Archiv für die Kategorie „TV“

Die Technik / Verena

. . .  hat’s manchmal in sich.

1) Inge aus HH hat offenbar PC-Probleme und bittet mich jemanden zu finden, der an ihrer Stelle das Türchen am 19. Dezember gestaltet. Das ist jetzt etwas kurzfristig, aber vielleicht findet sich wer. Bitte schnell bei mir melden!!!

2) Mein Webhostingserver scheint im Moment abends etwas schwach auf der Brust zu sein, jedenfalls komme ich oft schlecht ins Netz, wenn ich hier ein Posting loswerden will und einige von euch haben über’s Kommentieren ähnliches berichtet. Tut mir leid, ich hoffe, dass sich das wieder ändert. Kann aber auch eine generelle abendliche Netzüberlastung sein. Es ist früh dunkel, es ist kalt, da werden sich sicher sehr viel mehr Nutzer im Internet tummeln als gewöhnlich.

Aber es gibt auch geniale Technik:

Heute brachte mir Hermes der Götterbote das Weihnachtsgeschenk, das ich mir selbst mache: einen Full HD LCD Fernseher mit einem integrierten Blu Ray Player. An sich bin ich ja nicht der große Technikfreak und mein alter Röhrenfernseher hätte es für mich noch ‘ne Weile getan, aber er hatte in letzter Zeit immer öfter so seine Macken – tja und da sollte es wohl sein. Mein GöGa hatte vor ein paar Jahren einen der ersten HD ready Fernseher gekauft (ja, wir haben zwei – es ist der pure Luxus, ich geb’s zu), mit einer riesigen Bildschirmdiagonale, das war schon der Hit. Aber ich kann euch sagen, als ich vorhin “Der mit dem Wolf tanzt” als Blu Ray Disc in meinen neuen eingeschoben habe, das war eine Offenbarung, ein Quantensprung sozusagen.  Obgleich mein Bildschirm kleiner ist, ist es schon fast Kinoerlebnis pur. Ich habe den Film ja schon öfter gesehen, aber das war wirklich ein Erlebnis, zumal ich sicher bin, dass auf der DVD ein Directors Cut drauf ist, der Film also sehr viel ausführlicher gezeigt wird, als ich ihn bisher kannte.  Das Fernseherlebnis ist im Moment noch nicht so genial, da ich einen analogen Satreceiver habe. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das Christkind dem noch abhelfen wird. Ich kenn doch meine Männer – samt und sonders Technikfreaks. Ich schätze, ich werde in nächster Zeit öfter mal Gäste in meinem Privatgemach haben ;-)

Und wer öffnet nun morgen das nächste Türchen? Schaun wir mal: Ah ja – es ist Verena – da bin ich sehr gespannt.

Ich bin jetzt wieder einigermaßen fit und morgen werde ich ganz sicher mal wieder eine Blogrunde drehen, allerdings ist nun im Haushalt einiges liegen geblieben, die Zeit ist etwas knapper als sonst.

* * *

Kein Eichkatzl sondern ein Eiskatzl . . .

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Vorurteile

Habt ihr Vorurteile? Ich bin mir sicher, dass jeder von uns irgendwelche Vorurteile hat – ich habe welche, auch wenn ich glaube, dass ich im Großen und Ganzen so neugierig bin, dass ich wenig von vorn herein ablehne.  Und oft ist es ja so, dass man ein Vorurteil sich selbst gegenüber verschleiert, indem man glaubt, dass man aus Erfahrung handelt oder aus “gesundem Menschenverstand” heraus.  Wie ich darauf komme? Eigentlich eine total witzige und gleichzeitig  auch nicht unbedingt weltbewegende Erfahrung dieses Wochenendes.

Kurz – ich mag den Schauspieler Tom Cruise nicht. Fragt mich nicht warum, es ist einfach so ein allgemeiner Eindruck, dass ich ihn für einen arroganten und eitlen Menschen und nicht gerade herausragenden Schauspieler halte. Vielleicht hat’s auch was damit zu tun, dass er der Scientology Church angehört. Jedenfalls hat mich dieses eher diffuse (Vor-)urteil auch immer davon abgehalten mir Filme mit Tom Cruise anzugucken. Nun hat es sich so ergeben, dass ich mich beim Fernsehgucken in den letzten Tagen zweimal zufällig in Filme hineingezappt habe, in denen Tom Cruise mitspielte bzw. sogar die Hauptrolle innehatte. Der erste war “Eine Frage der Ehre” von 1992, in der Tom Cruise viele andere bekannte Schauspieler an der Seite hatte, der zweite “The last Samurai” von 2003, wo er nun definitiv neben Ken Watanabe die Hauptrolle spielte (auch Mitproduzent war). Freitagabend bin ich also ins letzte Drittel irgendwie reingerutscht und der Film hat mich tatsächlich so fasziniert, dass ich mir letzte Nacht bis um halb Drei den Film noch komplett angeguckt habe.

Was ich damit sagen will? Erstens denke ich inzwischen nicht mehr unbedingt, dass Tom Cruise ein schlechter Schauspieler sein muss, weil er mir (nach wie vor) nicht sonderlich sympathisch ist und zweitens – und das ist die wichtigere Erfahrung: ein Vorurteil kann dazu führen, dass man alle möglichen Dinge von vornherein ablehnt ohne sie überprüft zu haben. Und das kann unter Umständen dazu führen, dass man sich selbst etwas Interessantes im Leben vorenthält und wenn es nur ein guter Film ist.  “The last Samurai” hat im Übrigen mein Interesse an Japan geweckt. Japan ist ein Land, das mir total fremd ist, es könnte auch auf einem anderen Planeten existieren.  Ich glaube, ich werde mich in der nächsten Zeit etwas ausführlicher mit Japan, seiner Geschichte und den Japanern beschäfigen.

Ansichten

Gestern Abend habe ich mal wieder ausschließlich hr-Regionalprogramm geguckt.  Zunächst ging es um hessisches Fachwerk, wobei dort immer wieder ausgiebig der Hessenpark in Neu-Anspach gezeigt wurde. Dass Fachwerkbau eine alte Kunst des Hausbauens darstellt, war mir klar, aber über das “wie alt” habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Das älteste bekannte Fachwerkhaus in Hessen  ist 800 Jahre alt und wurde im Schlosshof von Romrod entdeckt. Was auch wieder zeigt, wie oft alte Fundamente und Bauten später von neueren überbaut wurden. Seit gestern Abend weiß ich auch, dass Hessen nicht nur ein Bäder- und Burgenland ist sondern eben auch ein Land der Fachwerkarchitektur. Übrigens – kennt ihr die Deutsche Fachwerkstraße?  <<< Ein Klick führt euch zu einer interessanten Seite.

fachwerk

Eine mir völlig andere Interpretation des Themas Fachwerk lernt ich dann im Verlauf der Sendung während eines Interviews mit einem Frankfurter Architekten kennen. Prof.Klaus Bollinger leitet gemeinsam mit seinem Partner ein international agierende Ingenieurbüro. Er erklärte, dass das Prinzip des Fachwerkbaus heute auch in ganze modernen Stahl-Glaskonstruktionen angewendet wird. Fachwerk bedeutet für ihn weniger die Materialkombination aus Holzstreben, Stroh und Lehm sondern mehr die Versteifung viereckiger Grundgerüst durch eine Diagonale.  Wenn man sich unter diesem Gesichtspunkt Frankfurts Hochhaustürme oder Brücken anguckt, dann entdeckt man in der Tat viel mehr Fachwerk als die der Ostzeile auf dem Römerberg.

schiller2

Später gab es im Rahmen des “Stadtgespräches” eine interessante Diskussion zum Thema Schweinegrippe: Impfen oder nicht impfen. Jürgen Banzer, der hessische Gesundheitsminister hat sich impfen lassen und wie er sagt mit dem eher umstrittenen Impfstoff Pandemrix , Prof. Dr. Wilhelm Doerr, Virologe an der Frankfurter Uniklinik nahm Stellung zu den wissenschaftlichen Aspekten, ebenso waren zwei Hausärzte dabei ,  die eigentlich nur zur weiteren Verunsicherung beitrugen. Der Eine war eher ein Gegner der Grippeimpfung, hat sich aber selbst geimpft, um die Patienten, die er Risikogruppen zuordnet, auch überzeugen zu können (Respekt!), die andere Ärztin machte auf mich einen total unsicheren Eindruck, zu ihr würde ich vermutlich als Patient überhaupt nicht gehen. Sie lässt sich selbst nicht impfen, man merkt ihr die eigene Angst vor den Nebenwirkungen an. Ich fand die Argumentation von Prof. Doerr einleuchtend, dass die Ärzte selbst natürlich einen vorzüglichen Überträger des Virus darstellen können und es somit für sie an sich selbstverständlich  sein sollte sich impfen zu lassen. Das ist natürlich ein Dilemma und ich bin einmal mehr froh, dass ich nicht mehr praktiziere.

leuchtenErleuchtung? Eher nicht!
(Laterne im Wiesbadener Kurpark)

Nächste Woche ist mal wieder Hessischer Zahnärztetag, eine Großveranstaltung, die mir mit ihrem Gedränge niesender, hustender und schniefender Menschen im November noch nie gefallen hat. Mein Mann muss aus beruflichen Gründen daran teilnehmen, mir ist nicht wohl dabei. Ich habe ihm geraten es sich gut zu überlegen, vor allem wenn er sich gesundheitlich nicht auf der Höhe fühlt. Ein halbes Jahr vor seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben muss er sich meiner Meinung nach diesem Risiko nicht mehr unbedingt aussetzen. Denn ich finde, das Beste, was man im Moment für sich selbst tun kann, ist dass man Großveranstaltungen aller Art meidet.

waldsonneLieber raus an die frische Luft! Allerdings ist das Wetter heute nicht verlockend.

leuchtebiebrichIch mag schöne alte Straßenlaternen – ihr auch?

Crime Time

Ich bin ein Krimi Fan, geb ich gerne zu. Aber gut muss er sein.  Fast immer sind es die Tatorte im Ersten, die mir besonders gut gefallen (es sei denn Andrea Sawatzki mischt mit). Das Interessante an den Tatorten ist, dass sie sich selten darauf beschränken einfache Mordfälle zu lösen, sondern fast immer auch brisante Themen angehen. Gestern war es mal wieder das Zölibatgebot der katholischen Kirche (Tempelräuber). Bisher habe ich mir so viele Gedanken dazu nicht gemacht. Ich finde das Zölibat einfach nur unnötig, antiquiert und unmenschlich. Wie unmenschlich es wirklich ist, wurde mir gestern Abend erst so richtig klar. Wir wissen ja längst, dass sich ein Großteil der katholischen Geistlichen nicht wirklich an die Enthaltsamkeit hält. Aber was das für die betroffenen Menschen, die Priester, ihre Lebensgefährtinnen und die gemeinsamen Kinder – vor allem für diese – tatsächlich bedeutet, das kann man sich gar nicht so richtig vorstellen. Man müsste alle Anwärter auf die Priesterweihe dazu kriegen, dass sie sich solidarisch erklären und sagen: So bitte nicht mehr. Da lobe ich mir doch die Religionen und Philosophien, die der Sexualität den naturgegebenen Platz im Leben eines jeden Menschen einräumen. Aber ich fürchte, die katholische Kirche hat einfach Angst davor, dass mit einer Lockerung des Zölibats letztendlich auch wieder das Dogma der Jungfräulichkeit der Maria in Frage gestellt wird. Aber das ist für mich sowieso der größte Blödsinn aller Zeiten. Und ich frage mich immer wieder, wie man einer Religion angehören kann, die von ihren Anhängern den Glauben daran einfordert.  – Nee, ich hör auf. Das führt zu nichts.

Crime Time > Heute Abend könnte es im ZDF einen sehenswerten Krimi geben: Der Tote im Spreewald – soll atmosphärisch sehr dicht sein.  Für gute deutsche Krimis lass ich alle amerikanischen sausen.

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Gerade via Kerstin (Terragina) entdeckt: Rezeptebuch

eine ganz tolle Rezeptesammlung!

Irgendwie zu spät

. . . kam der ansonsten sehr, sehr gute Film in der ARD gestern Abend: Frau Böhm sagt Nein – mit Senta Berger in der Hauptrolle. Zunächst Hut ab vor Senta Berger in dieser Rolle. So unprätenziös und uneitel habe ich sie noch selten erlebt. Und man konnte – nebenbei – auch wieder mal feststellen, was Kleidung und Frisur doch aus einem Menschen machen. Es ging um die feindliche Übernahme eines Konzerns mit vielen dreckigen Mitteln, gerade so wie es heute üblich ist.  Und mich als “Höchster Mädchen” hat das ganze Spiel natürlich sehr an die Zerschlagung der Hoechst AG erinnert und sehr betroffen gemacht. Mit dem “irgendwie zu spät” meine ich übrigens nicht die Sendezeit sondern eben die Tatsache, dass genau diese Dinge inzwischen schon mehrfach passiert sind. Aber andererseits – was nutzt das ganze Aufrütteln, ich fürchte, das geht auch in Zukunft so weiter. Bis wir alle auf der Straße sitzen.  Es ist wirklich zum kot*en.

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