Archiv für die Kategorie „Unterliederbach“

Lieblingsbaum

Wenn ich einen Hund hätte, müsste ich ja raus. Auch so hatte ich heute ein echtes Bedürfnis nach Frischluft, aber inzwischen hat es sich kräftig eingeregnet. Trotzdem bin ich mal zum “Lieblingsbaum” gefahren, nach dem Blechi neulich gefragt hat. Meiner steht auf dem Parkplatz vom Silobad. Ich mag ihn, weil er wunderbar gewachsen ist und sich im Herbst sehr schön verfärbt. Trotz des Regens habe ich ihn fotografiert. Wer weiß, ob er noch Blätter hat, wenn die Sonne wieder rauskommt.

collagebaum

Sollte die nächsten Tage doch wieder die Sonne scheinen, dann werde ich ihn nochmal im Sonnenlicht fotografieren.

Was mir zum “U” eingefallen ist:  ich finde es interessant, dass unser Ortsteil, der früher mal Nidernliederbach hieß, heute Unterliederbach heißt. Es gibt eine Reihe Frankfurter Ortsteile, die in Nieder- und Ober- XYZ geteilt sind und alle haben ihr “Nieder” behalten: Niederrad (Oberrad), Niedereschbach (Obereschbach), Niederursel (Oberursel), Niedererlenbach (Obererlenbach), nur eben Unterliederbach nicht. Die Orte mit “Ober” – gehören übrigens alle nicht zu Frankfurt, ist auch witzig. Warum es nun im Fall von Unterliederbach zu dieser Änderung kam, weiß ich nicht. Ganz viele Fotos und Information zu Unterliederbach gibt es auf meiner Homepage:  MainZauber / Unterliederbach.

Gegensätze

Heute am frühen Abend war ich mit dem neuen Radl unterwegs. Ich weiß zwar nicht, ob und wieviel ich für das gestohlene Rad von der Versicherung bekomme, aber ein neues musste her. Ich habe es wieder über http://www.fahrrad.de gekauft (angucken hier) und bin auch wieder mit der Schnelligkeit der Lieferung und dem Rad an sich zufrieden. Es ist preiswerter als das alte war , die großen Bergtouren habe ich nicht mehr vor, frau wird ja nicht jünger. Ein Cityrad mit Dreigang tut’s, wir wohnen schließlich im flachen Land. Für den Höchster Mainberg reicht’s.

Heute war es nach anfänglich sehr zögerlicher Auflockerung der Wolken urplötzlich am Nachmittag wieder sehr heiß. Meine Runde habe ich durch Unterliederbachs Westen gedreht, also um die “vier Ecken” von unserem Haus und habe damit auch die vorerst letzten Unterliederbach Fotos für die Homepage gemacht. Allerdings hatte ich nur meine Handtaschenkamera einstecken, aber die Bilder sind trotzdem ganz gut geworden, denke ich.

Ich wollte die unterschiedliche Bebauung in unserem Teil Unterliederbachs herausarbeiten, aber ich glaube, das ist mir nicht so gut gelungen. Vor allem die eigentlich potthässliche sog. Parkstadt, dieses in den Anfängen stecken gebliebene Bauprojekt der früheren Hoechst AG, das heute wegen der strengen Sevesorichtlinien (Industriepark) nicht mehr weitergebaut werden darf, sieht bei blauem Sommerhimmel und Abendsonne fast manierlich aus. Man sollte es nur bei schlechtem Wetter fotografieren ;-)

collagewest

Die einzelnen Fotos von heute stelle ich gleich noch in die Galerie der Unterliederbachseite auf der MainZauber-Homepage. Viele der schönen alten Häuser im “Vogelviertel” kann man gar nicht fotografieren, weil sie total eingewachsen sind oder hinter hohen Mauer und Hecken verschwinden. Vom Fahrradsattel aus sieht man immer noch ein Stückchen mehr als vom Fußweg aus.

Auch heute

. . . war ich wieder unterwegs mit fiffi .   Diesmal habe ich mir den Osten Unterliederbachs ausgeguckt, wobei ich mich da im Grunde die meiste Zeit schon auf Höchster Boden befunden habe. Aber das ist im Gegensatz zu früheren Zeiten inzwischen ziemlich egal, weil die Übergänge eh kaum noch zu erkennen sind. Nein, sie sind gar nicht zu erkennen, man muss sie wissen. Mein Ziel war das neue Lindenviertel, dass entstanden ist, nachdem die McNair Kaserne Ende des letzten Jahrhunderts aufgelöst wurde. Seitdem hat sich dort zwischen der Kurmainzer Straße (Höchst) und Sossenheimer Weg (Unterliederbach) ganz viel getan.

Für diejenigen, die sich nicht erneut durch die Texte auf der Homepage durchlesen wollen, hier nur ganz kurz:

“Im Osten verschmilzt Unterliederbach ebenso nahtlos mit Höchst und Sossenheim, etwa auf der Höhe des Friedhofs und dem neuen “Lindenviertel” (früher McNair Kaserne, noch früher Höchster Oberfeld). Dort im Höchster Oberfeld plante die damals noch selbständige Stadt Höchst am Main zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen neuen Stadtteil mit Schule und Volkshaus als Zentrum. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Stadt dort aber zunächst die französische Besatzungsmacht mit ca. 3500 Soldaten unterbringen. Später übernahmen die Nazis die bereits bestehenden Gebäude und nach dem Zweiten Weltkrieg schließlich die Amerikaner. Auch die Währungsreform von 1948 unter Ludwig Ehrhard wurde hier in die Wege geleitet. So kann’s gehen. Ganze hundert Jahre hat es gedauert, bis schließlich dieses neue Wohngebiet doch noch entstanden ist.”

collagemitsch

Links oben ließ sich ein Distelfalter auf einem Schmetterlingsflieder im Innenareal der früheren Kaserne nieder, rechts oben lacht uns die Psychoanalytikerin, Ärztin und Schriftstellerin Margarete Mitscherlich-Nielsen an, links unten sehen wir das Portal der ehemaligen McNair Kaserne, rechts unten empfehle ich eine Intimrasur ;-)

Auf der MainZauber Homepage findet ihr jetzt die Seite Unterliederbach unter dem Menue “Westen” !!! Die neuen Fotos sind noch teilweise in der oberen Galerie, dann aber vor allem in der zweiten Galerie untergebracht.

Nachtarbeiter

Es ist mal wieder 3 Uhr in der Früh und ich hab noch den PC am laufen. Grund ist die Neufassung meiner Homepage, diesmal auf WordPressbasis und ich bin mit dem Ergebnis bisher zufrieden. Nur muss das Teil jetzt natürlich mit Leben gefüllt werden. Neulich habe ich euch für Saris Projekt 52 ( 100m um dich herum oder so ähnlich hieß die Aufgabe) einige Fotos aus dem alten Ortskern von Unterliederbach gezeigt. Das gab den Ausschlag dafür, dass ich die Homepage auch mit Unterliederbach angefangen habe – ist ja schließlich auch meine eigene Keimzelle.

Wer sich also nochmal – und diesmal viel mehr – Fotos von Unterliederbach angucken will, kann das jetzt auf der neuen Mainzauber Homepage tun – Fortsetzung folgt.

Die URL >>> einfach nur http://mainzauber.de

Frankfurt am Main

Helmut schreibt in seinem Kommentar zu “Draußen” >>> du zeigst uns mal einen anderen Blick auf die Bankenmetropole Frankfurt.
An sich tue ich das sogar meistens. Weil das Frankfurt der Banken und Hochhäuser nicht wirklich “Frankfurt” als Ganzes ist sondern fast ausschließlich die City. Frankfurt hat um die City herum jede Menge grüner und zum Teil noch sehr dörflicher Vororte oder solche Vororte wie Höchst, das ja selbst schon Stadt war, bevor es eingemeindet wurde. Eine Stadt, die als schmutziger Industrievorort durch die frühere Hoechst AG lange Zeit ebenfalls seinen Ruf weg hatte – der heute noch anhält – und so gut wie nie gerechtfertigt war. Unsere westliche Vororte wurden doch in der FR schon mal als Frankfurts Armenhaus bezeichnet, dabei bieten sie zum Wohnen eine Lebensqualität von der die City nur träumen kann. Kleine verträumte Ecken wie unser Vogelviertel, die Eisenbahnersiedlung in Nied und ähnliche Gruppierungen in Zeilsheim würden – stünden sie in England oder Frankreich – von Touristen mit vielen Ahs und Ohs bestaunt werden. Höchst hat zwei Schlösser vorzuweisen.  Es ist schlichtweg falsch, wenn Frankfurt am Main immer nur als Stadt der Banken bezeichnet wird. Mainhatten – das ist nur ein ganz kleiner Teil von Frankfurt.

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