Archiv für die Kategorie „Wetter“
Vorhergesagt
. . . war dieses Wetter ja für heute, aber muss es gleich so ätzend daher kommen? Der Sturm am Vormittag hätte doch schon gereicht, aber nun haben wir Sturm und Regen in dicken, fetten Tropfen. Das hört sich auf dem Glasdach fast wie Hagel an, ist aber keiner.
Nun ja, wer im Warmen sitzt, der darf nicht meckern. Was geht’s den meistens von uns doch gut! Ich habe die DVDs von der Entwicklung Deutschlands schon erwähnt, die ich mir gerade angucke. Gestern waren Wallenstein und der Dreißigjährige Krieg dran. Man mag es sich wirklich nicht vorstellen, dass damals ein Drittel der Gesamtbevölkerung ums Leben kam – wenn das mal reicht. Und der Rest lebte – mal vom Adel abgesehen- mehr als erbärmlich weiter. Und auch der hatte es nicht unbedingt immer gemütlich. Wenn man an die kalten, dunklen und zugigen Burgen denkt! Diese DVD Serie hat zwar für meinen Geschmack auch einige Mängel, aber sie hat mir doch so einiges klar gemacht, worüber ich noch nicht so richtig nachgedacht habe. Dass Deutschland über viele Jahrhunderte ein föderalistischer Vielfürstenstaat war, das war mir klar. Aber dass unsere Kaiser – die Nachbarn hatten schließlich nur Könige – im Grunde nicht wirklich deutsche Kaiser waren – oftmals der deutschen Sprache garnicht mächtig – und das “Heilige römische Reich deutscher Nation” auch kein deutsches Vaterland (man verzeihe mir diesen patriotischen Ausdruck, aber ich weiß keinen besseren), das war mir so nicht klar. Geschichte ist schon eine spannende Sache!
Gotische Grabplatte aus dem nördlichen Querschiff des Frankfurter Doms
Ich bin nicht sicher, aber es könnte sich um einen Frankfurter Reichsschultheissen namens Rudolf von Sachsenhausen handeln. Ich stand schon im Dom vor den Schriften, die die Platte umkränzen, aber ich konnte nur Bruchstücke entziffern. Man müsste der Identifizierung durch das Wappen und den Schwan irgendwie näher kommen können.
Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war Frankfurt eine Freie Reichsstadt und somit einzig dem Kaiser unterstellt. Die Verwaltung lag anfangs ausschließlich in den Händen der Landvögte. Im Jahre 1220, zur Zeit der staufischen Kaiser wurde die Frankfurter Vogtei abgeschafft und ein Reichsschultheiß eingeführt, um die Reichsrechte, vor allem die fiskalischen, stärker nutzbar zu machen.
Kall, mein Drobbe!
Ich fürchte, der Main wird demnächst überlaufen. Dieser November dürfte zumindest in Frankfurt als der regenreichste und düsterste November seit Jahren in die Annalen eingehn. Es schüttet seit gestern Abend schon wieder ohne Ende. Überall im Haus, wo ich mich aufhalte, muss ich Licht anmachen – grauenhaft. Ich glaube, ich werde das große Vogelfutterhaus doch bald aufstellen – als Unterschlupf für die armen Vögel
Ich wundere mich nur, was die Eichhörnchen bewegt, bei diesem fürchterlichen Wetter schon wieder wie besessen durch den Garten zu wetzen. Alle fünf Minuten rast hier eins mit ‘ner Nuss oder was auch immer (Zapfen sind das wohl auch) über die Terrasse.
War eh klar
Wie kann eine Sonne, die nicht da war, so prächtig untergehn?
Echt englisch
Wenn ich mal wieder die Nase voll habe von den düsteren skandinavischen Krimis, den blutrünstig ausschweifenden modernen Erzählern, dann greife ich gerne auf Krimis mit altenglischem Flair zurück, auch wenn sie durchaus in der Neuzeit spielen. In der Bücherei fielen mir vor Kurzem die Krimis der Mitchell-und-Markby-Reihe von Ann Granger in die Hände. Ich kannte sie noch nicht und lese sie im Moment mit großer Begeisterung. Sie sind vielleicht nicht ganz so geschliffen geschrieben wie die Krimis einer Elizabeth George, etwas betulicher auf jeden Fall, aber dafür spannend, witzig und oft genug mit einem überraschenden Ende. Sie haben für mich eine gewisse Ähnlichkeit mit Inspector Barneby aus dem Fernsehen, den ich sehr gerne sehe. “Mord ist aller Laster” Anfang war der erste Band dieser Serie und es kann sein, dass ich ihn doch vor Jahren schon mal gelesen habe. Im Moment habe ich den Band Kerzenlicht für eine Leiche zu Ende gelesen. Er war wieder sehr vergnüglich mit den gewohnt kauzigen Charakteren und viel Spannung. Und bei dem augenblicklichen Wetter kann man sich mit diesen Büchern und einer Kanne Tee ganz gemütlich in einen Sessel zurückziehen und sich “very british” fühlen.
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Das reinste Aprilwetter ist das heute. Während es heute vormittag vorwiegend grau war und geregnet hat wie verrückt, ist im Moment (14 Uhr) der Himmel wieder blank geputzt, die Sonne scheint – aber es stürmt. Von drinnen sieht es schön aus, draußen ist es eher ungemütlich.
Blauer Himmel wie im Sommer im Nordosten
Sonne und ein paar Wolken im Südwesten
Der Teich – am Sonntag praktisch leer – ist wieder gut gefüllt
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Und noch ein Jubiläum: Nach dem 50. Geburtstag von Asterix und Obelix feiern nun die Knetmännchen Wallace & Gromit ihr Zwanzigjähriges. Eigentlich sind die zunächst an mir vorbeigegangen, bis ich mal mitbekommen habe, dass sich mein Neffe total dafür begeistert hat. Dann tauchten DVDs von ihnen plötzlich auch bei uns auf. Meine drei Männer sind ebenfalls Wallace und Gromit Fans.
Netzknoten
Das war mir bis heute auch unbekannt: Fast der gesamte deutsche Datenverkehr fließt durch Frankfurts Netzknoten. Rund 4000 km superschneller Glasfaserkabel wurden im Untergrund verlegt. Heute wird an der Hanauer Landstraße der Grundstein für ein weiteres riesiges Rechenzentrum gelegt. Neben Amsterdam ist Frankfurt die Internetmetropole Europas. Erstaunlich, was man über Frankfurt immer noch an neuem erfahren kann.
Heute ist es übrigens nass! Kein Wunder – erst gab es im TV viel Wasser beim Seewolf, dann zuviel Wasser bei Titanic und schließlich fing es auch bei uns zu regnen an. Aber inzwischen hat es wieder aufgehört, nur trocken wird’s nun nicht mehr so schnell wie im Sommer. Na – unsere Katzels freuen sich über das frische Trinkwasser in Bach und Teich. Wir hatten ja die letzten Wochen nicht mehr nachgefüllt und nach dem Abstellen der Pumpe war doch viel im Reservoir verschwunden. Nun ist alles wieder gut gefüllt und dazu noch mit frischen Regen – statt mit Leitungswasser. Das ist doch für die Katzen fast wie Schampus statt Bitzelwasser.

