Archiv für Dezember 2009
Blue Moon
Einen ganz besonderen Vollmond gäbe es heute theoretisch – aber praktisch wohl eher nicht – zu sehen: den Blue Moon. Obwohl der Vollmond keineswegs blau erscheint, so hat sich dieser Begriff für den zweiten Vollmond innerhalb eines Monats eingebürgert, was relativ selten vorkommt. In diesem Monat hatten wir bereits am 2. Dezember Vollmond, heute geht er um 20:12 Uhr auf. Ihr könnt ja mal gucken, ob ihr was seht (aber bei den Wolken *seufz*). Auch eine partielle Mondfinsternis gäbe es heute zu beobachten, die aber sowieso nicht besonders auffällig wäre, weil zu ihrem Höhepunkt um 20.23 Uhr nur acht Prozent des scheinbaren Mondscheibendurchmessers im Kernschatten der Erde stehen. Ich schätze, dass das Silvesterfeuerwerk heute um Mitternacht eindrucksvoller sein wird.
Im englischen gibt es auf Grund des Phänomens Blue Moon das geflügelte Wort: “Once in a blue moon“, was ein seltenes Ereignis meint.
Da das englische Wort “blue” nicht nur eine Farbe beschreibt sondern oft auch für einen melancholischen Zustand steht, verbinden vermutliche viel Menschen den “blue moon” mit entsprechenden Gefühlen. Ich habe dazu auch vor einigen Jahren mal ein Gedicht geschrieben.
Blue Moon
Ein tiefer zufriedener Seufzer
Das Gefühl von noch warmem Sommergras
Deine nackten Füße berühren meine,
Gedanken schwingen sich zu den Sternen hinauf.
Nur in solchen Augenblicken spürst du
Wie sich der Himmel öffnet . . .
Da – eine Sternschnuppe fällt für dich
Als Erinnerung im nächsten Winter.
* copyright EH
Sich bei diesem tristen Wetter an eine Sommernacht mit Vollmond zu erinnern – nicht der schlechteste Gedanke!

Jahresende
Mir ist, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir die Jahrtausendwende begangen haben und nun schlittern wir bereits wieder in ein nächstes Jahrzehnt. Aber alles in allem sind das für mich nur Zahlen, die mir im Grunde nicht viel bedeuten. Ich denke, ich werde dieses Jahr nicht viel anders beenden als es die letzten 364 Tage verlaufen ist und den morgigen 1. Januar 2010 auch nicht anders begehen als jeden x-beliebigen Tag. Ich hoffe allerdings auf ein bisschen besseres Wetter. Seit Wochenbeginn haben wir nun Dauergrau, aber wenigstens hat’s mal aufgehört zu regnen. Im alten Haus ist prompt mal wieder die Heizung auf Störung gegangen, das lieben wir immer besonders vor Feiertagen oder dem Wochenende. Im Moment kann man sie noch in Betrieb setzen, wenn man die Automatik ausschaltet und per Hand fährt, aber das ist natürlich für die Nacht blöd. Aber besser, als wenn drüben alles friert
.
Sodele, der Herd piept, ich muss die Kartöffelchen für den abendlichen Kartoffelsalat abgießen. Habt noch einen schönen 31. Dezember und rutscht heute Abend gut ins NEUE JAHR! Eure Elke
Ach ja – und ab morgen geht es HIER weiter! ![]()
In Gedanken
. . . bin ich jetzt nur noch bei Sunny. Es ist schrecklich. Mehr gibt es im Moment dazu nicht zu sagen.

Stellt euch vor
. . . der Impfstoff ist da und keiner geht hin (zum Impfen). Als ob ich es nicht geahnt hätte und schließlich hat’s die Vogelgrippe doch vor ein paar Jahren vorgemacht. Wo ist sie denn nun abgeblieben, die neue Pest des 21. Jahrtausends? Irgendwann vor Weihnachten hatten die meisten vermutlich genug von diesen Horrorgeschichten, die Feiertage wurden viel interessanter und inzwischen redet keiner mehr von der Grunzgrippe. An Schweine denken wir in diesen Tagen vermutlich nur noch in Form von Glücksschweinchen oder Koteletts. Nur die Regierung hat jetzt den Schwarzen Peter, die würden die gehorteten Impfstoffe liebend gerne wieder an die Pharmaindustrie zurück geben und die bestellten Chargen stornieren. Das sind so Situationen, in denen ich wirklich kein Politiker sein möchte. Denn . . . ja, es hätte natürlich auch anders kommen können. Das Einzige was mich in unserer Zeit wirklich stört, das sind die Horrorszenarien, die vor allem von den Medien hochgepuscht werden. In meinem Bekanntenkreis und auch in dem meiner Männer gab es nicht einen einzigen nachgewiesenen Fall von Schweinegrippe. Würde ich also in einem Tal der Ahnungslosen wohnen, wüsste ich bis heute nicht, dass mich diese Erkrankung theoretisch bedroht hat.
* * *
Was ich euch noch zeigen wollte – Zahnarztphobiker bitte weggucken – ist ein Foto, das mir die liebe Blechi vor Weihnachten geschickt hat. Ihr erinnert euch an ihre Beiträge im Adventskalender, die mit richtig schönen Bilder aus Seiffen im Erzgebirge geschmückt waren. Ich glaube, das Bild, das ich euch zeigen möchte, war nicht dabei:

Alle Jahre wieder
. . . rennen die Leute nach den Feiertagen sofort wieder in die Einkaufszentren. Als ich heute Mittag Richtung MTZ gedüst bin – wollte nur tanken, weil’s da immer am preiswertesten ist – staute sich die Autoschlange schon am Ortsausgang von Unterliederbach, dort wo die Autobahnausfahrt runter kommt. Da hab ich gleich gesehen, dass ich am Stau vorbei nach Oberliederbach raus gefahren bin. Dort hab ich dann getankt und bin auch gleich zum Al*i einkaufen gegangen. Nebenbei bemerkt – es herrscht ein absolutes Schietwetter. Es regnet, am Anfang war’s so eine Art Eisregen, nun ist es normaler, aber alles andere als schön. Ich hab gemacht, dass ich wieder nach Hause gekommen bin. So richtig gut drauf bin ich eh nicht. Die Rückenschmerzen und Verspannungen machen mir immer noch zu schaffen und wenn ich es zulassen würde, könnte ich mir eine kleine Winterdepression einreden. Aber das lass ich nicht zu.
Gestern Abend ziemlich spät gab’s auf Pro7 die dritte Tudorstaffel. Also ich muss sagen, es war ein Fehler, dass der Heinrich seine Anne Boleyn hat hinrichten lassen. Seitdem diese kapriziöse Dame aus der Serie verschwunden ist, ist es doch ziemlich öde dort. Außerdem hat man die Darstellerin der Jane Seymour ausgetauscht, was mich ausgesprochen irritiert, obwohl die neue Schauspielerin vermutlich der echten Jane sogar näher kommt. Die soll ja auch ziemlich langweilig gewesen sein. Also insgesamt reißt mich die drittel Staffel bisher nicht vom Hocker. In erster Linie ging es gestern Abend um den Aufstand der katholischen Landbevölkerung gegen Cromwell, der mit des Königs Einverständnis die Klöster enteignete, ausraubte und ziemlich viel Kulturgut zerschlug. Die englische Bevölkerung konnte einem in dieser Zeit eh leid tun, aber wo war das eigentlich anders? Bis ins letzte Jahrhundert hinein haben ja immer die Machthaber ihre Spielchen spielen können, ob in Europa oder anderswo. Und ist das heute anders? So sehr viel, will mir scheinen, auch nicht. Oder fragt irgendwer unsere Bundeswehrsoldaten, ob sie in Afghanistan den Kopf hinhalten wollen?
