Archiv für die Kategorie „Fernweh“
Kein Foto
. . . nein, wirklich - nicht ein einziges Foto habe ich heute gemacht – unglaublich aber wahr! Dabei haben wir eine neue Woche und es stehen der Buchstabe “S” einerseits beim ABC Projekt und das Thema “Vergangene Zeiten” beim Projekt52 an. Ich habe auch schon eine Idee dazu, die beides bedient, mal sehn ob das diese Woche noch klappt.
Damit dieser Tag aber nicht ganz ohne Foto verläuft, hier noch aus der USA-Kiste ein Bild von der wunderschönen Mission San Juan de Capistrano zwischen Los Angeles und San Diego gelegen. Auch hier haben wie das “S” und die Vergangenheit vereint. Einziger Nachteil: die meisten von euch kennen das Bild schon. Aber ich mag es sehr gerne und es strahlt diese Spätsommerwärme aus, die wir im Moment ja auch noch genießen dürfen. Das Bild entstand am 12.9.08.

Was ich im Urlaub so schön finde: auch wenn er immer zu schnell vorbei ist, irgendwie läuft die Zeit trotzdem langsamer als sonst. Wahrscheinlich liegt es an den vielen Eindrücken, die man sammelt und verdauen muss. Hier zu Hause ist so eine Woche doch immer ratzfatz rum und man fragt sich, wo die Zeit geblieben ist. Wo waren wir denn genau am 21.September im letzten Jahr? Mal gucken . . . o ja – so ziemlich in der unwirtlichsten und heißesten Gegend unseres Urlaubs überhaupt: Nevada, Death Valley – zwischen Las Vegas und Lone Pine.




Temperaturen heute dort? >>> tagsüber 42°C, sowas hatten wir letztes Jahr auch
Genau genommen ist das ja auch alles “Vergangenheit” – wenn auch jüngste Vergangenheit. Nein, ich liefere noch ein paar neuere Fotos nach, versprochen!
Nun habe ich munter rumgespielt und so sieht jetzt mein aktueller Desktop aus:
Wer will, kann sich das eigentliche Motiv durch Anklicken downloaden (1024 x 768) -
vermutlich müsst ihr 2x bis zur endgültigen Größe klicken (grüner Pfeil).
Los Angeles
Heute morgen in der Zeitung gelesen: Farrah Fawcett ist in einem Krankenhaus in LA an Krebs gestorben.
Heute Mittag im Radio gehört: Michael Jackson ist am Donnerstag in einem Krankenhaus in LA gestorben.
Kein guter Tag, dieser Donnerstag, für Kaliforniens VIPs. Beide Nachrichten kamen aber nicht unbedingt unerwartet. Dass Farrah Fawcett unheilbar krank war, war bekannt. Und was den King of Pop angeht, wundert es mich eher, dass sein geschundener Körper überhaupt solange mitgemacht hat. Wie auch immer – seine Musik wird unvergessen bleiben
Lesestoff: Die Vermessung
. . . der Welt von Daniel Kehlmann.
Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts lese oder nur Gartenbücher, wenn ich euch mal eine Weile kein Buch vorstelle. Aber wenn es um archäologische Wälzer geht, die vom Limes handeln, denke ich mir halt, dass das doch zu speziell ist.
Vorsicht Falle! Ich meinte mit dem Römer/Limes-Wälzer nicht “Die Vermessung der Welt” – tut mir leid, wenn das jetzt zu Missverständnissen geführt hat.
Im Moment habe ich das Kehlmann Buch am Wickel, das ja wochenlang in den Bestsellerlisten geführt wurde. Und auch auf dem Cover überschlagen sich einige Leute geradezu, wenn sie die Qualität beurteilen. Und ich? Also – na ja – ich finde es “ganz nett”. Es handelt – mal kurz erzählt – vom Leben der beiden Wissenschaftler und Forscher Alexander vom Humboldt einerseits und Prof. Carl Friedrich Gauß andererseits. Nun finde ich es ja schon gut, dass hier nicht strohtrocken berichtet wird, wie der Herr Gauß seine mathematischen Formeln und der Herr von Humboldt den Orinoko fand, aber dass beide unentwegt durch den Kakao gezogen werden, erscheint mir dann doch befremdlich. Es kommt mir so ein bisschen vor wie bei einigen unserer aktuellen Comedians, die andere verunglimpfen, um selbst die Lacher auf ihrer Seite zu haben und Quote zu machen. Vielleicht hatte Autor Kehlmann in der Schule ja Probleme in Mathe und schlechte Noten in Geographie. (Wer sich jetzt über diese Unterstellung aufregt, dem sei gesagt, dass solche Unterstellungen im vorliegenden Buch unentwegt vorkommen.) Es ist schon ganz amüsant zu lesen, aber ohne jeden Tiefgang. Der Autor fabuliert halt, auch wenn er sicher im Vorfeld recherchiert hat. Wem bislang die Herren Humboldt und Gauß fremd waren, dem kann es mit Vorbehalt und maximal drei Sternen empfohlen werden. [ Das mit den drei Sternen stammt aus meiner Rezension bei Amazon.]
* * *
Der Buchstabe “B” beim ABC – Projekt
Was bietet sich da Besseres an – wenn wir schon beim Thema sind *lach* – als Bücher. Ich bin ein Bücherfreak und Bücher liegen bei uns überall herum Die Schrankwand im Wohnzimmer fasst meine/unsere Bücher schon lange nicht mehr.


Gerade mal ein einzelnes Fach in der Bücherwand im Wohnzimmer

Oder wie wäre es mit Forrest – äh, Bubba Gump auf seiner Bank?

Und einen Bison hätte ich noch zu bieten – leider nur ausgestopft.
Der stand vor einer Kneipe in dem verrückten Dörfchen Los Alamos, wo wir mitten in ein Volksfest mit Flohmarkt, Oldtimern und allem Drum und Dran gerieten.
Auch von diesem Fotoprojekt landen Woche für Woche ein oder mehrere Bilder zu den entsprechenden Buchstaben in der Galerie, die ihr in der rechten Seitenleiste oben anklicken könnt.
Die Farbe “Bunt”
. . . gibt es nicht – also was tun? Theoretisch hätte ich einiges auf der Festplatte von früheren Projekten, theoretisch hätte ich heute losziehen und was Buntes fotografieren können . . . praktisch habe ich aber den ganzen Tag mehr oder weniger im Garten verbracht und mich am Ende zu einer Collage aus farbigen Bildern entschlossen. Sozusagen das Projekt “Farbe bekennen” nochmal in komprimierter Form.
Liebes “Fräulein Himbeermarmelade“, das Projekt hat von Anfang bis Ende Spaß gemacht, ich war gerne dabei und sage Danke für die tolle Idee! Danke auch an alle anderen für die tollen farbigen Beiträge in euren Blogs. Alle habe ich nicht besucht, einige mehr, andere weniger regelmässig, aber es war toll, was ich alles bei euch zu sehen bekommen habe.
Insgesamt 34 Fotos mit dem heutigen befinden sich zum Thema “Farbe bekennen” in meiner Galerie.
Eins habe ich ja doch noch: ganz schön bunt ging es in den Läden von San Franciscos Chinatown zu:
Na gut – wenn ich schon wieder in den Amerikafotos krame, dann hätte ich auch noch ihn hier:
Jetzt ist es aber gut
Es ist direkt schade, dass es vorbei ist, aber wir haben ja noch Pat’s ABC-Projekt. Und es ist vielleicht ganz gut, dass dort das Thema nur wöchentlich gewechselt wird. Da kommt man nicht so außer Atem
Die Farbe “Gold”
Ganz schön spät bin ich heute dran und vielleicht geht ja die Abendsonne demnächst so prachtvoll “golden” unter wie hier bei Big Sur auf dem Pacific Highway No.1

Ich hoffe, dass der goldene Sonnenuntergang auch auf euren Bildschirmen gut rüberkommt. Ich habe ihn an den Anfang gestellt, weil mir die Sonne heute zum Thema GOLD sehr schnell einfiel. Gold gilt als das edelste Metall schlechthin, obwohl z.B. Platin noch teurer ist. Aber schon immer war es das Gold, dass die Menschen in seinen Bann zog und mit dem sich vor allem diejenigen schmückten, die die Macht besaßen, es sich zu beschaffen. Egal ob Kaiser oder Päpste – alle gierten nach Gold und besonders zu Beginn der Neuzeit wurden im neu entdeckten Amerika ganze Indiostämme wegen des Goldes ausradiert (und der Rest durch die Kirche). Aber schon die Herrscher der südamerikanischen Indios horteten ja das Edelmetall und schon sehr viel früher in der Menschheitsgeschichte war es immer wieder das Metall der Macht und des Prunkes. Warum wohl? Ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich mit der Sonne zu tun hat oder dem Sonnengott, dem ja die meisten Herrscher gleichen wollten. Und auch heute ist es immer noch ein Zeichen der Macht . . .

Trump-Tower in Las Vegas
. . . und des Luxus

Luxushotel in Las Vegas
Natürlich habe ich auch Gold im Schmuckkästchen . . . ja – und im Mund
Tatsächlich ist Gold eines der unangreifbarsten Metalle, medizinisch unbedenklich, es sind so gut wie keine Allergien bekannt (gilt nur für Feingold) und desalb wird es eben auch in der Medizin eingesetzt. Meine Goldgussfüllungen in den Backenzähnen halten inzwischen seit rund 35 Jahren. Aus ästhetischen Gründen werden heute viele Zähne lieber mit Keramik gefüllt oder überkront, aber Gold ist von der Haltbarkeit und der Passform unübertroffen (man verzeihe mir diesen Ausflug in meinen ehemaligen Beruf).
Hier kommt noch ein Foto von der Golden Gate Bridge in San Francisco, die selbst allerdings von roter Farbe ist:

Benannt wurde die Brücke nach der natürlichen Einfahrt zur Bucht von San Francisco. Diese Einfahrt (the Golden Gate, das Goldene Tor) ist 1,6 Kilometer breit. Die Buchteinfahrt erhielt um 1846 während des Goldrausches in Kalifornien ihren Namen Golden Gate oder Chrysopylae von Captain John C. Fremont, den die Meeresstraße an das Goldene Horn (griech. Chrysoceras) in Konstantinopel/Istanbul erinnerte – Quelle: Wikipedia
Sodele, das muss zum Thema Gold reichen, ich will mich nochmal auf die Terrasse setzen. Es ist ein herrlicher Tag heute, mit so gutem Wetter hatten wir gar nicht gerechnet. Stefan hat am Holzzaun weiter gemacht, ich habe wieder mal den kompletten Rasen gemäht – mann, war der schon wieder hoch! – das erspart jede Muckibude. Und die Steuererklärung ist auch aus dem Haus! Das ist doch was. Nun kann’s Wochenende werden
Und ich wünsche euch allen ein besonders schönes solches. Zumindest bei uns ist an allen Ecken und Enden was los.
Morgen wird es dann zum guten Schluss noch ganz und gar “bundisch” und fast alle meine Fotos zum Projekt “Farbe bekennen” findet ihr in der Galerie.






