Artikel-Schlagworte: „Äbbelwoi“
ABC Projekt -Ä-
Soll ich schon wieder über’s Wetter schreiben? Nee – oder? Es ist auch immer noch unverändert >>> Sintflut eben.
Aber wir haben ja unsere Projekte der Woche, als da wären das “Ä” bei Kerkis ABC-Projekt und die “Horizonte” bei Sari bzw. dem Projekt ’52.
Beim “Ä” fällt mir doch als Erstes der Äbbelwoi ein, der von einer ignoranten jüngeren Generation vor Jahren in Äppler umgetauft wurde. Egal – ob Äppler oder Äppelwoi – das Frankfurter Stöffche fängt mit dem “Ä” an (manchmal auch mit “E”, der Frankfurter macht da in der Aussprache keine großen Unterschiede).

In Frankfurts Apfelweinwirtschaften wird für die größere Runde immer noch der “Bembel” auf den Tisch gestellt, ein Steingutkrug mit grau-blauer Glasur, aus dem der Apfelwein ausgeschenkt wird (schreibt sich das inwischen vielleicht aussch“ä”nken? Geschenkt kriegt man ihn in der Tat höchst selten.) Getrunken wird traditonell aus dem “Gerippten”, die Steingutkrüge sind dann eher was zur Zierde oder für den heißen Äbbelwoi im Winter.

Im Sommer trinken wir unseren Äbbelwoi am liebsten mit viel Mineralwasser als Durstlöscher, dann heißt er einfach der “Gespritzte” (nix Schorle oder so). Nicht-Frankfurter und Kinder greifen auch schon mal zum Süßgespritzten, aber der echte Äbbelwoiliebhaber tut sich das nicht an. [Süß Gespritzter ist eher was für Weicheier und Warmduscher.] Ganz anders verhält es sich mit dem “Süßen” oder gar mit dem “Rauscher”. Der Süße ist im Grunde noch fast Apfelsaft, der Rauscher dagegen mit dem Federweißen beim Wein zu vergleichen.
Im Winter empfiehlt sich der “Heisse Äbbelwoi” – dem Glühwein vergleichbar. Deshalb bekommt man ihn auch auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt ausgeschenkt (aber es gibt dort auch normalen Glühwein. Nur wer will den schon, wenn er auch heißen Apfelwein bekommen kann?)
Heißer Äbbelwoi
Zutaten:
1 Liter Apfelwein
1/8 Liter Wasser
6o Gramm Zucker
1/4 Stange Zimt
3 Gewürznelken
Schale einer halben Zitrone
Zubereitung
Zucker und Gewürze mit Wasser und Apfelwein aufkochen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.
Zum Wohl . . . oder einfach nur Prost!
Ach so: Auch wenn der Äbbelwoi nicht zu den hochprozentigen Spirituosen gehöt, man sollte ihn nicht unterschätzen. Zu ein bis zwei Gläsern empfiehlt sich zumindest eine Brezel, darüber sollte es besser Handkäs’ mit Musigg sein oder noch besser e Ribbsche mit Kraut.








