Archiv für die Kategorie „Digitalfotografie“

Update Photoscape

Meist benutze ich Photoscape nur mal so eben schnell um eine Collage anzufertigen. Deshalb nervt es mich meisten, wenn der Hinweis auf das Update aufgeht, bevor ich zur Collage komme.  Schon lange habe ich es nun immer wieder weggeklickt. Heute aber habe ich mir endlich die neueste Version hochgeladen und bin begeistert, welche neuen Möglichkeiten das Programm inzwischen bietet. Photoscape entwickelt sich bei den Freewareprogrammen wirklich zu einer tollen Alternative zu anderen Programmen. Wer’s noch nicht kennt, ich kann’s nur weiterempfehlen.

scapeshot

Humor

. . . ist, wenn man trotzdem lacht > das war so ein Spruch meiner Mutter, den sie an unserer Wohnungstür hängen hatte. Nicht unbedingt zur Erheiterung der noch im Haus wohnenden Verwandschaft, mit der sie ziemlich zerstritten war.

Heute ist der Tag der Philosophie, habe ich im Radio gehört (und außerdem noch Welttag der Toiletten – ein Schelm, wer Böses dabei denkt!).

Wusstet ihr, dass das Wort “humor” im Englischen noch als Begriff für Körperflüssigkeiten in Gebrauch ist? Was einem deutschsprachigen Menschen vielleicht merkwürdig vorkommt, ist jedoch mal wieder etymologisch zu erklären: das Stammwort dahinter kommt wie sooft aus dem Lateinischen “(h)umores = die Körpersäfte und diese waren ja in der antiken Medizin für die körperliche und seelische Gesundheit zuständig.  Menschen, bei denen sich weiße Galle, schwarze Galle, Blut und Schleim nicht im Gleichgewicht befanden, wurden auch als cholerisch, melancholisch, sanguinisch oder phlegmatisch bezeichnet. Derjenige, bei dem aber alles in Ordnung war – die humores im Gleichklang schwangen – befand sich somit wohl. Ihn konnte so leicht nichts erschüttern – er zeigte Humor!

Somit kommen wir dann auch wieder auf den heutigen Tag zurück. Verbissene, verkniffene Menschen, deren humores gestört sind, leiden des öfteren auch unter Verstopfung. Heutzutage macht man das mit sich allein ab – am stillen Örtchen. In der Antike und selbst bei den alten Germanen war da noch ganz anders. Da gab es “Donnerbalken” mit oder ohne Wasserspülung, wo man sein Geschäft in Gesellschaft erledigen konnte und dabei ließ es sich trefflich philosophieren. Wenn  dann der eine oder andere mal länger sitzen blieb, konnte man das gerne auf den interessanten Gesprächsstoff schieben. Und so schließt sich der Kreis vom Tag der Philophie, über den Humor bis hin zum Welttag der Toiletten.  Hab ich das nicht genial hingekriegt – klopf mir mal wer auf die Schulter, bitte!

humor

Im (heute türkischen)  antiken Ephesos kann man die Gemeinschaftstoiletten übrigens immer noch bewundern.

kloantik

ephstier

Diese Fotos aus Ephesus (2003) dürften mit die ersten digitalen Bilder sein, die ich auf DVD gebrannt habe. So übel waren selbst die ersten noch recht einfachen digitalen Kameras wirklich nicht.

Cam unsharp

. . . hat Freidenkerin am 7. Oktober als Fotoprojekt ins Leben gerufen. Mein Ding ist das nicht, mir wird da echt schwindlig, wenn ich mir solche unscharfen Bilder angucke. Aber vorhin habe ich eins geschossen, das ist nur so ein bisschen unscharf und mir gefallen die Farben, die trotz des grässlichen Regenwetters einen hübschen Gesamteindruck ergeben. Deshalb hier mein Cam unsharp-Foto des Tages *lach*:

camunsharp

Fotowettbewerb

Über meinen Jokers Newsletter bin ich auf einen Fotowettbewerb aufmerksam geworden, bei dem das Thema diesmal “Bäume” heißt.  Vier Bilder habe ich dort mal hochgeladen und es gibt schon viele andere tolle Aufnahmen. Wer mal gucken will: klickst du HIER.

collagebaum

Blow Up

Gestern Abend gab es um Mitternacht rum im WDR mal wieder eine Ausstrahlung des Kultfilmes “Blow Up” von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1966. Ich hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen und bin heute Nacht richtig fasziniert davor sitzen geblieben. Es ist einerseits eine fantastische Dokumentation des Lebensgefühls der späten Sechziger, andererseits wirklich inzwischen ein Film “aus dem letzten Jahrhundert“.  Und das finde ich schon fast verstörend, denn es war meine Jugend. Spannend aber auch zu sehen, wie der technische Fortschritt in der Fotografie und im Film unsere Art zu sehen und zu analysieren verändert hat. Welche Geduld musste man damals aufbringen, wenn es galt einen Film zu entwickeln und die Bilder zu vergrößern. Und wie spannend war es, in der Dunkelkammer über den Schalen zu hängen und zuzusehen, wie  die Motive langsam auf dem Fotopapier auftauchten. Wenn ein Bild nicht so wurde, wie man es sich dachte,  ging das Spiel von vorne los und man hatte außer Nachbelichten und Abwedeln nicht viele Möglichkeiten. Ausschnitt- vergrößerungen gingen bis zu einem gewissen Grad. Im Film kann man gut sehen, wie der Fotograf den größten Abzug im Studio erneut fotografiert, um noch mehr zu sehen.  Letztendlich begrenzte die Körnigkeit der Auflösung – wir sprechen heute von Pixeln – die Darstellung.  Kein Gedanke damals an digitale Aufbereitung, die noch das Letzte aus einem Bild herausholt, wie wir es heute bei der Aufklärung von Verbrechen oft in den Krimis sehen.

Ich kann gut verstehen, dass professionelle Fotografen heute in manchen Fällen auch nochmal gerne zum S/W-Film greifen und analog fotografieren. Das muss sich so ähnlich anfühlen wie alte Beatlessongs von einer LP statt von einer CD zu hören. Trotzdem möchte ich in meinem Hobbyfotografenalltag nicht mehr auf die Digitalkamera verzichten. Und auch die “amerikanische Nacht” im Film sieht schon irgendwie witzig aus.

Die Filmbesetzung von damals: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff -alle längst Filmgeschichte.

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