Archiv für die Kategorie „Bücher“

Buchrezension: Öland

Öland ist eine schwedische Ostseeinsel in der Provinz Kalmar. Sie ist erst seit 1973 mit dem Festland durch die sechs Kilometer lange Ölandbrücke verbunden.

Öland ist auch der Titel eines Kriminalromanes, den ich gerade zu Ende gelesen habe. Ich schreibe mal bewußt nicht “Krimi”, weil für mich der Roman, die Geschichte als solche, das Wichtigste ist. Ein Buch, das ich gerne weiterempfehle. Weiterlesen HIER.

Und wenn ich es mir so richtig überlege, dann habe ich mit diesem Buch auch gleich noch das für diese Woche erledigt *lol*.  Also ehrlich, zu “Ö” fällt mir auch sonst nicht viel ein. Ich könnte höchstens ein paar uralte Österreichfotos zusammen suchen. Zum Skilaufen waren wir früher fast jeden Winter in unserem Nachbarland.  Aber seit wir im Winter lieber die Sonne suchen oder uns unter Wasser begeben, ist Österreich etwas in den Hintergrund getreten.

Der Kaiserdom

Ein bisschen Lust auf  Geschichte? Ich kann ja nicht immer nur das schöne Wetter preisen. Trotzdem – hätte mir wer Ende Oktober  – als es so s*ukalt war – oder beim Dauerregen letzte Woche gesagt, dass ich heute im T-Shirt in der Sonne stehen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Aber nun zum Kaiserdom St. Bartholomäus.

nordeingangEingang auf der Nordseite (Braubachstraße / Domplatz)
links von den Bäumen verdeckt das Kaiserportal

kaiserportalDie Figuren (aus dem 19.Jahrhundert) stellen Jesus und seine Apostel
sowie weitere Verwandte Jesu dar.

Der Hügel, sprich Römerberg, auf dem auch der Dom steht, war in alten Zeiten eine Maininsel. Der Main fließt südlich daran vorbei, aber damals existierte ein Seitenarm – die Braubach – der nördlich floß. Dieses Flussbett ist heute die Braubachstraße. Die Ursprünge unseres Doms liegen vermutlich mit einer ersten Bebauung um 500 n. Chr.  Es gibt im Dom eine Tafel, welche die einzelnen Erweiterungs- und Umbauten sehr schön verdeutlicht. Im Bereich der ersten kleinen Saalkirche wurde ein merowingisches Mädchengrab gefunden. Der heutige Bau ist eine dreischiffige, gotische Hallenkirche, in der es enorm viel zu bestaunen gibt.  Trotz vielen prunkvollen Altäre und trotz der verschiedenen Einflüße besticht mich doch die eigentlich schlichte Klarheit des gesamten Baus. Alles wirkt in sich stimmig. Im Mittelalter war der Dom, der nie Bischofskirche war, Sitz des kaiserlichen Domstiftes St. Bartholomäus, seit 1356 Wahlort der Deutschen Könige und ab 1562 Krönungsort der römischen Kaiser.

mhimmelaltarDie Vorhalle mit dem barocken Maria-Himmelfahrt-Altar

langschiffBlick durch das Mittelschiff nach Süden zum Hochchor

gewölbeBlick nach oben im Mittelschiff mit den bemalten Kapitellen

altarraumblau

Der gotische Hochaltar im Hohen Chor, ursprünglich aus Sachsen stammend (15.Jahrhundert)
Der Altarraum kann nicht betreten werden

wahlkapelleDie ehemalige Wahlkapelle / Raum für das stille Gebet

Die Wahlkapelle des Domes, in der die Deutschen Könige gewählt worden sind, ist heute ein Raum für das stille Gebet. Sie befindet sich süd-westlich des Hohen Chores.  Frankfurt war in der Goldenen Bulle Karls IV. von 1356 als Ort der Königswahl festgelegt worden. Seit der Zeit Maximilians I. galt der von den Kurfürsten zum König Gewählte auch ohne Zustimmung und Krönung durch den Papst als Erwählter Römischer Kaiser. In der Folge galt auch die Königs- zugleich als Kaiserkrönung. Sie fanden von 1562 an – in der Regel wenige Tage nach der Wahl – ebenfalls in Frankfurt statt. Diese Tradition endete erst mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation (Zitat aus Wikipedia). Vorher fanden die Kaiserkrönungen in der Peterskirche in Rom durch den Papst statt.

Ich glaube, das reicht erstmal. Ich bin selbst immer noch überwältigt von dem, was ich alles im Dom gesehen habe und von dem, was ich inzwischen über den Dom und seine Geschichte nachgelesen habe. Ganz sicher werde ich ihn bald wieder aufsuchen und diesmal etwas besser vorbereitet. Das war wieder so eine typische Lehre: da lebe ich seit 56 Jahren in Frankfurt, schau mir überall sonst in der Welt Kirchen an, aber unseren Dom kenne ich kaum. Das gilt außerdem für so manches andere in Frankfurt und Umgebung, aber ich bin ja nun – versehen mit der nötigen Zeit – dabei, es endlich in Angriff zu nehmen. Die heutigen Fotos und weitere gibt es jetzt auch auf der MainZauber Homepage unter “City” zu sehen.

Ich habe mir übrigens gerade die DVDs  “The Tudors” gekauft, die ich teilweise im Fernsehn in englischer Sprache gesehen habe. Auch die englische Geschichte um Heinrich VIII., die ja mit der Geschichte ganz Europas innig verflochten ist, ist höchst interessant. Wobei die Fernsehserie bei mir viele Fragen offen lässt, aber es gibt ja Bücher und das Internet ;-)

Apropos Bücher. Da brachte mir doch heute die Post völlig überraschend ein Bücherpaket, Absender eine ganz liebe Internetfreundin, die ich vor einigen Jahren auch persönlich kennengelernt habe. Das hat mich total vom Sockel gehauen. Ein dickes Dankeschön und liebe Grüße nach Nürnberg!!!

Schreiben & Lesen

Schreiben & Lesen - der MainZauber LitBLoG

Schreiben & Lesen - der MainZauber LitBLoG

Ich bin mit einem neuen Blog online! Schreiben & Lesen ist mit allen Inhalten auf den eigenen Webspace umgezogen, zu erreichen unter der URL http://mainzauber.de/litblog. Also das heißt, so richtig neu ist der Blog damit garnicht ;-)

Er funktioniert nun in allen Bereichen wie die anderen Blogs und auch die URL ist nun entsprechend einfach: http://mainzauber.de/litblog. Wer von hier kommt oder vom Gartenblog muss also nur das “litblog” hinter dem mainzauber.de einfügen – fertig!

Ich habe mit dem Umzug auf den eigenen Webspace mehr Möglichkeiten den Blog zu gestalten – auch transparenter zu gestalten, besser gegen Spam zu schützen und vieles mehr.  Ich würde mich freuen, wenn die Leser des alten Maintext Blogs (und vielleicht noch ein paar zusätzliche) mir zum neuen Blog folgen und ich euch dort wieder begrüßen darf.

Neu: Schreiben & Lesen – Der MainZauber LitBLoG

Auf dem Mainzauber LitBLoG werden  von mir weiterhin Buchrezensionen veröffentlicht und derzeit die Kurzgeschichten zu Donnas Schreibprojekt und meine Beiträge zu Damals & Heute, dem Projekt von Elke Zedlitz.

* * *

Achtung an alle WordPressnutzer: ich habe den neuen Blog gleich auf die allerneueste Version 2.8.5 gebracht und prompt wieder Kauderwelsch im Dashboard. Ich kann momentan niemandem zum Update raten. Der Leser sieht davon allerdings nichts, da ist die neue Version unproblematisch.

Schreiben …

oder nicht schreiben (lernen, tun, professionell oder auch nicht …)

Ich bin derzeit mal wieder hin und her gerissen zwischen dem Wunsch mich dem professionellen Schreiben nochmal ganz zu “verschreiben” oder die Finger davon zu lassen. Das hat sicher auch etwas damit zu tun, dass mich die “Schule des Schreibens” mal wieder mit Angeboten für Fernkurse bombadiert. Aber genau das möchte ich nicht. Erstens glaube ich nicht, dass ich dort sehr viel mehr lernen kann, als ich in Online Schreibworkshops schon erfahren habe, zweitens ist diese Sache s*uteuer und zweitens krieg ich das Grinsen, wenn ich lese, dass meine erste Kurzgeschichte garantiert veröffentlicht wird. Und wo? Nein, doch bestimmt nicht bei einem renomierten Verlag, das kann mir keiner erzählen, sondern ziemlich sicher auch bloß wieder in irgendeiner Anthologie, die niemanden interessiert. So what?

Andererseits haben mich Schreibworkshops immer inspiriert und ich finde es jammerschade, dass ich im Moment kaum noch schreibe. Ideen habe ich immer wieder. Es vergeht keine Woche, in der ich nicht einmal nachts im Halbschlaf  die Idee zu einem Buch entwickele. Und meine Buchrezensionen hier im Blog sind – ich weiß das – pingelig genug, dass man mir im Grunde jedesmal sagen müsste: dann mach’s doch besser.

Ich habe eben mal wieder ein bisschen im Internet gestöbert und bin auf die Schreibkurse von Rainer Wekwerth gestoßen, die offenbar einen guten Ruf haben. Von diesem Autor habe ich allerdings vorher noch nie etwas gehört. Ich glaube, ich werde mir mal eines seiner Bücher bestellen, um mal ein Gefühl für ihn selbst zu bekommen. Die Gebühren für seine Kurse sind zumindest wesentlich erschwinglicher als die über 2.000 Euro, die man bei der Schule des Schreibens einfordert. Allerdings stellt sich mir die Frage, warum er bereits unter drei (3) Namen Bücher veröffentlicht hat und warum sein letzter Roman von 2005 ist.

Das ist ein Thema, zu dem ich mich bestimmt wieder hier melden werde .

Limit

Gestern Abend wurde im Magazin “Aspekte” Frank Schätzings neuester Roman “Limit” vorgestellt. Ich bin schon sehr gespannt. Und anders als bei mir üblich, werde ich vermutlich nicht auf das Erscheinen der Taschenbuchausgabe warten. Mir hat vor ein paar Jahren “Der Schwarm” trotz seiner Längen, die er nun mal hat, ausgesprochen gut gefallen und ebenfalls der Thriller “Die dunkle Seite”.  Was ich an Frank Schätzing schätze – da klingt irgendwie blöd – sind seine überaus gründlichen Recherchen. Zwar gab es auch nach “Der Schwarm” Erbsenzähler (alternativ: Korinthenka*k*r), die ihm alle möglichen Fehler nachweisen wollten, aber welcher Autor ist so perfekt, dass er nicht nur großartige Bücher schreibt sondern sich auch noch in allen aktuellen Wissenschaften bis ins kleinste Detail auskennt? Eins ist mir mit den Jahren zunehmend klar geworden: wirklich gute Bücher zu schreiben, ist eine Kunst. Wobei natürlich unterschiedliche Menschen auch unterschiedliche Ansprüche an ein gutes Buch stellen. Ich möchte beispielsweise gut unterhalten werden, die Story muss Hand und Fuß haben, es dürfen  bei mir am Ende nicht mehr Fragen übrig bleiben als vor der Lektüre (es sei denn dies war die erklärte Absicht des Buches) und ich darf nicht das Gefühl haben, dass jemand nur Seiten geschunden hat und viele davon per Lexikon oder Wikipedia gefüllt hat.  Letzteres habe ich schon oft bemängelt, wenn ich ein Buch gelesen habe, das sich seitenweise las, als hätte man es mit einem Städteführer oder medizinischem Fachbuch zu tun. Je nach Genre habe ich nichts dagegen wenn’s auch mal blutig oder hocherotisch wird, aber ich möchte mich beim Lesen weder ständig in der Pathologie noch in einem pornographischen Umfeld wiederfinden.  Ich gebe zu, meine Ansprüche sind hoch und deshalb gibt es auch nur wenige Bücher, die mich rundrum zufrieden stellen. Auf den neuen Schätzing bin ich gespannt. Nebenbei – an die Damen, die hier in der Überzahl lesen – sieht dieser Typ nicht auch noch unverschämt gut aus? Warum sind bei manchen Menschen nur die Gaben so ungerecht verteilt? Nächste Woche ist übrigens Buchmesse in Frankfurt! Der Eintrittspreis mit 14 Euro wie immer ganz schön heftig. Meistens geh ich doch nicht hin. Linktipp: Buchmesse.ARD.de

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