Archiv für die Kategorie „Vögel“

Überraschung!

Auf dem folgenden Bild sehe ich drei Sachen, von denen zwei sehr überraschend sind:

virburnum

  • Die Meise war das eigentliche Objekt

  • Die Schere hab ich wohl im Flieder vergessen!

  • und dann . . . im Hintergrund sehe ich Blüten!!! Unser Winterschneeball blüht und ich hab’s noch nicht gemerkt.

Da muss ich natürlich morgen bei hoffentlich gutem Licht näher ran. Im Palmengarten hatte ich neulich dieses Foto gemacht:

Winterschneeball (Viburnum bodnantse Dawn)

* * *

In der Küche duftet es nach einem frisch gebackenen Brot, diesmal aus einer Biobackmischung mit Vollkornmehl. Aber morgen werde ich mal ein paar Plätzchen backen, wenigstens ein paar. Mehr ist gefährlich, denn dann ess ich die wieder alle alleine auf.  Meine Männer sind nicht so die großen Süßessser.

biobrot

Von wegen

. . .  warm und trocken! Mich hat es sehr schnell wieder nach Hause gezogen, als sich die Wolken wieder entluden und es plötzlich draußen finster war wie im sprichwörtlichen Kuhhintern. Vermutlich wird’s so werden wie gestern: die Sonne kommt raus, wenn es gleich wieder Zeit für den Sonnenuntergang ist. Aber mild ist es schon, so um die 15°C.

meisehier

Vor ein paar Tagen habe ich am immer noch gut belaubten Flieder einen “Versuchsballon” = Meisenknödel aufgehängt, der aber wie erwartet noch kaum besucht wird. Es gibt ja auch noch genug natürliches Futter . . . dachte ich. Von wegen.

meisennachbar

Ein voyeuristischer Blick mit dem Teleobjektiv in Nachbars Garten belehrte mich eines Besseren: die Kerlchen treiben sich dort drüben rum. Da wird schon kräftig angefüttert. Sowas! Aber unser großes Futterhaus wird erst aufgestellt, wenn die Natur wirklich nicht mehr viel zu bieten hat.

ABCprojekt “W”

. . . und dann auch gleich noch zauberhafte Herbstmomente kann ich euch heute liefern. Waren die Turmbeiträge gestern aus dem Archiv, so sind die neuen Bilder noch ofenwarm.

momentekatja

Für das ABC Projekt mit dem Buchstaben “W” bin ich nämlich heute extra nach Wiesbaden gefahren. Das war schon lange fällig, denn obwohl unsere hessische Landeshauptstadt nur eine knappe halbe Autostunde vom Frankfurter Westen entfernt ist, kenne ich Wiesbaden kaum. Zunächst habe ich mal mein Auto  in Höhe der Rhein-Main-Hallen abgestellt, einer der ganz wenigen Punkte, wo ich schon öfter mal war. Eine Grünanlage führt in der einen Richtung zum Wiesbadener Hauptbahnhof,  in der anderen Richtung Innenstadt. Ich bin erstmal zum Bahnhof marschiert, durchaus willens nach einer Info zu gucken, um einen Stadtplan zu ergattern. Gab’s aber nicht (oder ich hab’s nicht gefunden).

europastierEuropa auf dem Stier (Reisinger Anlage)

Das einstige Reichsbahngelände, unmittelbar vor dem Wiesbadener Hauptbahnhof gelegen, wurde 1932 auf Initiative der Stifter Hugo Reisinger und Adam Herbert in eine Grünanlage umgewandelt. Diese Reisinger Anlage ist an sich recht hübsch gemacht und nimmt irgendwie Bezug auf die Mythen von Europa und Zeus. Leider ist das Säulentempelchen im Hintergrund mit Tafel und ursprünglicher Gestaltung völlig von Graffitis und Geschmiere verschandelt. Da könnt ich grad wieder die große Wut bekommen.

[Europa ist eine Gestalt der griechischen Mythologie, die Tochter des phönizischen Königs Agenor. Zeus verliebte sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte. Er schwamm mit ihr nach Matala auf der Insel Kreta, wo er sich zurückverwandelte. Der Verbindung mit dem Gott entsprangen drei Kinder: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Auf Grund einer Verheißung der Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt.]

bahnhofBlick zum Hauptbahnhof

Wiesbaden liegt am Rhein und zwar als Landeshauptstadt Hessens der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz genau gegenüber. Es ist sogar noch verrückter, es gibt einen Wiesbadener Stadtteil, der Mainz Kastel heißt und somit zu Hessen gehört. Kastel liegt rund einen Kilometer unterhalb der heutigen Mündung des Mains in den Rhein. Hessen und Rheinland Pfalz sind durch eine Brücke zwischen Mainz-Kastel (Wiesbaden)  und Mainz verbunden.

bahnhofturmHauptbahnhof mit Uhrturm (somit hätte ich auch noch einen Turm!)

Der aus rotem Sandstein erbaute Hauptbahnhof wurde 1906 im Beisein Kaiser Wilhelms II. eingeweiht. Der Bau ist vorwiegend in klassischem Neobarock gehalten. Die Anordnung seiner Einzelheiten wie Turm (40 m), Pavillon und Halle sind der Zeit entsprechend prunkvoll ausgestaltet. Wenn man durch Wiesbaden flaniert, fällt einem automatisch der bekannte Satz ein: Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wiederhaben. In Wiesbaden kann man noch sehr viel Architektur aus der Ära Wilhelms II.  finden.

Vom Hauptbahnhof bin ich dann zum Auto zurück, mit diesem die Wiesbadener Prachtstraße hinauf, die – wie sollte es anders sein – Wilhelmstraße heißt.  Hier gibt es übrigens keine Parkplätze am Straßenrand – nur falls es euch mal nach Wiesbaden verschlägt.  Einen Parkplatz gefunden habe ich aber in der noblen Parkstraße (die nichts mit parken zu tun hat), die am Alten Kurpark entlang führt. Genau da wollte ich hin.

kurparkweiher1Kurparkweiher

Und damit kommen wir schon wieder zum Element Wasser,  das in Wiesbaden allgegenwärtig ist. Der Kurpark ist wunderschön und der Weiher sehr groß.

fontaeneIn der großen Fontäne brach sich gerade das Sonnenlicht

sitticheSittiche im Wiesbadener Kurpark

Insgesamt leben in Wiesbaden und Umgebung über 1000 Halsbandsittiche und mehrere hundert der großen Alexander-Sittiche frei in den Parkbäumen. Das kalte Winterwetter und Minusgrade machten den Tieren nichts aus.  Halsband- und Alexander-Sittiche sind ziemlich robust.
In deren Heimatregionen in Indien und Afrika kann es – wie in Deutschland – empfindlich kalt werden. Limitierende Faktoren sind vielmehr das Angebot von Nahrung und Bruthöhlen. Dabei sind die Sittiche nicht wählerisch:Sie knabbern alle möglichen Blätter, Früchte und Samen – etwa von Eschen, Platanen, Hainbuchen und Linden, aber auch von Rosskastanien, Pappeln oder Ahorn.  (Quelle: Die Papageienbäume von Wiesbaden)

Aber auch Eichhörnchen konnte ich im Kurpark beobachten, dieses hier war gleich mit einem ganzen Apfel unterwegs:

eichhornapfel

eichhornstamm

Richtung Kurhaus und Casino kam ich auch wieder an einer der typischen “Ruinen” vorbei, die zu den im englischen Landschaftsgartenstil angelegten Parks einfach dazu gehören.

saeulen

In diesem Fall handelt es sich aber um einige Säulen des alten Kurhauses,
das dem 1907 eingeweihten neuen Bau weichen musste.

jahreszahl1810 – aber es sieht aus, als würde hinter dem  “X” etwas fehlen.

Das herrliche Kurhaus von innen zeige ich euch morgen – hier nur noch einer der großen Brunnen in der Anlage davor:

kurbrunnen1Wasser in Wiesbaden – Brunnen in der Grünanlage vor dem Kurhaus/Casino

Irre Mordgelüste

. . . überkommen mich manchmal gegenüber dem Herrn Kater. Gestern erst habe ich unser Gästezimmer auf Hochglanz gebracht, so richtig mit allem Drum und Dran und heute kotzt der Herr Kater mitten auf den Teppich. Da könnt ich doch die Krise kriegen. Ja, man könnte die Tür zum Gästezimmer auch zu machen – ich weiß. Nur ist es dann da hinten im Flur immer so dunkel, wenn von dort kein Licht durch die Fenster kommt. Also steht die Tür meistens auf, wie überhaupt fast alle Türen bei uns, zumindest wenn ich alleine bin. Mein GöGa ist eher der Türzumacher. Dem darf ich das sowieso nicht erzählen. Er würde unseren Garfield eh am liebsten im Garten halten. Verstehn kann ich das ja – manchmal ;-)

garf151009Was hat die nur schon wieder? Ich bin doch ganz brav – total relaxt

* * *

nilgaenseNoch von gestern

Ammersee / Turnfest

Kein Ammersee ist unser Teich im Garten und der Vogel von gestern vermutlich leider doch nicht die seltene Zippammer, sondern ein Bluthänfling (Carduelis cannabina). Die Auflösung verdanke ich Blechi – dankeschön!!! Diesen Vogel kannte ich bisher auch nicht, hatte ihn auch bei meiner Suche nicht entdeckt, aber auf ihn trifft alles bestens zu und er ist auch keineswegs so selten wie die Zippammer. Mehr dazu im Gartenblog.

In Frankfurt findet am Pfingstwochenende das Internationale Deutsche Turnfest 2009 statt (30.5. – 5.6.), wobei ich mich gerade frage, ob es nun ein deutsches oder ein internationales Turnfest ist. Wer also in unsere Gegend kommt und nichts mit dem Turnfest am Hut hat, der sollte um Frankfurt-Innenstadt am besten einen großen Bogen machen. Fahrt lieber Richtung Wiesbaden,  kommt zu uns in den Westen und guckt euch mal das schöne Alt-Höchst an.

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