Archiv für die Kategorie „Fernweh“
Maledivenwetter
Ehrlich – dieses Wetter weckt bei mir Erinnerungen an den November 2003, an dem wir zum ersten Mal zwei Wochen auf einer Malediveninsel verbrachten. Wenn ich rausschau oder rausgehe – was auch hin und wieder sein muss – dann ist alles sowas von tratschnass und die 16°Celsius erinnern auch nicht an einen deutschen Winter. Im November 2003 waren wir auf der Insel Fesdhu und hatten nicht damit gerechnet noch in die Regenzeit zu kommen. Später sind wir immer im Februar/März geflogen. Es war natürlich noch wärmer auf Fesdhu, aber wenn man dort drei Tagen im Regen saß, dann hatte man keine trockenen Klamotten mehr. Ähnliches hatte ich schon mal im Januar auf Koh Samui/ Thailand erlebt.
Fesdhu im Regen
Aber es sah natürlich auch so aus:



Weder auf Helengeli noch auf Eriyadu haben wir eine so enorme Blütenpracht erlebt wie damals auf Fesdhu, aber es gab auch viele Mücken und es war halt extrem nass von oben. Wobei es die Stechmücken auch auf Eriyadu gab, nur auf Helengeli blieben wir davon verschont.


Meine Bilder auf der Insel habe ich damals mit einer der ersten Digis gemacht, die ich besaß. Unter Wasser musste ich 2003 noch analog fotografieren und diese Bilder sind auch zum größten Teil nichts geworden. Wobei man sagen muss, dass 2003 die Korallenriffe von dem vorangegangenen “El Niño” noch massiv zerstört waren. 2005 und 2007 haben wir viel schönere Unterwasserwelten erleben dürfen.


So – diese Fotos hab ich jetzt einfach gebraucht!!!

Projekt52-Spieltrieb
Das war für mich kein leichtes Thema. Derzeit kann ich weder kleine Kinder noch junge Katzen fotografieren, auch meine Zoofotos zeigten in diesem Jahr kaum was Verwertbares. Also muss ich auf die Stadt der Laster zurückgreifen, dort wo auch die Großen dem Spieltrieb verfallen und Haus und Hof verzocken: Las Vegas.
Willkommen, bienvenu, welcome . . .
. . . alles dient dem schönen Schein (oder den schönen Scheinen)
Eine ganz und gar künstliche Welt . . .
. . . streckt sämtliche Finger nach deinem Geld aus und nennt es “Spiel”
Ich selbst besitze keinerlei Spieltrieb und das jetzt nicht auf Las Vegas bezogen. Manchmal ist das schade, denn ich muss mich immer dazu zwingen mitzuspielen, wenn in froher Runde Karten oder Brettspiele ausgepackt werden. Höchstens Wissensspiele interessieren mich. Ich schätze, das liegt daran, dass ich schon als Kind spielen nicht “gelernt” habe, keiner hat mich dazu animiert. Ich hatte zwar Spielsachen, aber ich konnte wenig damit anfangen. Ich war in keinem Kindergarten und später gab ich dann dem Lesen den Vorzug, sobald ich lesen konnte. Mein Mann ist da ganz anders. Das war nicht immer einfach, aber wenigstens hatten die Jungs einen “Homo ludens” zum Vater.
ABCprojekt “Y”
. . . und das Projekt 52 mal wieder in trauter Eintracht: Ich glaub’, ich steh’ im Wald heißt es nämlich in dieser Woche bei Sari. Und weil der Buchstabe “Y” in der deutschen Sprache vermutlich noch seltener ist als das “X”, freue ich mich doch, dass ich für beide Projekte zunächst mal auf Bilder vom Yosemite Nationalpark in den USA zurückgreifen kann.

Am 24. September letzten Jahres schrieb ich hier im Blog:” Heute war der Tag des Yosemite Nationalparks. Irgendwie dachte ich immer, dieser Park wird das absolute Highlight unserer Reise – warum auch immer. Eins vorweg: der Yosemite NP ist ein Highlight, er ist großartig, aber nachdem wir schon so viel Gigantisches gesehen haben, ist er tatsächlich eher ein idealer Abschied von den Naturwundern des Südwestens. Der Yosemite ist ein riesiges Gebiet – wie alles in den USA riesig ist – aber er ist mehr der Erholungspark, ein Gebiet, in dem man gerne zwei Wochen am Stück verbringen würde. Er hat Sequoias, aber nicht in den Größen und Mengen wie der Sequoia NP, er hat Berge und Canyons, aber ohne den Boah-Effekt wie der Grand Canyon oder der Bryce Canyon und vor allem muss man wieder enorme Strecken zurück legen – Strecken, an denen es aussieht wie bei uns (nur alles ein bisschen kleiner). Allerdings ist mir im Taunus und auch im Schwarzwald noch nicht, ein Hirsch oder Rehbock auf dem Parkplatz vor die Füße gelaufen.


Blick auf die gigantischen Berge der Sierra Nevada
Zum Größenvergleich: dort wo der Pfeil hinzeigt, stehen Menschen!

Links die Steilwand des “El Capitan”

“Y” -berraschung:
Auch dieses Holz könnte sich das mit dem “Ich glaub … usw.” gedacht haben,
denn es liegt im Kronberger Opelzoo, stammt aber- wenn ich mich recht erinnere – aus den USA.
Und dann gäbe es da noch die Y-Wanzen, umgangssprachlich auch Feuerwanzen genannt ![]()
Na ja, wenn man genau hinguckt, könnte man natürlich auch von Kelch oder Gralswanzen sprechen
Alles nur eine Frage der Betrachtungsweise.
Kennt ihr noch die Yps-Hefte? Gestern zu Mittag kamen wir zufällig auf sie zu sprechen. Yps mit Gimmick – die Dinger waren ein Phänomen und alle liebten die Urzeitkrebse. Ach ja – und Scrabble. Gibt es davon eigentlich inzwischen eine deutsche Fassung ohne die viel zu vielen Ypsilons? Also, als Scrabble nämlich damals in einem anderen Leben bei mir “in” war, da ärgerte sich jeder, der die Ypsilons bekam, weil ja nur deutsche Wörter gelegt werden durften. Wahrscheinlich macht man heute einfach diese Einschränkung nicht mehr. Wäre ja auch doof, wo spätestens seit den Beatles jeder das Wort “yeah” kennt und heute youtube in aller Munde ist.
Was machen denn unsere Schweizer Bloggerfreunde mit dem “Y”? Da heißt es – so habe ich gelesen – nämlich:[ˈiɡrɛk], „i grec“ = griechisches i), was ja auch durchaus logisch ist. Aber Igrectube . . . klingt auch komisch.
Eigentlich ist das “Y” ein griechischer Buchstabe, der noch ältere Vorgänger hat und auch die Römer haben ihn erst spät in ihr Alphabeth aufgenommen. Daher kommt es, dass es in verschiedenen Sprachen auch unterschiedlich ausgesprochen wird. Im Mittelalter kam es übrigens auch im Deutschen noch häufiger als heute, meist als Ersatz für das “I” vor, während wir es inzwischen eigentlich immer wie “Ü” aussprechen. Und deshalb fahren wir Deutschen im Sommer nach Sült, im Winter dagegen immer wieder gerne in die Schwiez. Das “Y” – fast schon ein mysthischer Buchstabe!
Alter Torbogen in der Höchster Schlossmauer, der zurück geht auf die Ysenburger Bastion
Projekt52 / 42-Türme
Hach – also ” Türme “ finde ich ein tolles Thema und ich hoffe, dass mir im Laufe der kommenden Woche ein paar Ideen für aktuelle Fotos einfallen. Aber zunächst dachte ich mal wieder an unseren USA Urlaub zurück und dabei an den Watch Tower in der Desert View Area des Grand Canyon. Dort hatten wir unsere letzte Grand Canyon Station.


Der Aussichtsturm wurde 1932 von Mary E. Jane Colter auf dem Fundament einer rekonstruierten Kiva der Puebloindianer erbaut. An den Wänden sieht man Malereien des Hopi-Künstlers Fred Kabotie und Dekorationsstücke, die einem einen guten Eindruck von der Hopikultur geben. Der Blick ist sowohl von oben nach unten als auch in umgeehrter Richtung eindrucksvoll.


Von ganz oben hat man einen fantastischen Blick auf das östliche Ende des Grand Canyon und die Cedar Montains ( in der Ferne auf die San Francisco Mountains).
Noch ein letztes
. . . “U” wie “Unter Wasser” für diese Woche und das ABC Projekt (Konserve natürlich – hach ich würd so gerne schon wieder tauchen fahren):


