Archiv für die Kategorie „Rezepte“

Crime Time

Ich bin ein Krimi Fan, geb ich gerne zu. Aber gut muss er sein.  Fast immer sind es die Tatorte im Ersten, die mir besonders gut gefallen (es sei denn Andrea Sawatzki mischt mit). Das Interessante an den Tatorten ist, dass sie sich selten darauf beschränken einfache Mordfälle zu lösen, sondern fast immer auch brisante Themen angehen. Gestern war es mal wieder das Zölibatgebot der katholischen Kirche (Tempelräuber). Bisher habe ich mir so viele Gedanken dazu nicht gemacht. Ich finde das Zölibat einfach nur unnötig, antiquiert und unmenschlich. Wie unmenschlich es wirklich ist, wurde mir gestern Abend erst so richtig klar. Wir wissen ja längst, dass sich ein Großteil der katholischen Geistlichen nicht wirklich an die Enthaltsamkeit hält. Aber was das für die betroffenen Menschen, die Priester, ihre Lebensgefährtinnen und die gemeinsamen Kinder – vor allem für diese – tatsächlich bedeutet, das kann man sich gar nicht so richtig vorstellen. Man müsste alle Anwärter auf die Priesterweihe dazu kriegen, dass sie sich solidarisch erklären und sagen: So bitte nicht mehr. Da lobe ich mir doch die Religionen und Philosophien, die der Sexualität den naturgegebenen Platz im Leben eines jeden Menschen einräumen. Aber ich fürchte, die katholische Kirche hat einfach Angst davor, dass mit einer Lockerung des Zölibats letztendlich auch wieder das Dogma der Jungfräulichkeit der Maria in Frage gestellt wird. Aber das ist für mich sowieso der größte Blödsinn aller Zeiten. Und ich frage mich immer wieder, wie man einer Religion angehören kann, die von ihren Anhängern den Glauben daran einfordert.  – Nee, ich hör auf. Das führt zu nichts.

Crime Time > Heute Abend könnte es im ZDF einen sehenswerten Krimi geben: Der Tote im Spreewald – soll atmosphärisch sehr dicht sein.  Für gute deutsche Krimis lass ich alle amerikanischen sausen.

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Gerade via Kerstin (Terragina) entdeckt: Rezeptebuch

eine ganz tolle Rezeptesammlung!

Kürbiscrèmesuppe

. . . im Teller und ein Wetterchen zum Helden zeugen draußen.

Deshalb bearbeite ich die nächsten Fotos auch erst heute Abend, das Wetter läd zum Genießen im Freien ein.

kurbiscremeKürbiscrèmesüppchen mit selbstgebackenem Vollkornbrot

Ich entdecke erst in diesem Jahr das Kochen mit Kürbissen für mich. Mir geht es nämlich wie vielen von euch: früher kannte ich nur Kürbis süß-sauer eingelegt und das fand ich fürchterlich.  Nun bin ich am Experimentieren. Vor ein paar Jahren auf Comino (Nachbarinsel von Malta) haben wir mehrfach Pumpkinsoup als Vorspeise bekommen und das war sehr lecker. Für die Suppe oben habe ich gebracuht:

1 Butternutkürbis
4-5 kleine Kartoffeln
1 aromatischer, säuerlicher Apfel
Wasser, Apfelsaft, fertige Brühe, etwas Sahne

und zum Würzen: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat, Zwiebeln, etwas Balsamicoessig und etwas Steirisches Kürbiskernöl.

Ich koche den Kürbis im Ganzen halb weich, um ihn besser weiterverarbeiten zu können. Er wird dann geschält, in Würfel geschnitten (die Kerne vorher entfernen) und mit den geschnippelten Kartoffeln und dem Apfel im Topf mit einer halben Zwiebel angebraten. Dann mit Wasser bzw. Brühe auffüllen. Ich habe mit Wasser aufgefüllt und Delikatessbrühe in Pulverform dazu gegeben, weil ich nichts anderes da hatte. Man kann jetzt gleich würzen oder nach dem Pürieren. Wenn alles weich ist, wird’s also mit dem Mixstab püriert und das ist es auch fast. Würzen und abschmecken kann man ja ganz individuell. Mir hat die Suppe sehr gut geschmeckt, mal sehn, was die Herrn der Schöpfung heute Abend dazu meinen. Allerdings würde ich beim nächsten Mal den Apfelsaft durch einen Schuß trockenen Weißwein ersetzen. Mir würde eine mehr säuerliche Note noch besser schmecken.

So, nun mach ich den PC wieder aus und geh in den Garten.

Nachtrag: Rasen nochmal komplett gemäht. Aber es wird so früh dunkel und gegen die tiefstehende Sonne kann ich so schlecht gucken. Und im Schatten ist es echt kalt, so ein richtiges Wechselbad ist das. Aber dennoch – es war wieder ein herrlicher Oktobertag, den kann mir niemand mehr nehmen. Und morgen soll es nochmal schön werden, sogar noch wärmer.

Nobelpreisvergaben

. . . sind manchmal schon überraschend. Also zunächst finde ich ja inzwischen schon fast beschämend, dass ich  Herta Müller nicht kannte, war sie doch immerhin 1995/96 Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. Meine einzige Entschuldigung: Bergen-Enkheim ist das exakt andere Ende der Stadt Frankfurt – für mich also Ausland.

collagebergen

Der amtierende Stadtschreiber heißt übrigens Friedrich Christian Delius – nur falls er auch mal einen Nobelpreis bekommt. Und das alte Rathaus da oben im Bild ist leider nicht das Stadtschreiberhaus. Sonst würde ich mich auch mal bewerben .

Die nächste Überraschung war für mich heute der Friedensnobelpreis für Barack Obama, den amtierenden US-Präsidenten. Also ich war ja während des Wahlkampfes total für Obama und finde ihn auch nach wie gut auf seinem Posten, aber wofür um alles in Welt bekommt er nach gerade mal einem 3/4 Jahr Amtszeit den Friedensnobelpreis? Okay, seine Absichten sind gut, aber viel geleistet hat er noch nicht. Andererseits – so wie es in unserer Welt aussieht – kann man vielleicht derzeit keinen besseren Kandidaten finden. Wüsstet ihr einen? Allenfalls unter den vielen eher Unbekannten, die im Kleinen Gutes tun. Aber die kennt das Nobelpreiskomitee vermutlich nicht. Und wenn man bedenkt, dass auch Yassir Arafat einst den Preis bekam und der Nahostkonflikt nach wie nicht beigelegt ist . . . ach ja, Al Gore war auch ‘ne merkwürdige Entscheidung, fand ich zumindest. Aber zumindest hat ihn George Dabbelju nie bekommen.

* * *

Ob das heute bis auf Weiteres wirklich der letzte schöne Tag in diesem Jahr war? Der Nachmittag war in Frankfurt (und Wiesbaden) nochmal traumhaft, auch sehr warm. Ich war noch ein paar bunte Herbstblumen,  Gräser  und Blumenzwiebeln kaufen. Einen Teil davon habe ich bereits gepflanzt, der Rest wartet noch.

* * *

Morgen gibt es einen Pflaumen-Apfel-Kuchen mit Rahmquarkguss auf Hefeteig – im Prinzip nach einem Rezept, dass die liebe Pia in ihrem Blog zeigt: Guckst du hier >>> Herbstlicher Pflaumenkuchen

collagekuchen

Gegen Vampire

. . . oder neues aus dem Hexenkessel:   Das Wetter und die Jahreszeit lassen mich in der Küche kreativ werden. Schon ewig wollte ich mal ausprobieren, ob ich die von mir heißgeliebte Auberginencrème nicht selbst herstellen kann, denn wenn man sie kauft, ist sie doch recht teuer. Ich habe also mal ein bisschen im Internet nach Rezepten geguckt und dabei festgestellt, dass vermutlich jeder sein eigenes hat. Aber die Hauptbestandteile sind in etwa: Aubergine(n), Paprika, Salz, Pfeffer, einige Knoblauchzehen, was aus der Sparte Nüsse (Sesam,  Walnüsse, Mandeln), Frischkäse oder Joghurt, Zitronensaft oder abgeriebene Zitronenschale, eventuell Öl und oder Mayonnaise.

aubercremeLecker!

Ich habe aus einer großen Aubergine und einer kleinen roten Paprika (beides im Backofen weich gegart),  etwa 2 EL  Joghurt und nur minimal Mayo für den Geschmack ein knappes Glas (ca. 400g) Crème hergestellt (die anderen Zutaten sind mengenmässig zu vernachlässigen). Man müsste mal berechnen, wieviel Strom der Backofen verbraucht, um rauszukriegen, ob sich die Eigenproduktion lohnt. Und auch, ob man die Crème zum haltbarmachen einfrieren könnte.  Denn wenn man größere Mengen herstellt, sieht es natürlich günstiger aus. Die Auberginencrème steht nun im Kühlschrank – schlecht wird die bei mir garantiert nicht. Und Vampire haben keine Chance bei mir draculasmiley

Und dazu wieder ein frisch gebackenes Roggenmischbrot, diesmal mit Röstzwiebeln und Haferflocken und etwas weniger Brotbackgewürz.

brot

Herzhaftes

. . . aus dem Ofen gab es heute Mittag – ganz ohne Rezept, sozusagen ein überbackener Eintopf. War aber sehr, sehr  lecker.

auflaufElkes Herbsteintopf

Hier mal so in etwa ein Rezept:

Vorab die Menge Kartoffeln als Pellkartoffeln (nicht ganz weich) vorkochen, die ihr auch sonst zum Essen als Beilage rechnet. Ebenso einen Hokkaidokürbis mit der Schale nicht ganz weich kochen (später durchschneiden, Kerne entfernen und das Fleisch rauslöffeln oder würfeln).

Im Bräter geschnetzeltes (Schweine-)Filet mit Zwiebelchen anbraten, würzen, rausnehmen – anschließend geschnetzteltes Hühnerbrustfilet ebenfalls anbraten, würzen. Menge an Fleisch wieder in etwa soviel, wie ihr auch sonst bei der Hauptmahlzeit esst.

Dann Schweinefilet zurück in den Bräter oder Auflaufform, eine Schicht Kartoffelscheiben darüber, wieder mit Salz, Pfeffer, Kräutern, Knobi (wer mag) würzen, außerdem eine dünne Schicht Tomatensoße oder gestückelte Tomaten aus der Dose darüber geben. Dann kommt das gewürzte, geschnetzelte Hühnerbrustfilet darüber, dann wieder eine Schicht Kartoffelscheiben. Darauf dann eine Schicht Kürbis und Tomaten – alles wieder gut würzen und schließlich mit einem Sahne-Ei-Sößchen gut übergießen und ab in den Backofen. Das braucht etwa 30- 40 Minuten, je nachdem wie weich ihr vorher die Kartoffeln und den Kürbis gekocht hattet. Zehn Minuten vor Schluss habe ich dann noch ein wenig geriebenen Emmentaler darüber gestreut. Vom Sahne-Ein-Sößchen mal abgesehen ist nichts sonderlich kalorienreiches dabei. Ich habe nur ein Ei genommen und ihr könnt die Sahne auch durch Milch  ersetzen.  Würzen ist ganz wichtig. Ich staune immer, wieviel Gewürze solche Aufläufe vertragen.

Ich habe noch wenig mit Kürbis gekocht. Mit dem Hokkaido kann man aber nicht viel falsch machen. Ich finde, dass das Fleisch, wenn es gekocht ist, an sich schon ganz lecker ist. Erinnerte mich ein bisschen an die ungewürzte Avocado, ist aber bei weitem nicht so fettreich (pro 100g weniger als 1g Fett / die Avocado hat mehr als 20g Fett pro 100g). Ich will mal ein bisschen damit experimentieren z.B. auch als Brotaufstrich.

Ein toller Online Nährwertrechner hier.

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