Artikel-Schlagworte: „Ärger“
Hundemüde
. . . bin ich heute morgen wieder und bei der Polizei habe ich auch angerufen. Das wird aber wohl nichts bringen. Langsam wird’s wohl zur Regel, dass nachts irgendein Depp bei uns Flaschen in den Hof wirft, die dann mit lautem Knall auf dem Pflaster zerschellen. War es bisher nur eine Flasche pro Nacht gewesen, ist es letzte Nacht gleich zweimal passiert. Die erste flog um kurz nach halb Eins, da war ich gerade ins Bett gegangen, die nächste dann um viertel vor Zwei. Danach konnte ich lange nicht mehr einschlafen. Zu sehen ist nie jemand, aber es dauert ja auch einen Moment, bis man aufgestanden und ans Fenster gegangen ist, wenn man aus dem Schlaf gerissen wird. Das Blöde ist, dass ich mir einbilde, gestern unseren Namen gehört zu haben, also so, als sei das definitiv die Privatfehde eines Einzelnen gegen jemanden aus meiner Familie. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gedacht, okay das geht gegen einen von unseren Knaben. Aber das sind inzwischen erwachsene Männer, die sich auch keinen Reim drauf machen können. Mein Mann nimmt es noch mit Humor, dass er morgens erstmal den Besen nehmen muss, bevor er das Auto aus der Garage fährt. Mir macht es irgendwie Angst und die ständigen Schlafstörungen sind auch nicht das Wahre. Der Polizeibeamte sagte, dass sie da nicht viel machen können, zumal wir wirklich in einem der friedlichsten und ruhigsten Viertel von Frankfurt wohnen. Leider ist auch der Herr Minister Riesenhuber nicht mehr so bedeutend wie früher, da wurde hier nämlich ständig Streife gefahren. Jedenfalls meinte er, wenn es wieder passieren würde, soll ich mal anrufen – auch mitten in der Nacht – dann würden sie, wenn möglich eine Streife vorbeischicken. Nur – was soll das nutzen? Derjenige, der die Flaschen wirft, ist dann längst über alle Berge. Der Polizeibeamte meinte nur, dass die Präsenz vielleicht auffallen und abschrecken würde. Dafür müssten die aber vermutlich jede Nacht mehrere Runden drehen. Ich bin müde und ich bin ausgesprochen zornig!
Wenn's dicke kommt . . .
dann aber richtig. Nun haben wir unseren Öltank wieder voll und leere Taschen, da kriegen wir heute zu hören, dass der Kessel durchgerostet oder zerfressen ist (Schwefelsäure) und erneuert werden muss. Ja fein! Im vergangenen Jahr den neuen Öltank wegen der Frankfurter Spezialauflagen, im Februar den Wasserrohrbruch im Hof und jetzt das noch. Das heißt dann mal wieder zur Bank und Kredit beantragen. Denn das stemmen auch mein Bruder und ich gemeinsam nicht mehr. So ein altes Haus ist ein Fass ohne Boden. Und ich hasse es, wenn ich einen Kredit brauche. Ich hatte gedacht, wir hätten das endlich mal hinter uns. Na gut – es gibt Schlimmeres, Flugzeugabsturz und solche Sachen – trotzdem! Wo bleibt denn bitte die Erderwärmung, die uns im klimatisch angeblich eh schon begünstigten Rhein-Main-Gebiet das Heizen mal ersparen würde?
Wie gut, dass der Urlaub schon bezahlt ist! Gestern kamen die Reiseunterlagen *freu*. Noch genau 2 Wochen, dann geht’s ab nach Los Angelos. Jetzt ist es uns auch allmählich lang geworden, wenn so alles rundum in Urlaub fährt und man selbst immer sagen muss: erst im September. Aber Vorfreude hat auch was für sich. Und man kann immer nur hoffen, dass nichts dazwischen kommt. Tennispartner meines Mannes wollten die Tage nach Nürnberg umziehen. Stefan hatte als Mannschaftsführer für die Verabschiedung schon alles vorbereitet, nun ist von jetzt auf gleich die Ehefrau seines Freundes an einem Herzinfarkt verstorben.
Ich hasse diesen . . .
blöden Köter aus der Nachbarschaft, der schon früher immer mal tagsüber bei uns durchs Haus gefegt ist. Im letzten Sommer hat ihn sogar die Polizei auf unserem Grundstück gesucht, weil er eine Katze tot gebissen hatte. Heute Abend war fast unsere Jeanie dran. Kurz nach 23 Uhr höre ich Stefan an unserer Haustüre brüllen und fluchen, wie ich ihn noch nie gehört habe. Der Hund war mal wieder bei uns eingedrungen – wir haben bis zum Schlafen gehen meist die Terrassentür bei runtergelassenem Rollladen einen Spalt auf, so dass die Katzen noch rein und raus können. Als mein GöGa von Jeanies Schmerzgejaule alamiert wurde, hatte sich das Vieh schon in sie verbissen – unterm Tisch im Wintergarten. Stefan konnte ihn schließlich am Halsband schnappen und mit dem Hausschuh eins überziehen, sonst wäre Jeanie vermutlich tot. Natürlich waren wieder mal die Kids der Nachbarn mit dem Hund unterwegs gewesen – wobei die ja inzwischen auch erwachsen sind – und haben ihn trotz Leine entwischen lassen. Sie waren es dann, die sich Stefans Wutausbruch anhören mussten. Hat sie aber ziemlich kalt gelassen, hatte ich den Eindruck. Immerhin wissen wir jetzt definitiv, wem der Hund gehört. Anschließend haben wir Jeanie erstmal eine halbe Stunde lang gesucht, mit Taschenlampe im Garten. Sie hatte sich aber doch im Wohnzimmer verkrochen. Im Grunde musste ich nur dem Geruch nachgehen. Überhaupt stinkt es jetzt überall nach Hund und Katz, Urin, Blut und sonstigen Exkrementen. Unsere beiden Teppiche sind vollgeblutet, aber – und das ist das Wichtigste!!! – Jeanie lebt. Da sich unsere Katzendame ja nicht anfassen lässt und jetzt schon gar nicht, kann ich die Situation schlecht beurteilen. Die Hauptwunden scheinen sich im Bereich der Schwanzwurzel zu befinden. Ich lasse sie jetzt mal in Ruhe, mal sehn wie es morgen aussieht. Solange sie auf der Seite liegt und sich sogar schon wieder putzt, geht’s ihr ganz gut, aufsetzen geht aber gar nicht. Da hinterlässt sie auch sofort Blutspuren. Ich bin total aufgewühlt, stinkesauer und habe natürlich auch immer noch ein bisschen Angst um unsere Jeanie. Garfield ist auch ziemlich eingeschüchtert, aber ihn habe ich nun trotzdem mal ausgesperrt. Das scheint mir doch für Jeanie heute Nacht besser zu sein. Lady war übrigens auch in der Nähe und sah ziemlich ängstlich aus. – Schlafen kann ich jetzt bestimmt nicht (es ist 1:00 Uhr). Ich werde mich noch ein bisschen zu Jeanie auf den Boden setzen. Morgen muss ich erstmal gründlich putzen. Ach, was für eine Schei*** – das passt zu diesem blöden Tag!

Ausgemotzt

Nein, es ist nichts Schlimmes passiert und dank dem Göttergatten ist meine gute Laune auch schon wieder hergestellt. Es hatten sich nur diverse doofe Kleinigkeiten summiert. Angefangen hat es sicher mit zu wenig Schlaf, weil ich gestern blöderweise nach dem DJ Bobo Konzert noch ziemlich lange wach war und heute morgen früh raus bin, weil gegen 8 Uhr mein Schreibtisch geliefert und montiert werden sollte. Ich habe mir nach längerem Überlegen im Wohnzimmer direkt am langen Fenster einen Schreibplatz eingerichtet, um nicht mehr unterm Dach abwechselnd zu frieren oder zu schwitzen. Außerdem ist der Schreibtisch dort oben schon lange reif für den Sperrmüll. Nachdem ich bei Ikea nicht Passendes und wo anders nichts Bezahlbares gefunden hatte, flattert mir neulich eine Werbung ins Haus und … bingo! mit einem Angebot, das mir gefiel. Ich habe Schreibtisch, fahrbares Schränkchen mit Schubladen und Stuhl auch gleich mit Montage bestellt, weil Stefan eh immer viel zu viel um die Ohren hat. Wer bzw. was erstmal nicht kam, war die Lieferung. Kurz vor Mittag kam dann endlich der Wagen mit den Götterboten an – hab ich mir halt die Zeit mal wieder mit Bügeln vertrieben. Die Hermesleutchen brachten die Pakete rein und dann … “auf Wiedersehn”. Wie bitte? Und die Montage??? Achselzucken, davon wissen wir nichts, wir sind nur der Zustellservice. Na toll, da stand ich nun im verräumten Wohnzimmer mit meinen Paketen. Ich habe dann beim Lieferanten angerufen und die wussten angeblich auch von nichts, wollten aber zurückrufen. Mir schwante Schlimmes und deshalb habe ich gleich mal den Notruf Heinze betätigt. Der GöGa meinte dann auch, dass er das schon montieren würde, wenn die nicht schnell Jemanden vorbei schicken könnten. Natürlich konnten sie nicht! 
Später kam mit der Post so eine sauteure Antireflexfolie für den Bildschirm meines Laptops. Hatte ich mir geleistet, weil das doch im Wintergarten und im Freien sowieso sehr spiegelt. Hm! Wisst ihr noch, was das für ein Spaß ist, wenn man als Mutter zu Schuljahresbeginn versucht, Bücher mit selbstklebender Klarsichtfolie blasenfrei einzubinden? So ähnlich ist das Aufbringen dieser Folie auch. Der erste Versuch war gar nicht so übel, aber es gab doch eins, zwei kleine Bläschen, die ich raushaben wollte. Also wieder abgezogen. In unmittelbarer Nähe übrigens mein inzwischen gelangweilter “Großer” mit dem abben Daumen. Für gute Ratschläge braucht “Mann” keinen Daumen. Plötzlich hatten wir Katzenhaare unter der Folie. Also wieder abgezogen und abgespült – das mehrmals, danach dann irgendwann getrocknete Kalkrückstände vom Frankfurter Wasser und immer wieder Stories von Flo, der in seinem jahrelangen -ähem – Berufsleben sich mit solchen Sachen auch bereits rumplagen musste. Schließlich war die Folie verkratzt – glücklicherweise nicht der Bildschirm – und ich habe wutentbrannt satte 40 Euro im Mülleimer entsorgt. Da fällt mir ein: die Folie muss in die gelbe Tonne – arrrgh!

Inzwischen hat mir Stefan die Möbel zusammen geschräubelt und ich habe nun einen wunderschönen Schreibplatz in einem Wohnzimmer, das sonst eh fast nur die Katzen be-sitzen. Seit wir den Wintergarten haben, ist das wirklich so. Und die eingesparten Monteurkosten trösten mich auch ein bisschen über die blöde Folie hinweg. Inzwischen sitze ich natürlich hier am Schreibtisch und morgen, wenn ich aufgeräumt habe, werde ich ihn auch mal fotografieren.
Heute Abend haben wir tatsächlich noch bis kurz vor 21 Uhr auf der Terrasse gesessen, dann wurde es aber doch merklich feucht und kühl. Aber dieser Maitag war einfach wettermäßig total genial.

Lichtblicke: a) Ich habe einen tollen Mann – hoch soll er leben!
b) Von der Gartenbauinnung bekam ich eine mail wegen meiner Fotos vom Samstag im Hessenpark. Sie fragen an, ob ich ihnen eine Foto-CD brennen könnte, weil ihnen die Fotos so gut gefallen. Na – das ist doch ein Lob, dass erfreut.

Blümchen von heute gibt es im Garten-Blog
