Halloween?
Also mein Ding ist das nicht, auch wenn es immer populärer wird. Für mich nimmt diese Nacht zum 1. November immer faschingsähnlichere Züge an und dieses Trick or Treat der Kinder find ich eher nervig. Gehn wir mal davon aus, dass das kirchliche Allerheiligen zurück zu führen ist auf das keltische Samhainfest, so ist der Grundgedanke der augenblicklichen Nächte doch ein Innehalten, ein Akzeptieren der dunkleren Jahreszeit, ein Akzeptieren des Werden und Vergehens in der Natur ebenso wie von uns Menschen. Unser Problem ist wohl, dass viele Menschen das nicht vertragen.

Nicht von ungefähr boomt der Jugendwahn und Dinge wie der Tod werden weit, weit weggeschoben. Also macht man lieber Party als dass man mal daran denkt, dass die dunkle Jahreszeit als Ruhezeit auch ihre Berechtigung hat. Der Geisterglaube mag ja zu Halloween gehören, schließlich sollen unsere Altvorderen auch davon überzeugt gewesen sein, dass in der Samhainnacht der Übergang zur Andernwelt durchlässig wird und man durchaus den Geistern der Verstorbenen begegnen könnte. Nur – was haben Vampire, Zombies und andere fürchterliche Faschingsgewänder dabei zu suchen? Wie so viele andere Feste auch wird auch Samhain/Halloween/Allerheiligen von der Konsumindustrie pervertiert und (fast) alle laufen hinterher.



Wie immer ihr es haltet, macht es euch gemütlich an diesem Wochenende!


@Thea: Danke für den historischen Rückblick. Ich habe diesmal darauf verzichtet, die Geschichte zu erzählen, weil ich das bisher eigentlich jedes Jahr getan hatte.
Hallo Elke,
nicht nur dass dieses “Halloween” feiern immer mehr “Kult” wird, es ist eine vorgezogene Karnevals-Feier, und boomt…
Den Ursprung und die Bedeutung hast du ausführlich beschrieben…Aber dieses Jecke-Treiben hat rein garnichts damit zu tun…
Liebe Grüße in deinen Tag,
Monré
Liebe Elke mir geht es wie Dir, ich kann auf diesen Brauch, oder eigentlich dessen Auswüchse auch verzichten.
Das eigentliche Fest hat ja seine Wurzeln in Irland.
Um sich vor den Geistern der Toten, Hexen, Dämonen zu schützen wurden mit Getreideopfern grosse Feuer entzündet um die Seelen der Verstorbenen zu beschwichtigen; auch verkleidete man sich mit Tierfellen und Tierköpfen um die Geister zu erschrecken. Vor den Häusern wurden kleine Gaben aufgestellt, die die Geister besänftigen und sie von Untaten abhalten sollten; später ging man dazu über, Gesichter in Rüben zu schnitzen, um die Geister glauben zu machen, an diesem Ort hause bereits eine verdammte Seele.
Während der grossen Hungersnot 1845-1850 in Irland wanderten Hunderttausende Iren nach Amerika aus, und brachten den Brauch von Halloween mit in die neue Welt. Und weil Rüben damals in Amerika nur wenig verbreitet waren, wurde aus dem Rübengesicht bald die “Kürbislaterne” Jack o’Lantern.
Liebe Grüße und hab ne schöne und gute Nacht
Thea
Schön geschrieben und viel wahres dran, was sich allerdings bezgl. Kommerz auch auf alle christlichen Feiertage beziehen läßt. Ist ja auch egal, bei solchen Dingen gehen die Meinungen halt sehr weit auseinander…
Sei lieb gegrüßt und habe auch Du ein angenehmes Wochenende.
Kvelli
Recht haste, ich kann mit Halloween auch so gar nix anfangen, früher kannte ich das nicht mal. Hier ist es auch nicht verbreitet. Nur eben die 2 Stunden Kinderfest auf dem Schlosshof, das eigentlich mehr die Aufführung eines Theaterstücks ist, gibt es seit ein paar Jahren.
Ich hab das herrliche Wetter heute nochmal für einen Ausflug genutzt und ein paar Herbstfotos geschossen. Nun würde ich mich gern an dein gemütliches Feuerchen hocken. Mach dir einen schönen Abend.
Tschüssi Brigitte
Ja, ein ganz gemütliches Wochenende wird das werden – ohne den ganzen Halloween-Quatsch. Und so ein nettes Feuerchen im Kamin…Herrlich!
Ganz liebe Grüße zu dir, liebe Elke!
Donna