Archiv für 26. Oktober 2009
Crime Time
Ich bin ein Krimi Fan, geb ich gerne zu. Aber gut muss er sein. Fast immer sind es die Tatorte im Ersten, die mir besonders gut gefallen (es sei denn Andrea Sawatzki mischt mit). Das Interessante an den Tatorten ist, dass sie sich selten darauf beschränken einfache Mordfälle zu lösen, sondern fast immer auch brisante Themen angehen. Gestern war es mal wieder das Zölibatgebot der katholischen Kirche (Tempelräuber). Bisher habe ich mir so viele Gedanken dazu nicht gemacht. Ich finde das Zölibat einfach nur unnötig, antiquiert und unmenschlich. Wie unmenschlich es wirklich ist, wurde mir gestern Abend erst so richtig klar. Wir wissen ja längst, dass sich ein Großteil der katholischen Geistlichen nicht wirklich an die Enthaltsamkeit hält. Aber was das für die betroffenen Menschen, die Priester, ihre Lebensgefährtinnen und die gemeinsamen Kinder – vor allem für diese – tatsächlich bedeutet, das kann man sich gar nicht so richtig vorstellen. Man müsste alle Anwärter auf die Priesterweihe dazu kriegen, dass sie sich solidarisch erklären und sagen: So bitte nicht mehr. Da lobe ich mir doch die Religionen und Philosophien, die der Sexualität den naturgegebenen Platz im Leben eines jeden Menschen einräumen. Aber ich fürchte, die katholische Kirche hat einfach Angst davor, dass mit einer Lockerung des Zölibats letztendlich auch wieder das Dogma der Jungfräulichkeit der Maria in Frage gestellt wird. Aber das ist für mich sowieso der größte Blödsinn aller Zeiten. Und ich frage mich immer wieder, wie man einer Religion angehören kann, die von ihren Anhängern den Glauben daran einfordert. – Nee, ich hör auf. Das führt zu nichts.
Crime Time > Heute Abend könnte es im ZDF einen sehenswerten Krimi geben: Der Tote im Spreewald – soll atmosphärisch sehr dicht sein. Für gute deutsche Krimis lass ich alle amerikanischen sausen.
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Gerade via Kerstin (Terragina) entdeckt: 
eine ganz tolle Rezeptesammlung!
Spät aber doch
. . . kommt heute gegen 14 Uhr die Sonne raus. Bis eben herrschte noch Nebel und Kälte vor. Leider muss ich auf den Lieferanten einer neuen Waschmaschine für meine SchwieMu warten. Zwischen halb Zwei und halb Vier hieß es – wenn ich Pech habe, ist die Sonne schon wieder weg, wenn ich endlich Zeit für einen Spaziergang hätte.
Ich mach mir ein paar Gedanken zum neuen Sari Thema: Quadratisch, praktisch, gut. Klar denk ich zunächst an die allseits bekannte Schokolade, die ich auch im Header des LitBLoG verewigt habe. Die Täfelchen in edlem Gold schmecken übrigens ganz lecker. Aber da muss es doch noch was Anderes geben. Ich merke aber, ich mag das Quadratische nicht. Ich finde es sogar irgendwie störend – ehrlich. Mögt ihr quadratische Fotoalben oder Bücher? Ich nicht. Vielleicht liegt es daran, dass man mir als Kind keine Pixiebücher geschenkt hat. Aber irgendwie passen quadratische Bücher schlecht ins Regal. Rechteckig ist okay . . . aber quadratisch? Ich mochte auch Mathe nie, bin da völlig talentfrei. Aber die Schulhefte, die man dafür brauchte, hatten diese quadratischen Kästchen – ätzend!
Sowas war doch höchstens zum Schiffe versenken gut.
Immerhin ließ sich mit dem Quadrat noch einigermaßen rechnen, vier rechte Winkel – das war in Ordnung. Viel schlimmer war dann schon die Sache mit der Quadratwurzel. Kein Wunder, dass ich in meinem späteren Beruf von allen Arbeiten die Wurzelbehandlungen am wenigsten mochte. Da war ich mir mit meinen Patienten einig.
Ich mag keine Quadrate! In der Natur ist alles rund oder wenigstens abgerundet und selbst schroffe Berge sind trotzdem nicht quadratisch. So ein Quadrat ist was total künstliches. Stickkästchen- ach du lieber Himmel, nannte sich das Zeug Stramin? Damit hat man mich in der Schule doch auch gequält.
Dias? Waren Dias quadratisch? Ich glaube fast. Kein Wunder, dass ich Papierbilder vorgezogen habe. Ich kann mich in meiner Wohnung noch so sehr umgucken: es gibt da nichts Quadratisches außer . . . diesen da:

Aber so richtig gut ist das Zeug ja auch nicht! Da stecken die bösen Kalorien drin.
CD Hüllen sind quadratisch, stimmt! Quadratisch, praktisch aber gut? Irgendwann gehn sie meistens kaputt. Und wenn man sich den Inhalt anhört, weiß man nicht wohin mit der Hülle. Nein, ich mag keine Quadrate!
Übrigens: Alle Galerien mit den Fotos zu den Projekten sind tatsächlich mal wieder up to date *mirmalaufdieschulterklopf*. Wer will, kann sich die Bilder also hintereinander angucken. Zugang zu den Galerien? Oben unter dem Header in der Menüleiste.
Wusstet ihr
. . . (ihr Deutschen, mein ich jetzt mal), dass Google landesspezifische Logos präsentiert? Als ich eben in einem Blog aus Österreich sah, dass in unserem Nachbarland heute Nationalfeiertag ist, hab ich mal geguckt, ob Google da ein besonderes Logo zeigt – nö. Dann kam ich aber zum ersten Mal – wie peinlich – auf die Idee zu gucken, ob es ein google.at gibt. Und voila – natürlich und dort präsentiert die Suchmaschine auch prompt ein Bildchen zum Tag.

Aufgrund von politischen, sprachlichen und ideologischen Bedingungen wurde Österreich lange Zeit als Teil einer deutschen Identität aufgefasst (so steht’s in Wikipedia) und erst 1965 wurde der gegenwärtige Nationalfeiertag festgelegt, der mit der immerwährenden Neutralität Österreichs verknüpft ist.
Nun denn, ihr lieben Nachbarn – genießt das verlängerte Wochenende. Oder müsst ihr am Nationalfeiertag arbeiten?

