Archiv für die Kategorie „Bücher“

Ein schöner Morgen

. . . hat mich gleich wieder zum Laufen verlockt. Und das war gut so, denn jetzt gegen Mittag (es ist gleich 12 Uhr) zieht sich der Himmel wieder zu.

collageeich

Heute habe ich mal nicht meinen normalen “Einstieg” in den Wald genommen sondern bin zunächst südlich davon parallel zur S-Bahnlinie gelaufen. Da scheint morgens die Sonne so schön und am Feldrand sind jetzt die Gehölze alle mit leuchtenden Beeren geschmückt. Am Ende des Feldes gibt es dann ein kurzen Schleichweg in den Wald und den habe ich dann auch wieder genommen, denn der Weg außen läuft sich schlecht, ist ein Schotterweg.

Die Luft war wunderbar klar. Ich muss ja ein kleines Stück mit dem Auto fahren um in den Eichwald zu kommen und da sehe ich dann immer den Taunus vor mir. Die Berge schienen heute morgen zum Greifen nah. Was mich aber mehr verblüffte, waren die Berge, die ich plötzlich auf dem Rückweg sehen konnte.  Normalerweise habe ich da allenfalls die Skyline vor Augen oder die Schornsteine in der Rüsselsheimer Gegend. Heute sah ich da zum ersten Mal bewußt ebenfalls Berge! Na ja, wenigsten Erhebungen, falls hier Alpenländler mitlesen.  Jetzt frage ich mich, was ich da eigentlich gesehen habe. Theoretisch käme der Odenwald in Frage. Auf jeden Fall war’s ne irre Fernsicht.

* * *

verdammnis

Verdammnis den zweiten Teil der Trilogie von Stieg Larsson habe ich nun auch noch gelesen. Ich fand, dass es der schwächste der drei Bände ist. Nun hatte ich ja beim Lesen eine sehr unorthodoxe Reihenfolge, aber ich glaube nicht, dass das ausschlaggebend war. Die Bände 1 und 3 sind praktisch in sich geschlossene Stories,  spannend und gut zu lesen, Bücher, die man kaum aus der Hand legen mag, wenn man damit angefangen hat. Band 2 zieht sich bis zur Hälfte wie Kaugummi. Entweder wiederholt der Autor Bekanntes aus Band 1 oder er verliert sich in seitenlangen Beschreibungen von Dingen, die nichts zur eigentlichen Geschichte beitragen. So richtig interessant wird es im Grunde  erst wieder ab Seite 300.  Außerdem wird in Verdammnis eine Lisbeth Salander serviert, die irgendwo doch sehr konstruiert erscheint. Ihre an sich komplizierte Persönlichkeit ist im Grunde interessant, aber in Band zwei wird sie zur Superheldin aufgemotzt. Da hat sich der Autor irgendwie vergriffen. Wenn ich dieses Buch  bewerten soll, bekommt es allenfalls im Zusammenhang der Trilogie von mir noch eine einigermaßen befriedigende Bewertung, aber im Grunde ist sehe ich es eher grenzwertig. Die Qualität der Bände 1 und 3 erreicht es bei weitem nicht.

Abendstimmung

Einfach nur mal so:

lampe*
halbmondAuch ein halber Mond ist schön

garfnachtBei Nacht sind alle Katzen grau – wirklich? Kleine Spielrei mit Filtern.

Der Sturm hat sich gelegt, aber heute tagsüber war’s heftig (siehe auch Gartenblog). Für meinen Kreislauf war das überhaupt nichts. Witzigerweise habe ich dann am Nachmittag mehrere Stunden geschlafen wie narkotisiert, während ich ja bei nächtlichem Sturm immer senkrecht im Bett stehe. Nun bin natürlich hellwach . . . naja, dann wird’s wieder ein langer Leseabend.

verblendungBin jetzt am ersten Band der Trilogie von Stieg Larsson Verblendung . Und meine Einschätzung, dass es nichts ausmacht, die Bände in falscher Reihenfolge zu lesen, bestätigt sich bisher. Obwohl man ja die Hauptpersonen kennt, ist die Geschichte zunächst jedenfalls eine andere. Und wieder toll geschrieben. Es ist wirklich ein Jammer, dass der Mann so früh gestorben ist.

Lesestoff

In den letzten Wochen habe ich doch erstaunlich viel gelesen, entweder wenn’s geregnet hat oder wenn es nachmittags so heiß war, dass ich auch nur auf Liegestuhl im Schatten Lust hatte.

Neulich habe ich mal wieder zu einem Inspector Lynley Roman von Elizabeth George gegriffen. Früher habe ich die ersten Bände regelrecht verschlungen bis sie mir allmählich zu eklig wurden. Bei Amazon habe ich gelesen, dass die letzten Bände wohl auch ziemlich langweilig waren – also offenbar nicht viel verpasst. Nun habe ich zur aktuellen Taschenbuchausgabe auf dem Markt gegriffen:

zeuge

Wo kein Zeuge ist
und weil ich das Buch schon bei amazon bewertet habe, pack ich hier mal meinen dortigen Kommentar rein: Handwerklich gut und einigermaßen spannend, 10. August 2009
War ich vor Jahren ein ausgesprochener George/Lynley Fan, habe ich irgendwann aufgehört weiter zu lesen, weil ich die Inhalte als immer brutaler und gleichzeitig langweiler empfand. Zufällig kam mir dann “Wo kein Zeuge ist” in die Finger und ich stelle fest, sie (Elizabeth George) kann es immer noch. Dieser Krimi ist sehr verschachtelt und lässt dem Leser kaum eine Möglichkeit mehr zu wissen als die Polizei. Das muss nicht immer gut sein, hier aber funktioniert es. Das Gespann Lynley/Havers ist zwar ein bisschen abgenutzt, was aber weniger an Havers liegt. Trotzdem hat die Autorin wohl gemerkt, dass sie einen Schnitt machen muss, aber den macht sie bei einer (für den Leser) eher unwichtigen Person. Mir hat das Buch gefallen, aber ich frage mich, warum es inzwischen tatsächlich schon wieder den nächsten Roman mit Inspector Lynley gibt. Das angebliche Ende wäre mir vernünftig erschienen. Irgendwie ist die Luft eben doch raus.

jakannmansmiliy

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aeon Äon
Im Moment lese ich das neueste “Werk” von Andreas Brandhorst, den ich neulich noch als Übersetzer der Bücher von Terry Prachett gelobt habe. Das Buch heißt Äon und ist so ziemlich das Ärgerlichste und Langweiligste auf dem Gebiet der sogenannten Mystery Thriller, das ich seit langem gekauft habe.  Jeder Euro tut mir weh, den ich dafür bezahlt habe und ich weiß nicht, ob ich das Buch überhaupt zu Ende lesen werde. Nein, hier schreibt kein neuer Dan Brown oder vielleicht gibt es von diesem Genre einfach schon zuviel Besseres auf dem Markt. Man nehme ein bisschen Vatikan, ein bisschen Esoterik – nach den vielen Jesus Mysterien und auch Moses musste bereits herhalten, von Ägypten ganz zu schweigen – geht’s nun also noch weiter zurück und Gilgamesch muss ran. Dann noch schnell ein Reiseführer Kalabrien durchgeblättert, ein bisschen im Internet über Lettland nachgeguckt, alles schön vermischt mit blutigen Horrorszenarien und voila > ein Buch ist daraus geworden. Das Ganze ist so hanebüchen wie langweilig.

katastrophesmily

Beide Rezensionen wie immer auch nachzulesen im Schreiben & Lesen Blog.

Putzmontag / Lesestoff

Heute ist der Tag weitestgehend dem Hausputz gewidmet. putzensmileyIst auch dringend nötig. Der GöGa ist wieder am Arbeiten und die Bahn ist sozusagen frei. Nein, er hätte mich auch nicht während seines Urlaubs gestört, aber da hatte ich keine Lust auf das ganz große Putzlappenschwingen. Außerdem war es mir zeitweise auch einfach zu heiß. Heute ist mein Rhythmus total durcheinander, ich habe in der Nacht bis morgens um Fünf gelesen und bin nun nicht so ganz richtig ausgeschlafen. Aber für’s Putzen ist sowas genau richtig. Da denk ich nicht drüber nach, was ich sonst unternehmen könnte. Wobei das Wetter wieder besser wird. Die Sonne scheint, der Himmel ist größtenteils blau und ich denke mit dem kommenden Vollmond wird sich der Hochsommer noch ein letztes Mal austoben.

Was ich gelesen habe? Mal wieder einen Roman – Krimi will ich nicht unbedingt schreiben – von Håkan Nesser “Mensch ohne Hund”.  Dieses Buch hat mich derart fasziniert, dass ich es praktisch nicht aus der Hand legen konnte. Der Titel ist ziemlich absurd und hat im Grunde auch keinen Sinn, außer dass einer der Protagonisten an einem Roman mit diesem Titel schreibt. Das Faszinierende sind die psychologischen Betrachtungen einer vermutlich durchschnittlichen schwedischen Familie, die sich von einer deutschen auch nicht sehr unterscheidet und die letztendlich daran auseinander bricht, dass wir heute in einerGesellschaft leben, die kaum noch ethische Regeln besitzt. Die Interaktionen zwischen Ehepaaren und Geschwistern, zwischen Generationen sind  alle irgendwie nur zu gut nachvollziehbar und sicher nicht nur mir bekannt.  Dass daraus letzten Endes auch ein Kriminalfall wird, ist der notwendige Plot des Romanes. Während der erste Teil sehr dicht ist und teilweise verstörende Verhaltensmuster beleuchtet, wird der Roman im zweiten Teil dann doch noch zum Krimi. Ein für Nesser neuer sympahischer Kriminalinspektor wird eingeführt und obwohl der Leser eher als die Polizei vermuten kann, wer hinter den Morden stckt, nimmt das dem Ganzen keineswegs die Spannung. Das macht einen guten Roman aus. Ich finde ihn sehr lesenswert. Aber Achtung: obwohl nicht blutrünstig, ist er keine leichte Kost.

menschhund Mensch ohne Hund

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Diese Woche bei Sari: Glücksmomente und im ABC Projekt seht der Buchstabe “L” an.  Das passt irgendwie ganz gut zusammen oder? Mir fällt dazu spontan “Lachen” ein.  Nur wie setzt man das fotografisch um? Und dann liegt im August noch Donnas Schreibprojekt an, da wollte ich ja auch mitmachen. Wie es los geht? “Missmutig räumte sie die Geschirrspülmaschine aus. Ob aus diesem verkorksten Wochenende noch irgendetwas herauszuholen war…” Da sollte sich doch was draus machen lassen ;-)

Unblutige Vampire

. . . wo gibt’s denn sowas?

bissmo Ich lese gerade – ja ich weiß, bin nie aktuell, was die Bestseller angeht – also ich lese gerade die Geschichte von Edward, dem Vampir und Bella, der Schülerin aus Forks (USA), die sich ineinander verlieben: Bis(s) zum Morgengrauen. Ich glaube, das Ganze gibt es sogar schon als Verfilmung unter dem Titel Twilight.

Ich fand Band1 köstlich und habe mir gerade den zweiten Band bestellt. Zwar gibt es vom Schriftstellerischen einiges zu bemängeln (warum nur muss ich nur alle fünf Seiten immer wieder lesen, wie unglaublich schön dieser Edward ist?), aber die Geschichte der tolpatschigen Siebzehnjährigen, die mit sich überhaupt nicht zufrieden ist und sich dann in den wunderschönen Vampir verliebt,  ist genial. Dieser wiederum verliebt sich auch in sie und hat nun die allergrößten Probleme seinem Blutdurst zu widerstehen. Irgendwo ist es im Untergrund eigentlich so eine Art Rotkäppchengeschichte im modernen Gewand, erhobener Zeigefinger ganz schwach inklusive.  Bei Amazon gehen die Meinungen dazu total auseinander und ich kann das gut verstehen. Aber mir gefällt ganz einfach die Geschichte, so dass ich mal ausnahmsweise einfach über das hinweglese, was ich schwach finde. Es ist übrigens irgendwie auch eher ein Jugendbuch, aber vielleicht kann es sogar sein, dass es den Müttern besser gefällt als den Töchtern.

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