Archiv für die Kategorie „USA“

Lesestoff: Die Vermessung

. . . der Welt von Daniel Kehlmann.

vermessung Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts lese oder nur Gartenbücher, wenn ich euch mal eine Weile kein Buch vorstelle. Aber wenn es um archäologische Wälzer geht, die vom Limes handeln, denke ich mir halt, dass das doch zu speziell ist.
Vorsicht Falle! Ich meinte mit dem Römer/Limes-Wälzer nicht “Die Vermessung der Welt” – tut mir leid, wenn das jetzt zu Missverständnissen geführt hat.

Im Moment habe ich das Kehlmann Buch am Wickel, das ja wochenlang in den Bestsellerlisten geführt wurde. Und auch auf dem Cover überschlagen sich einige Leute geradezu, wenn sie die Qualität beurteilen. Und ich? Also – na ja – ich finde es “ganz nett”. Es handelt – mal kurz erzählt – vom Leben der beiden Wissenschaftler und Forscher Alexander vom Humboldt einerseits und Prof. Carl Friedrich Gauß andererseits. Nun finde ich es ja schon gut, dass hier nicht strohtrocken berichtet wird, wie der Herr Gauß seine mathematischen Formeln und der Herr von Humboldt den Orinoko fand, aber dass beide unentwegt durch den Kakao gezogen werden, erscheint mir dann doch befremdlich. Es kommt mir so ein bisschen vor wie bei einigen unserer aktuellen Comedians, die andere verunglimpfen, um selbst die Lacher auf ihrer Seite zu haben und Quote zu machen. Vielleicht hatte Autor Kehlmann in der Schule ja Probleme in Mathe und schlechte Noten in Geographie. (Wer sich jetzt über diese Unterstellung aufregt, dem sei gesagt, dass solche Unterstellungen im vorliegenden Buch unentwegt vorkommen.) Es ist schon ganz amüsant zu lesen, aber ohne jeden Tiefgang. Der Autor fabuliert halt, auch wenn er sicher im Vorfeld recherchiert hat. Wem bislang die Herren Humboldt und Gauß fremd waren, dem kann es mit Vorbehalt und maximal drei Sternen empfohlen werden. [ Das mit den drei Sternen stammt aus meiner Rezension bei Amazon.]

* * *

Der Buchstabe “B” beim ABC – Projekt

via Kerkis Farbenkleckse

Was bietet sich da Besseres an – wenn wir schon beim Thema sind *lach* – als Bücher. Ich bin ein Bücherfreak und Bücher liegen bei uns überall herum Die Schrankwand im Wohnzimmer fasst meine/unsere Bücher schon lange nicht mehr.

Belfe

buchwand

Gerade mal ein einzelnes Fach in der Bücherwand im Wohnzimmer

bubbagump

Oder wie wäre es mit Forrest – äh, Bubba Gump auf seiner Bank?

bison

Und einen Bison hätte ich noch zu bieten – leider nur ausgestopft.

Der stand vor einer Kneipe in dem verrückten Dörfchen Los Alamos, wo wir mitten in ein Volksfest mit Flohmarkt, Oldtimern und allem Drum und Dran gerieten.

Auch von diesem Fotoprojekt landen Woche für Woche ein oder mehrere Bilder zu den entsprechenden Buchstaben in der Galerie, die ihr in der rechten Seitenleiste oben anklicken könnt.

Die Farbe “Bunt”

. . . gibt es nicht – also was tun? Theoretisch hätte ich einiges auf der Festplatte von früheren Projekten, theoretisch hätte ich heute losziehen und was Buntes fotografieren können . . . praktisch habe ich aber den ganzen Tag mehr oder weniger im Garten verbracht und mich am Ende zu einer Collage aus farbigen Bildern entschlossen. Sozusagen das Projekt “Farbe bekennen” nochmal in komprimierter Form.

collagebunt

Liebes “Fräulein Himbeermarmelade“, das Projekt hat von Anfang bis Ende Spaß gemacht, ich war gerne dabei und sage Danke für die tolle Idee! Danke auch an alle anderen für die tollen farbigen Beiträge in euren Blogs. Alle habe ich nicht besucht, einige mehr, andere weniger regelmässig, aber es war toll, was ich alles bei euch zu sehen bekommen habe.

Insgesamt 34 Fotos mit dem heutigen befinden sich zum Thema “Farbe bekennen” in meiner Galerie.

Eins habe ich ja doch noch: ganz schön bunt ging es in den Läden von San Franciscos Chinatown zu:

chinatown

Na gut – wenn ich schon wieder in den Amerikafotos krame, dann hätte ich auch noch ihn hier:

papagei

Jetzt ist es aber gut ;-)

Es ist direkt schade, dass es vorbei ist, aber wir haben ja noch Pat’s ABC-Projekt. Und es ist vielleicht ganz gut, dass dort das Thema nur wöchentlich gewechselt wird. Da kommt man nicht so außer Atem ;-)

Die Farbe “Gold”

Ganz schön spät bin ich heute dran und vielleicht geht ja die Abendsonne demnächst so prachtvoll “golden” unter wie hier bei Big Sur auf dem Pacific Highway No.1

sonnengold

Ich hoffe, dass der goldene Sonnenuntergang auch auf euren Bildschirmen gut rüberkommt. Ich habe ihn an den Anfang gestellt, weil mir die Sonne heute zum Thema GOLD sehr schnell einfiel. Gold gilt als das edelste Metall schlechthin, obwohl z.B. Platin noch teurer ist. Aber schon immer war es das Gold, dass die Menschen in seinen Bann zog und mit dem sich vor allem diejenigen schmückten, die die Macht besaßen, es sich zu beschaffen.  Egal ob Kaiser oder Päpste – alle gierten nach Gold und besonders zu Beginn der Neuzeit wurden im neu entdeckten Amerika ganze Indiostämme wegen des Goldes ausradiert (und der Rest durch die Kirche). Aber schon die Herrscher der südamerikanischen Indios horteten ja das Edelmetall und schon sehr viel früher in der Menschheitsgeschichte war es immer wieder das Metall der Macht und des Prunkes. Warum wohl? Ich könnte mir vorstellen, dass es tatsächlich mit der Sonne zu tun hat oder dem Sonnengott, dem ja die meisten Herrscher gleichen wollten. Und auch heute ist es immer noch ein Zeichen der Macht . . .

trumptower

Trump-Tower in Las Vegas
. . . und des Luxus

vegasgold

Luxushotel in Las Vegas

Natürlich habe ich auch Gold im Schmuckkästchen . . . ja – und im Mund ;-)    Tatsächlich ist Gold eines der unangreifbarsten Metalle, medizinisch unbedenklich, es sind so gut wie keine Allergien bekannt (gilt nur für Feingold) und desalb wird es eben auch in der Medizin eingesetzt. Meine Goldgussfüllungen in den Backenzähnen halten inzwischen seit rund 35 Jahren.  Aus ästhetischen Gründen werden heute viele Zähne lieber mit Keramik gefüllt oder überkront, aber Gold ist von der Haltbarkeit und der Passform unübertroffen (man verzeihe mir diesen Ausflug in meinen ehemaligen Beruf).

Hier kommt noch ein Foto von der Golden Gate Bridge in San Francisco, die selbst allerdings von roter Farbe ist:

goldengate

Benannt wurde die Brücke nach der natürlichen Einfahrt zur Bucht von San Francisco. Diese Einfahrt (the Golden Gate, das Goldene Tor) ist 1,6 Kilometer breit. Die Buchteinfahrt erhielt um 1846 während des Goldrausches in Kalifornien ihren Namen Golden Gate oder Chrysopylae von Captain John C. Fremont, den die Meeresstraße an das Goldene Horn (griech. Chrysoceras) in Konstantinopel/Istanbul erinnerte – Quelle: Wikipedia

Sodele, das muss zum Thema Gold reichen, ich will mich nochmal auf die Terrasse setzen. Es ist ein herrlicher Tag heute, mit so gutem Wetter hatten wir gar nicht gerechnet. Stefan hat am Holzzaun weiter gemacht, ich habe wieder mal den kompletten Rasen gemäht – mann, war der schon wieder hoch! – das erspart jede Muckibude. Und die Steuererklärung ist auch aus dem Haus! Das ist doch was. Nun kann’s Wochenende werden ;-) Und ich wünsche euch allen ein besonders schönes solches. Zumindest bei uns ist an allen Ecken und Enden was los.

Morgen wird es dann zum guten Schluss noch ganz und gar “bundisch” und fast alle meine Fotos zum Projekt “Farbe bekennen” findet ihr in der Galerie.

farbtabelle3

Die Farbe SCHWARZ

ist heute gefragt. Schwarz an sich ist eigentlich nichts, eine Unfarbe, ein “muss-frau-nicht-haben” oder etwa doch? Stimmt, da wäre doch das berühmte “Kleine Schwarze” im Kleiderschrank! Hab ich aber nicht – überhaupt ist Schwarz im Kleiderschrank bei mir so gut wie Fehlanzeige. Schwarz steht mir nicht, Schwarz verbinde ich mit Trauer, Alter, Friedhof usw.

Ganz anders auf dem Elektroniksektor. Wenn ich mich so umsehe, dann sind unsere PCs schwarz, die Bildschirme, die TV-Geräte, die Stereoanlage, eine meiner Kameras und diverse andere Sachen aus diesem Bereich. Und mein Disc-Gear, die beste Aufbewahrungs- und Ordnungsbox, die ich für CDs ohne Hülle kenne:

collageschwarz

Auch in meiner Küche finde ich so einige schwarze Dinge, vor allem sind fast alle Töpfe und Pfannen inzwischen innen schwarz beschichtet.

schwarzepfanne

Also leer gefuttert ist sie innen definitiv schwarz ;-)

Im physikalischen Sinne erscheint ein Ding schwarz, wenn es Licht aller Wellenlängen absorbiert (schluckt). Mehr Physik findet ihr bei Blechi, die versteht was davon, ich nicht! Davon verstehe ich was von Psychologie und weiß, dass Schwarz oft mit Pessimus und Trauer verbunden wird. Man “sieht die Dinge schwarz” – nicht etwa durch die rosarote Brille (siehe bei Rosa). Irgendwie steht es oft auch für unerlaubte oder ungesetzliche Dinge, so beim “schwarzfahren” oder beim Schwarzmarkt. In der Jugendkultur steht die Farbe Schwarz für die Gothic-Szene, früher war ein ähnliches Outfit die Farbe der Existentialisten. Bei festlichen Anlässen gilt Schwarz als elegant – wenn ich mir das so richtig angucke, müssten man doch viel mehr schwarzgewandete Menschen sehen. Na, glücklicherweise nicht. In meiner Kindheit war es noch absolut üblich, das ältere und meist verwitwete Frauen schwarze Kleidung trugen. Man konnte sie sich garnicht anders vorstellen.

Ach ja, dann gibt es noch die berüchtigte schwarze Katze, die einem über den Weg laufen und Unglück bringen soll.

schwarzekatze

*

rochenschwarz

Noch eins aus dem Tierreich: ein Rochen im Aquarium von Los Angeles

Mir steht der Sinn heute ganz und garnicht nach Schwarz, denn draußen ist wunderbares Wetter, es sieht aus, als wolle der Sommer schon langsam auf sich aufmerksam machen. Ich werde mich gleich mal wieder raus in den Garten begeben. Und dort gibt es – glaube ich – so gut wie garnichts Schwarzes. Und das ist gut so.

Alle Fotos vom Projekt “Farbe bekennen” und vom ABC-Projekt auf der Seite Galerien.  Anklickbar rechts oben in der Sidebar.

Hellblaue Sehnsucht

Heute ist beim Projekt “Farbe bekennen” die Farbe Hellblau gefragt. Blautöne an sich sind absolut meine Farben – Blau in allen Variationen. Die Farbe der Sehnsucht, des Fernwehs ist für mich aber ein intensives Hell- bis Mittelblau, manchmal auch Meerblau oder Himmelblau genannt. Bevor ich heute also dazu komme, noch was Hellblaues zu fotografieren, greife ich mal ins Archiv und zeige euch Fernweh pur:

adlerblau

Am Himmel . . .

bluehighway

. . . auf der Straße . . .

blauerstrand

. . . dem Meer schon nah . . .

papageifisch

. . . und unter Wasser

Bild 1: Adler am Himmel bei Montezuma Castle / Arizona
Bild2: Straße durch den Joshua Tree National Park
Bild3: Am Strand von Helengeli / Malediven
Bild4: Papageienfisch unter Wasser / Helengeli

* * *

Aus dem Kleiderschrank

blaueklamotten

und ein hellblaues Sammelsurium

collageinhellblau

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