Archiv für die Kategorie „Hoechst/Höchst“
Blogdesign & Weihnachtsmarkt
Wenn ich nach meiner heutigen Blogrunde einen 1. Platz für tolles weihnachtliches Blogdesign vergeben müsste, dann ginge der ganz sicher an Annelie, Shayanna oder unter welchem Namen ihr sie kennt. Mich hat das Design ihres Blogs “Nebenbei bemerkt” jedenfalls auf Anhieb verzaubert.
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Heute Nachmittag bin ich dann doch noch nach Höchst runter gelaufen und habe den Weihnachtsmarkt beguckt. Es war voll (wie immer), es war nass (wie fast immer am 1.Advent) und es war bis zu 16°C warm – das habe ich noch nie erlebt. Den ganz großen Spaß hat’s nicht gemacht. Erstens mag ich das Geschiebe und Gedränge nicht und wenn dann noch Regenschirme zu Waffen und Kinderwagen zu Bulldozern werden, dann reicht’s mir doch recht schnell. Liebe Leute, warum könnt ihr nicht Jacken oder Mäntel mit Kapuzen tragen anstelle des Regenschirms und liebe Eltern, Kleinkinder fühlen sich in einem solchen Gedränge auf Papas Arm, Schultern oder der Babytrage sicher wohler als zwischen den Stiefeln und Schuhen der Weihnachtsmarktbesucher.
Aber die irische Flötenmusik war schön und ebenso das Orgelkonzert in der Justinuskirche. Ich muss unbedingt die Justinuskirche mal wieder in Ruhe und gründlich in Augenschein nehmen. Sie ist innen wirklich wunderschön.

Ich schätze, das ist das kleinste Karussell, da ich je gesehen habe.
Es wird von Menschenkraft angetrieben.
Und hier geht’s zum Weinkeller unter dem Alten Schloss -
von außen sieht’s gemütlich aus, innen fast mittelalterlich
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Im Gartenblog gibt’s heute Katzenfotos 
Cool!
Oder eigentlich ja eher hot, was ich euch jetzt zeige:
Das müsst ihr anklicken und auf 800 x 600 vergrößern, das ist sooo schön!
Der heutige Nachmittag hatte reichlich schöne Herbstmomente für mich parat. Und dass ich zum Schluß noch diesen grandiosen Sonnenuntergang am Main fotografieren konnte, das war das Tüpfelchen auf dem “i”. Da war ich wirklich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Ich habe mich heute Nachmittag einige Stunden zum Fotografieren in Alt-Höchst rumgetrieben und jede Menge Bilder gemacht. Die Zeit ist jetzt ideal, weil einem weder Touristen die Sicht verstellen noch die Motive hinter dicht belaubten Bäumen verschwinden. War nur schade, dass die frisch renovierte Justinuskirche geschlossen war. Sie ist im Winter nur sonntags geöffnet. Es passiert da unten an der Mainpromenade noch immer ganz viel. Auch im Gärtchen der Kirche wird fleißig gearbeitet. Ich habe Steinmetze bei der Arbeit gesehen und im nächsten Frühjahr soll der alte Klostergarten wieder in neuer Schönheit erstehen.
Die karolingische Justinuskirche in Frankfurt-Höchst
Am Main kann’s wirklich wunderschön sein!
Jetzt werde ich erstmal in Ruhe alle Bilder sichten und die meisten stelle ich dann vermutlich als Galerie auf meiner Homepage unter “Höchst”. Vielleicht zeige ich morgen auch hier noch einige davon.

Veränderungen
. . . sind im menschlichen Leben normal und somit auch die im Stadtbild. Ich finde es manchmal schade, dass ich das alte Frankfurt vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt habe (bin aber viel froher, dass ich den Krieg ebenfalls nicht erlebt habe). In meiner Kindheit tat sich in der Frankfurter Innenstadt ganz viel und leider wurde bei der Notwendigkeit neuen, modernen Wohnraum zu schaffen oftmals nicht auf Ästhetik geachtet und manches noch abgerissen, was man heute erhalten würde. Inzwischen werden einige Zweckbauten aus den Fünfzigern und Sechzigern bereits wieder ersetzt.
Aber auch bei uns im Stadtteil Höchst tut sich ganz viel. Und weil hier später damit angefangen wurde, ist ein Großteil unserer Altstadt heute recht schön saniert. Aber es gibt nach wie vor eine ganze Menge Schandflecken, die vielerlei Ursachen haben. Außerordentlich unschön präsentiert sich, soweit ich zurückdenken kann, der Bereich zwischen dem Stadtteilende Richtung Nied (Zuckschwerdstraße), der Kasinostraße und der Königsteiner Straße im Bereich der Fussgängerzone. In diesem Bereich liegt der Andreasplatz, der wohl als PLATZ schon lange nicht mehr wahrgenommen wurde. Hier vergammeln viele alte Häuser, andererseits gibt es Baulücken, hässlich Hingeklatschtes, hier war viel zu viel Autoverkehr in engen Straßen und alles in allem ist dort außerdem ein Klein-Istanbul entstanden.


Im Moment ist dort alles aufgerissen, der Andreasplatz soll ein modernes, attraktives Gesicht erhalten. Und irgendwo hofft man auch immer noch, dass man den Autoverkehr in Zukunft irgendwie besser in den Griff bekommt. In der Emmerich Josef-Straße ist grad das Chaos ausgebrochen und genau dort sitzt mein Lieblingsoptiker, den ich heute aufsuchen musste. Also Auto stehen lassen und zu Fuß gehn. Und das war gut so. Plötzlich sind mir alle möglichen Fassaden mit Schmuckelementen aufgefallen, die ich vorher noch nie beachtet hatte. Es wäre schön, wenn einige dieser Häuser anschließend von den Eigentümern auch wieder auf Vordermann gebracht würden.


Ich habe mir vorgenommen immer mal wieder aufmerksam durch solche Gegenden zu laufen (und zu fotografieren), wo sich genau solche Veränderungen vollziehen. Zu gucken, was daraus wird, kann doch ganz spannend sein.
Die Fotos von heute habe ich als Galerie in die Höchst-Seite der MainZauber Homepage eingefügt.
Großes Lob muss ich jetzt aber unbedingt noch meinem Optiker zollen: meine Brille bekam neue Nasenstützen, neue “Überzieher” an den Bügeln, wurde auf Hochglanz gebracht – sieht aus wie neu! Und das alles kostenlos, als Service des Hauses. Ich weiß schon, warum ich seit Jahr und Tag dorthin gehe.
ABC > V
Villa, aus dem Lateinischen, bezeichnet ursprünglich ein vornehmes Landhaus mit großem Park, eine Sommerfrische derer, die es sich zusätzlich zu ihren opulenten Stadtpalästen leisten konnten, einen weiteren eleganten Wohnsitz zu unterhalten. Oftmals waren es auch große Landgüter, wo Pferdezucht betrieben wurde, Weinanbau oder denen Olivenhaine angegliedert waren.
Villen gibt es auch in Deutschland und das nicht zu knapp. Die meisten sind schon etwas älteren Datums, aber hier bei uns im reichen Rhein-Main- bzw. Taunusbereich werden auch heute noch moderne Villen für gut betuchte Menschen gebaut. Viele ältere Villen aus dem 19. oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut gleichen kleinen Schlössern oder Palästen und sind heute von Privatpersonen kaum noch zu erhalten.
Heute will ich euch die Villa Meister in Sindlingen vorstellen und damit wieder etwas Heimatkunde betreiben. Sindlingen ist der südwestlichste Frankfurter Vorort, zwischen Frankfurt-Höchst und Hattersheim direkt am Main gelegen. Wie die meisten Höchster und Unterliederbacher (Zeilsheimer, Sindlinger etc.) bin ich mit den Farbwerken Hoechst groß geworden (später Hoechst AG), die in meiner Kindheit nur “Die Rotfabrik” hieß. Diese Fabrik wurde zunächst durch die Herstellung von Anilinfarben groß und ihre Gründer von 1863 hießen Carl Friedrich Wilhelm Meister, Eugen Lucius und Ludwig August Müller. Später ersetzte Adolf von Brüning den Dritten im Bunde, sodass man meistens von der Höchster Farbenfabrik Meister, Lucius & Brüning spricht. Das soll reichen.
Es war Herbert von Meister, ein Sohn des Carl Friedrich Wilhelm Meister, nach welchem heute die Villa am Main mit großem Park, Pferdeställen und einer Remise benannt ist. Ihr Ursprung ist allerdings noch wesentlich älter und einst hieß sie “Villa unter den Linden”. Dieser Name nahm Bezug auf eine Lindenallee direkt unterhalb der Terrasse am Main.
Ansicht vom Mainufer aus
Ansicht vom Park aus
Ich war ehrlich gesagt einigermaßen baff, als ich vorhin durch das Tor des Kutscherhauses aus in den Park kam. So groß hatte ich mir das Anwesen nicht vorgestellt. Es handelt sich um eine schlossähnliche Anlage im Stil des Neobarock von 1902/04 in einem mauerumfriedeten Park mit Orangerie, Kutscherhaus, Pferdestall und Gärtnergebäude. Es waren italienische Kaufleute – Andreas und Franz Vaccani – die 1740 ein Hofgut in Sindlingen erwarben und es später an einen Karl Franz Allesina aus dem Piemont verkauften. Irgendwo habe ich für die Brüder Vaccani den Begriff “Galanteriewarenhersteller” gelesen – herrlich! Es handelte sich dabei um Brokatbänder in Gold und Silber.
Hofreite durch die man von der Allesinastraße aus das Anwesen betritt
Remise – von der Allesinastraße aus gesehen
Einer der Allesinabrüder heiratete 1724 in die Familie Brentano ein (die, wie sollte es auch anders sein, ebenfalls italienischstämmig ist). 1774 wurde in großem Stil Goldene Hochzeit gefeiert, bei der auch der junge Johann Wolfgang von Goethe anwesend war sowie einer der Brüder Bolongaro. Ich staune immer wieder, wie viele reiche italienische Kaufleute in unserer Gegend lebten. Insofern ist die Ähnlichkeit zwischen der Villa Meister und dem Höchster Bolongaropalast, die ich gleich empfunden habe, auch erklärbar. – Die Geschichte ging sehr wechselvoll weiter, ich werde sie mal anderenorts (auf der Mainzauber Homepage) ausführlich erzählen.

Im Treppenhaus
Details
Die Villa Meister ist heute eine Klinik für Sucht gefährdte Jugendliche. Ich hatte im Internet gelesen, dass das Gebäude deshalb selbst nicht besichtigt werden könnte. Ich bin aber einfach mal reinspaziert und habe an der Anmeldung gefragt, ob ich mich umsehen und im Treppenhaus fotografieren dürfe. Das war überhaupt kein Problem. Die Leute waren allesamt – auch vorne beim Reitverein – ausgesprochen freundlich. Die Jugendstilfenster haben mich wie immer geradezu magisch angezogen. Leider sieht man dem ganzen Anwesen an, dass das Geld fehlt, um es optimal in Schuss zu halten. Die heutigen Besitzer sind wohl eine Erbengemeinschaft der Familie von Meister. Das Treppenhaus ist wunderschön, es gibt Wandmalereien und einige alte Möblierungen.
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Das soll hier an dieser Stelle reichen. Aber ich bin sehr froh, dass mich der Buchstabe “V” des ABC-Projektes zur Villa Meister geführt hat. Ich habe noch mehr Fotos und Informationen. Am besten mache ich mich gleich daran, das auf der Mainzauber Homepage unter zu bringen.

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Kraniche! Eben habe ich sie zum ersten Mal in diesem Herbst gehört. Guten Flug!!!
High Tech …
. . . im neuen Bibliothekszentrum in Höchst, aber im Moment erstmal etwas unbefriedigend. Zum Beginn des neuen Schuljahres wurde der Neubau des BIKUZ (Bildungs- und Kulturzentrum) eröffnet, der neben dem Oberstufengymnasium (Friedrich Dessauer Gymnasium) auch die VHS und die Stadtteilbibliothek beherbergt. Als ich heute dort ankam, stand ich vor verschlossener Tür und einem dunklen Raum. Mit mir zwei weitere Menschen, die das auch nicht verstanden. Hatte doch in der Zeitung gestanden, dass die Bücherei heute zwischen 13 – 19 Uhr geöffnet sei. Dann kam allerdings ein älterer Herr um die Ecke des großen Foyers und sagte: “Sie müssen dort durch die Tür und dann rechts hinter der Treppe weiter.” Aha! – spannend. Und siehe da, dort war die Bücherei offen. Man kann jetzt auch Bücher über einen Automaten abgeben, wenn geschlossen ist und sogar an einem Computerterminal selbständig verbuchen, was man mitnimmt.
Weil ich trotzdem am Tresen noch etwas zu tun hatte, habe ich das Problem mit dem dunklen, verschlossenen Eingang angesprochen – mit reichlicher Zustimmung der umstehenden Herrschaften. Von den drei Büchereidamen meldet sich ausgerechnet die Einzige zu Wort, die ich bislang nicht kannte und kanzelte mich/uns ziemlich ab. Ihrer Meinung nach war das doch ganz klar, dass das vorne nur die Schulbücherei sei und wir offenbar alle ziemlich dumm. Es wechselten ein paar Sätze hin und her, einige Leute machten den Vorschlag, einfach nur für einige Zeit einen Zettel anzubringen, aber nein, die blonde Tussi die Dame blieb unverrückbar der Meinung, alles sei sonnenklar und auch überhaupt nicht zu ändern. Tja – ihr Leute, Service stell ich mir wirklich anders vor. Was nutzt mir da euer ganzes High Tech? Ich bin normalerweise eigentlich keine von den ganz Blöden und ich weiß, dass öffentliche Büchereien auch von noch älteren Leuten besucht werden. Die werden sich ebenfalls ziemlich vor den Kopf gestoßen fühlen. Wir sind nun mal keine Schüler des Dessauer Gymnasiums, denen die Örtlichkeiten vermutlich vorgestellt wurden. Wenn die junge Dame ja ein bisschen clever gewesen wäre, hätte sie wenigstens gesagt: Okay, wir gucken mal, was wir da machen können.
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Übrigens: Es ist jetzt 17 Uhr und draußen stürmt es wie verrückt.Ich habe mir gerade den letzten Newsletter vom Offenbacher Wetteramt durchgelesen, der verheißt nichts Gutes. Ab morgen dürfte der Sommer hier erstmal vorbei sein. Ich hoffe, dass es wenigstens auch Regen für den Garten gibt. Regen, bitte! Kein Unwetter, kein Hagel – das brauchen wir nicht.

