusehen im Casino. Vor vielen Jahren verbrachten wir mit Urlaubsbekannten einen Abend in der Spielbank Wiesbaden. Und wo hatten wir uns kennen gelernt ? Du ahnst es sicher – in Jugoslawien ….
Danke fürs auffrischen der Erinnerungen, danke für deine wunderbaren Bilder aus dem Kurhaus.
Herzliche Grüße
Helmut
P.S. Die “schwarze” Uhr bekommt man bei 5 Ausgaben der Zeit und die Madison Uhr bei einem Mini – Abo des managermagazins (3 Ausgaben).