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Gestern Abend habe ich mal wieder ausschließlich hr-Regionalprogramm geguckt. Zunächst ging es um hessisches Fachwerk, wobei dort immer wieder ausgiebig der Hessenpark in Neu-Anspach gezeigt wurde. Dass Fachwerkbau eine alte Kunst des Hausbauens darstellt, war mir klar, aber über das “wie alt” habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Das älteste bekannte Fachwerkhaus in Hessen ist 800 Jahre alt und wurde im Schlosshof von Romrod entdeckt. Was auch wieder zeigt, wie oft alte Fundamente und Bauten später von neueren überbaut wurden. Seit gestern Abend weiß ich auch, dass Hessen nicht nur ein Bäder- und Burgenland ist sondern eben auch ein Land der Fachwerkarchitektur. Übrigens – kennt ihr die Deutsche Fachwerkstraße? <<< Ein Klick führt euch zu einer interessanten Seite.

Eine mir völlig andere Interpretation des Themas Fachwerk lernt ich dann im Verlauf der Sendung während eines Interviews mit einem Frankfurter Architekten kennen. Prof.Klaus Bollinger leitet gemeinsam mit seinem Partner ein international agierende Ingenieurbüro. Er erklärte, dass das Prinzip des Fachwerkbaus heute auch in ganze modernen Stahl-Glaskonstruktionen angewendet wird. Fachwerk bedeutet für ihn weniger die Materialkombination aus Holzstreben, Stroh und Lehm sondern mehr die Versteifung viereckiger Grundgerüst durch eine Diagonale. Wenn man sich unter diesem Gesichtspunkt Frankfurts Hochhaustürme oder Brücken anguckt, dann entdeckt man in der Tat viel mehr Fachwerk als die der Ostzeile auf dem Römerberg.

Später gab es im Rahmen des “Stadtgespräches” eine interessante Diskussion zum Thema Schweinegrippe: Impfen oder nicht impfen. Jürgen Banzer, der hessische Gesundheitsminister hat sich impfen lassen und wie er sagt mit dem eher umstrittenen Impfstoff Pandemrix , Prof. Dr. Wilhelm Doerr, Virologe an der Frankfurter Uniklinik nahm Stellung zu den wissenschaftlichen Aspekten, ebenso waren zwei Hausärzte dabei , die eigentlich nur zur weiteren Verunsicherung beitrugen. Der Eine war eher ein Gegner der Grippeimpfung, hat sich aber selbst geimpft, um die Patienten, die er Risikogruppen zuordnet, auch überzeugen zu können (Respekt!), die andere Ärztin machte auf mich einen total unsicheren Eindruck, zu ihr würde ich vermutlich als Patient überhaupt nicht gehen. Sie lässt sich selbst nicht impfen, man merkt ihr die eigene Angst vor den Nebenwirkungen an. Ich fand die Argumentation von Prof. Doerr einleuchtend, dass die Ärzte selbst natürlich einen vorzüglichen Überträger des Virus darstellen können und es somit für sie an sich selbstverständlich sein sollte sich impfen zu lassen. Das ist natürlich ein Dilemma und ich bin einmal mehr froh, dass ich nicht mehr praktiziere.
Erleuchtung? Eher nicht!
(Laterne im Wiesbadener Kurpark)
Nächste Woche ist mal wieder Hessischer Zahnärztetag, eine Großveranstaltung, die mir mit ihrem Gedränge niesender, hustender und schniefender Menschen im November noch nie gefallen hat. Mein Mann muss aus beruflichen Gründen daran teilnehmen, mir ist nicht wohl dabei. Ich habe ihm geraten es sich gut zu überlegen, vor allem wenn er sich gesundheitlich nicht auf der Höhe fühlt. Ein halbes Jahr vor seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben muss er sich meiner Meinung nach diesem Risiko nicht mehr unbedingt aussetzen. Denn ich finde, das Beste, was man im Moment für sich selbst tun kann, ist dass man Großveranstaltungen aller Art meidet.
Lieber raus an die frische Luft! Allerdings ist das Wetter heute nicht verlockend.
Ich mag schöne alte Straßenlaternen – ihr auch?


Sehr schöne und ungewöhnliche Perspektiven, Elke. Gefällt mir.
Solche “alten” Straßenlaternen findet man leider nur noch sehr selten.
LG Jürgen
@Monré und Elfe: Ich habe mich ja schon in anderen Blogs zur Schweinegrippe geäußert und dass ich nicht vorhabe mich impfen zu lassen. Trotzdem fand ich die Sendung sehr interessant. Was mich auch erstaunt hat, das ist, dass die bisher in Deutschland registrierten Fälle sich sehr unterschiedlich verteilen. Während es offenbar in Bayern und Nordrhein-Westfalen bereits eine hohe Durchseuchung gibt, hat Hessen bisher noch kaum Fälle registriert. Was mich angesichts des Frankfurter Flughafens doch sehr wundert. Eine Erklärung dafür gibt es keine.
Hallo Elke,
erst einmal zu den Begriff “Fachwerk”, ich dachte bis jetzt auch immer an Holz, Stroh und Lehm, zumal ja manche Archtekten diese alte Bauweise wieder aufgreifen. Aber die andere Variante leuchtet mir auch ein. In Calw im Schwarzwald gibt es wunderschöne Fachwerkhäuser…
Das Thema Schweingrippe ist auch bei uns in NRW in aller Munde…Und impfen Ja oder Nein, muss jeder für sich entscheiden….Ich möchte nicht….
Und alte Straßenlaterne sehen doch besser aus als die schmucklosen Modernen.
Liebe Grüße von Monré
Liebe Elke
Ja so alte Strassenlaternen mag ich auch sehr gerne. Ebenso das Haus oben mit der Bepflanzung und die Lampe ist ja auch gleich dabei.
Die letzten Jahre habe ich mich auch impfen lassen gegen die saisonale Grippe, um in meinem Arbeitsfeld niemanden anzustecken, und auch auch weil ich einmal selbst eine echte Grippe hatte mit fast 40 Grad Fieber von einer Stunde zur nächsten.
Da ich nun nicht mehr mit Menschen arbeite und ich mich letztes Jahr mitsamt der Grippeimpfung extrem schlecht fühlte, will ich es dieses Jahr mal ohne Impfung versuchen. Was die H1N2 Grippe Impfung anbelangt, warte ich noch ab, hier läuft jetzt die Impfaktion an, doch wie ich gelesen habe, wollen sich laut Umfrage etwa 84% NICHT impfen lassen. Sie haben hier viel zu viel Impfstoff eingekauft, jetzt haben sie davon in die Ukraine geschickt.
Bis jetzt kenne ich niemanden hier, der diese Schweinegrippe erwischt hat und ich hoffe, es bleibt so.
Liebe Grüsse in deinen Tag
Elfe