Kirche & Geschichte

Geschichte hat mich schon immer interessiert, war sogar in der Schule eines meiner Lieblingsfächer. Im Moment tauche ich mal wieder tief in die deutsche und die europäische Geschichte ein. Vieles darüber weiß ich schon lange, aber neue Erkenntnisse als auch mehr oder weniger gute bildliche Darstellungen im Fernsehn oder Kino lassen mich immer wieder neugierig werden. Letztes Jahr bekam ich zu Weihnachten eine Kassette mit vielen DVDs zum Thema “Die Deutschen – wer wir waren, wer wir sind”. Die Sendungen liefen damals im TV rauf und runter und ich habe die DVDs bis heute nicht angerührt. Gestern Abend habe ich mir dann die beiden ersten über Otto I. und Heinrich IV. (Gang nach Canossa) angeschaut und wieder viel dazu gelernt. Interessant sind auch die Gespräche mit Historikern auf den DVDs. Irgendwie kam mir früher diese Geschichte des frühen Mittelalters schrecklich weit weg vor. Heute denke ich eher, dass das alles gar nicht solange her ist und wie unendlich viel sich in 1000 Jahren doch verändert hat.  1000 Jahre – das sind 10 x 100 Jahre. Früher fand ich das viel. Heute werden viele Menschen an die hundert Jahre alt. Vielleicht schrumpft für mich die Zeit deshalb plötzlich so zusammen. Wusstet ihr, dass die ersten deutschen Kaiser samt Hofstaat im Grunde noch eine Art Nomaden waren? Man (ich) stellt sich immer vor, dass die auf ihren Burgen oder Schlössern saßen und von dort das Reich regierten. Das war vor tausend Jahren keineswegs der Fall. Die zogen fast das ganze Jahr mit ihrem Tross durch’s Land und machten immer nur mal einige Wochen bei einem Kloster, einer großen Kirche oder einer befestigten Anlage halt. Dort mussten sie dann von der ortsansässigen Bevölkerung verköstigt werden. Kein Wunder also, dass in vielen bedeutenden Domen und Kathedralen immer noch die Throne der Herrscher zu sehen sind. Dort wurde nicht nur gekrönt und beerdigt  sondern von dort wurde auch regiert.

sarkophagSteinerner Sarkophag im Frankfurter Dom – das sogenannte Heilige Grab
Der Raum vor der Wahlkapelle trägt den Namen Magdalenenkapelle

5 Kommentare zu „Kirche & Geschichte“

  • Hallo liebe Elke,
    danke für die tolle Frankfurter-Dom-Führung. In Kirchen gibt es immer unheimlich viel zu entdecken. Als wir Kinder waren, ist meine Mutter in den Ferien in jede Kirche gerannt und wir mußten immer hinterher. Hätte nicht geglaubt, dass ich das mal freiwillig mache…
    Allein dieser Sarkophag ist ja ein Meisterwerk der Bildhauerkunst und erzählt mit seinen Darstellungen eine ganze Geschichte.
    Ich wünsche Dir eine erlebnisreiche Woche!
    Steinreiche Grüße
    Helga

  • Den Dom zu Speyer habe ich shcon besucht. Es lohnt sehr…
    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

  • Liebe Elke, sei herzlich gegrüßt.
    Geschichte zu erlesen ist sehr spannend und interessant und Du schreibst auch immer viel geschichtlichen Hintergrund für Deine Blog-Bilder. Das finde ich auch sehr schön und informativ. Somit betrachtet man die Bilder viel intensiver.
    Das Musikschule-Konzert war wunderbar. Das Klarinettenspiel mit Klavierbegleitung war, wie auch der Gesang von Arien, ein Zuhörergenuß. Auch alle anderen Darbietungen waren höchste Qualität. Erstaunlich, was in so manch Einem für musikalisches Potential steckt. Die Flötenkinder spielten das bekannte “The Teddy bears´picnic” von John Bratton. Dabei denke ich immer an so ein Orchestrion.
    Nun haben wir, der Seniorenchor der Musikschule, ab Mittwoch die Proben für die Weihnachtslieder und für die Auftritte am 6. und 19.12. Wahrscheinlich kommen noch 2 Termine dazu. Mir macht das Singen sehr viel Freude.
    Im Januar gehe ich mit der Schul- und Radlfreundin zur Nofretete in´s Museum. Da werden wir auch viel Geschichte neu erleben. Es ist schon eine Weile her, als ich dort war. Wegen des zerstörten Hauses waren viele Ausstellungsexponate in den anderen Museen gezeigt worden. Nun zeigen sich ja dort alles im neuem Glanze.
    Wir wollten in der letzten Novemberwoche schon dort hin, aber durch den Besucherandrang gibt es zur Zeit nur auf Voranmeldung Einlaß. Wir sind ja nicht von Außerhalb, also warten wir bis zum nächsten Jahr, wenn es sich etwas beruhigt hat.
    Heute ist hier ein grauer Tag, aber mild.
    Jetzt gehe ich mit Tamy den vorletzten Gassispaziergang. Eben gab´s einen lauten Knall, so daß Tamy bestimmt nur widerwillig mit mir runtergehen möchte. Aber die Zeit ist ran. Ich gehe alle 4 Std. mit ihr.
    Also dann, bis zum Wiederlesen, alles Gute und tschüssi, winke, winke, Brigitte

  • Elke:

    @Brigitte (La Palma): Mit der Geschichte vor unserer Zeitrechnung ist das nochmal ganz anders, finde ich. Von den Ägyptern weiß man heute zwar auch eine Menge – wie gut dass die ihre Geschichte in Stein verewigt haben – aber man weiß wiederum im Verhältnis zur Epoche doch recht wenig. Da hat man das Gefühl, als sei in tausend oder zweitausend Jahren nicht viel passiert. Unsere Zeit oder besser gesagt, das was in unserer Zeit passiert, ist alles ungeheuer beschleunigt.

  • Liebe Elke

    Ich kann gut verstehen was du mit der “Zeit” meinst. Mich fasziniert die altägyptische Geschichte, ich habe viel gelesen, gesehen, war mehrmals in Ägypten. 1000 Jahre sind da irgendwie viel kürzer.

    Wünsch dir einen schönen Sonntag
    Liebe Grüsse
    Brigitte

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