Archiv für die Kategorie „Frankfurt“

Glück gehabt

. . . oder wie gut, dass es die “immer-dabei-hab-handtaschenkamera” gibt. Bei nach wie vor schönem Wetter bin ich heute Nachmittag in die City rein, um mich endlich mal fotografierenderweise um unseren Dom zu kümmern. Der steht ja – wie schon erwähnt – endlich mal wieder ohne Baugerüste da. Und als ich dann vor der Schirn stand, um genau dieses Bild zu machen . . .

domturm

. . . verkündete mir das Display meiner Lumix G1 doch tatsächlich: Keine Speicherkarte vorhanden! Arrrgh – die lag nämlich noch am Läppi auf dem heimischen Schreibtisch. Bevor ich aber einen Schreikrampf bekommen konnte, fiel mir ein, dass ich meine kleine Panasonic ja auch noch dabei hatte.  Normalerweise nehme ich die raus, wenn ich mit der Großen auf  Fotosafari gehe, um die Handtasche zu entlasten. Das hatte ich diesmal vergessen. Et voila – ich hatte eine Speicherkarte und der Domturm kam doch noch in die Kiste (und viele andere Fotos außerdem). Ob ich dir hier zeige, weiß ich noch nicht, aber sie kommen auf alle Fälle auf die Mainzauber Homepage.  Der Ordner “City” ist dort nämlich noch total leer – so geht’s ja auch nicht.

Auf dem Weihnachtsmarkt am Römerberg, der in wenigen Tagen (25.11.) öffnet, war kein Durchkommen. Da wird geackert wie verrückt.

weihmarkt

Cool!

Oder eigentlich ja eher hot, was ich euch jetzt zeige:

mainsonn800Das müsst ihr anklicken und auf 800 x 600 vergrößern, das ist sooo schön!

Der heutige Nachmittag hatte reichlich schöne Herbstmomente für mich parat.  Und dass ich zum Schluß noch diesen grandiosen Sonnenuntergang am  Main fotografieren konnte, das war das Tüpfelchen auf dem “i”.  Da war ich wirklich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Ich habe mich heute Nachmittag einige Stunden zum Fotografieren in Alt-Höchst rumgetrieben und jede Menge Bilder gemacht. Die Zeit ist jetzt ideal, weil einem weder Touristen die Sicht verstellen noch die Motive hinter dicht belaubten Bäumen verschwinden. War nur schade, dass die frisch renovierte Justinuskirche geschlossen war. Sie ist im Winter nur sonntags geöffnet. Es passiert da unten an der Mainpromenade noch immer ganz viel. Auch im Gärtchen der Kirche wird fleißig gearbeitet. Ich habe Steinmetze bei der Arbeit gesehen und im nächsten Frühjahr soll der alte Klostergarten wieder in neuer Schönheit erstehen.

justinuskirche181109aDie karolingische Justinuskirche in Frankfurt-Höchst

MöwenAm Main kann’s wirklich wunderschön sein!

Jetzt werde ich erstmal in Ruhe alle Bilder sichten und die meisten stelle ich dann vermutlich als Galerie auf meiner Homepage unter “Höchst”.  Vielleicht zeige ich morgen auch hier noch einige davon.

sonnunmain181109

Netzknoten

Das war mir bis heute auch unbekannt: Fast der gesamte deutsche Datenverkehr fließt durch Frankfurts Netzknoten. Rund 4000 km superschneller Glasfaserkabel wurden im Untergrund verlegt. Heute wird an der Hanauer Landstraße der Grundstein für ein weiteres riesiges Rechenzentrum gelegt. Neben Amsterdam ist Frankfurt die Internetmetropole Europas. Erstaunlich, was man über Frankfurt immer noch an neuem erfahren kann.

Heute ist es übrigens nass! Kein Wunder – erst gab es im TV viel Wasser beim Seewolf, dann zuviel Wasser bei Titanic und schließlich fing es auch bei uns zu regnen an. Aber inzwischen hat es wieder aufgehört, nur trocken wird’s nun nicht mehr so schnell wie im Sommer. Na – unsere Katzels freuen sich über das frische Trinkwasser in Bach und Teich. Wir hatten ja die letzten Wochen nicht mehr nachgefüllt und nach dem Abstellen der Pumpe war doch viel im Reservoir verschwunden. Nun ist alles wieder gut gefüllt und dazu noch mit frischen Regen – statt mit Leitungswasser. Das ist doch für die Katzen fast wie Schampus statt Bitzelwasser.

November

Wie ihr seht, ist der Goldene Oktober im Blogdesign einem etwas weniger bunten Novemberoutfit gewichen. Und auch das heutige Wetter hat sich perfekt angepasst: draußen ist es grau, neblig und windstill – ein Novembertag wie aus dem Bilderbuch, nur kalt ist es (noch) nicht.  Unser Bächlein sprudelt nicht mehr, die Terrasse ist weitestgehend abgeräumt, der Blick kann nun wieder ungehindert bis zum Ende des Gartens gehn.

gartenblick

Noch wirkt es nicht allzu trist, einiges blüht immer noch und die Blätter im Gras beleben zusätzlich. Die müssen allerdings zusammengerecht werden  . Schaun wir mal, wie sich dieser Monat weiterentwickelt.

Ach ja – Halloween! Von wegen ruhige Gegend bei uns! Das war einmal.  -zigmal hat es gestern Abend an der Haustür geklingelt. Ich hatte nichts vorbereitet, weil das bisher bei uns im Wachtelweg noch kaum vorgekommen ist. Nun, ich habe Besserung gelobt und niemand ist unangenehm geworden. Mehrfach waren es kleinere Kinder, deren Mütter auf der anderen Straßenseite im Hintergrund aufpassten.  Einmal waren es drei Mädels, die sich sogar richtig prachtvoll zurecht gemacht hatten. Ich werde meine Abneigung gegen den Halloweenrummel sicher nicht aufgeben, aber doch im nächsten Jahr ein bisschen was da haben. Vielleicht stell ich sogar einen beleuchteten Kürbis auf. Stilecht war aber gewiss das große Spinnennetz, das sich mal wieder zwischen Haustürrahmen und -lampe zog *lach*. Aber das ist leider an dieser Stelle fast immer da.

Nachtrag: Was ich am Freitag mehr schlecht als recht von der Aussichtsplattform der Zeilgalerie fotografieren konnte, das war der der Domturm. Dennoch war es im Grunde etwas Besonderes, denn der Turm unseres St. Bartholomäusdomes war nun exakt 9 Jahre lang zwecks Sanierung eingerüstet und verhüllt. Sehr richtig, wenn auch leicht überspitzt,  stand in der Samstagsausgabe  meiner Zeitung in etwa: “Vielleicht können sich noch ein paar ältere Frankfurter erinnern, dass der Domturm früher mal so aussah“:

domturm

Dom und Turm haben auch eine Beleuchtung erhalten und das könnte mich doch glatt demnächst nochmal am Abend verführen,  dem Römerberg einen Besuch aubzustatten.

FFM – Teil2

Hier nun der zweite Teil meines gestrigen Spaziergangs. Wenn man von der alten Oper nicht schnurstracks durch die Fressgass’ weiter Richtung Hauptwache läuft sondern außen rum, dann gelangt man wieder in den inneren Grüngürtel, in diesem Fall in die Bockenheimer Anlage (neuerdings auch “Liesel-Christ-Anlage”). Hier kann man durchatmen – welche Wohltat! Die vielen hohen, alten Bäume und die übrigen Anpflanzungen filtern die Luft, nehmen die Abgase auf und produzieren Sauerstoff.

fontaenebocken

Apropos Liesel Christ: Wer nicht aus Frankfurt ist, kennt Liesel Christ vielleicht trotzdem. Sie war eine großartige Volksschauspielerin und ist vielen aus der Familie bzw. Firma Hesselbach bekannt (siehe hier.) Wer kennt von mir nicht den Seufzer  “Kall, mei Drobbe”, den natürlich Mama Hesselbach bekannt gemacht hat.

fischreiher

Sogar Fischreiher und anderes Wassergetier gibt es hier zu entdecken
(auch die “nackische” Dame von gestern steht in dieser Anlage)

In der Bockenheimer Anlage steht auch das Nebbien’sche Gartenhaus. Das klassizistische Häuschen gehört sicher zu den Kleinoden Frankfurts, die im Krieg nicht zerstört wurden. 1810 erbaut für den Verleger Marcus Johannes Nebbien, steht es seit ca. 1950 dem “Frankfurter Künstlerclub e.V.” zur Verfügung. Man kann es mit dem Petrihäuschen an der Nidda (Brentanopark) vergleichen.

nebbi1
nebbi2Brunnen im dazugehörigen Barockgärtchen

Die Liesel-Christ-Anlage endet an der Schillerstraße bzw. der großen Kreuzung am Eschenheimer Turm. Kurz vorher entdeckte ich eine ganze Reihe stattlicher Gingkobäume, die bei uns ja auch als Goethebäume bekannt sind. Und hier stehen tatsächlich nicht nur männliche Gingkobäume sondern auch die weniger geschätzten weiblichen (die reifen Früchte der weiblichen Gingkos sollen angeblich nach ranziger Butter riechen).

ginkgow
Kunterbuntes Frankfurt – Kontraste

collageschillervon links im Uhrzeigersinn: Eschenheimer Turm, der neue “schiefe Turm von Frankfurt”,
das Portal des früheren Thurn und Taxis Palais, darunter der Blick in den Innenhof des Palais’
und schließlich ein Marktstand auf der Schillerstaße.

Was man auf der Collage sieht, gehört für mich zu den neuestens städteplanerischen Bausünden in Frankfurt. Hochhaustürme im Bankenviertel sind ja schön und gut, aber dieser neueste “Tower” mitten im alten Frankfurt, als Hintergrund für das frisch restaurierte Thurn-und Taxis Palais, das ist ein Katastrophe! Das sogenannte “Palais-Quartier” war wohl, soweit ich das verstanden habe, ein Gesamtpaket. Es gehört außerdem noch das neue Einkaufszentrum “My Zeil” dazu, das sowohl optisch als auch tatsächlich mit dem Hochhausturm verbunden ist, ein Hotel und eine Tiefgarage.

saugrohr“My Zeil” mit seiner trichterförmigen Glasfassade
ein Saugrohr mitten hinein in den Konsumtempel

diezeilDie Zeil – Frankfurts Einkaufsmeile reicht von der Hauptwache bis über die Konstablerwache hinaus

Direkt neben dem neuen “My Zeil” bfindet sich die Zeilgalerie. Auf der achten Etage befindet sich eine offene Aussichtsplattform, von der man einen genialen Rundblick über Frankfurt genießen kann, sofern das Wetter mitspielt.

osthafenBlick nach Osten – der typische New Yorker Hochhaus-Baustil der Zwanziger Jahre
stand Pate für das Main Plaza (rechts) im Deutschherrrnviertel in Sachsenhausen,
links hinten sieht man das Main Triangel. Das Deutschherrnufer hat sich in den letzten Jahren
unter dem Motto “Urbanes Leben am Fluß” zu dem angesagten Viertel in Frankfurt entwickelt.

domBlick auf den Dom – das umstrittene Technische Rathaus steht immer noch.

Unter dem in den Siebziger Jahren erbauten Technischen Rathaus liegen die ehemaligen Straßenzüge Hinter dem Lämmchen, Neugasse und der an den Alten Markt angrenzende Hühnermarkt. Ihre kleinteilige Bebauung wurde 1944 zerstört, die Trümmer bis 1950 abgeräumt. Im Zuge einer neuen Altstadtsanierung und Wiederbebauung soll das Technische Rathaus abgerissen werden. Noch wird viel diskutiert, wie die “neue” Altstadt aussehen soll. Der Römerberg in seiner augenblicklichen Form (bei Touristen sehr beliebt) wird schon oft genug als Frankfurts Puppenstube verspottet. Mir gefällt er übrigens.

paulskircheBlick auf die Paulskirche – Deutschlands “Wiege der Demokratie”
Hier tagten 1848 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung,
der ersten frei gewählten Volksvertretung Deutschlands.

katharinenkirchenDie Katharinenkirche
(ganz rechts unten in der Ecke ist noch ein Teil der Hauptwache angeschnitten)

bankenvietelUnd ein letzter Blick auf’s Bankenviertel mit seinen Hochhäusern
unten nochmal ganz klein die historische Frankfurter Hauptwache

So – das war’s. Es gab noch mehr Fotos, aber irgendwie passen die hier nicht so richtig rein. Vielleicht zeige ich sie mal in einem anderen Zusammenhang, auf die Mainzauber Homepage kommendie Bilder nach und nach natürlich auch.

Hier geht’s zurück zu Teil 1: Frankfurts City vom 30. Oktober 2009

Archiv
Mai 2012
M D M D F S S
« Jun    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031