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Irgendwie zu spät

. . . kam der ansonsten sehr, sehr gute Film in der ARD gestern Abend: Frau Böhm sagt Nein – mit Senta Berger in der Hauptrolle. Zunächst Hut ab vor Senta Berger in dieser Rolle. So unprätenziös und uneitel habe ich sie noch selten erlebt. Und man konnte – nebenbei – auch wieder mal feststellen, was Kleidung und Frisur doch aus einem Menschen machen. Es ging um die feindliche Übernahme eines Konzerns mit vielen dreckigen Mitteln, gerade so wie es heute üblich ist.  Und mich als “Höchster Mädchen” hat das ganze Spiel natürlich sehr an die Zerschlagung der Hoechst AG erinnert und sehr betroffen gemacht. Mit dem “irgendwie zu spät” meine ich übrigens nicht die Sendezeit sondern eben die Tatsache, dass genau diese Dinge inzwischen schon mehrfach passiert sind. Aber andererseits – was nutzt das ganze Aufrütteln, ich fürchte, das geht auch in Zukunft so weiter. Bis wir alle auf der Straße sitzen.  Es ist wirklich zum kot*en.

Blow Up

Gestern Abend gab es um Mitternacht rum im WDR mal wieder eine Ausstrahlung des Kultfilmes “Blow Up” von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1966. Ich hatte ihn schon lange nicht mehr gesehen und bin heute Nacht richtig fasziniert davor sitzen geblieben. Es ist einerseits eine fantastische Dokumentation des Lebensgefühls der späten Sechziger, andererseits wirklich inzwischen ein Film “aus dem letzten Jahrhundert“.  Und das finde ich schon fast verstörend, denn es war meine Jugend. Spannend aber auch zu sehen, wie der technische Fortschritt in der Fotografie und im Film unsere Art zu sehen und zu analysieren verändert hat. Welche Geduld musste man damals aufbringen, wenn es galt einen Film zu entwickeln und die Bilder zu vergrößern. Und wie spannend war es, in der Dunkelkammer über den Schalen zu hängen und zuzusehen, wie  die Motive langsam auf dem Fotopapier auftauchten. Wenn ein Bild nicht so wurde, wie man es sich dachte,  ging das Spiel von vorne los und man hatte außer Nachbelichten und Abwedeln nicht viele Möglichkeiten. Ausschnitt- vergrößerungen gingen bis zu einem gewissen Grad. Im Film kann man gut sehen, wie der Fotograf den größten Abzug im Studio erneut fotografiert, um noch mehr zu sehen.  Letztendlich begrenzte die Körnigkeit der Auflösung – wir sprechen heute von Pixeln – die Darstellung.  Kein Gedanke damals an digitale Aufbereitung, die noch das Letzte aus einem Bild herausholt, wie wir es heute bei der Aufklärung von Verbrechen oft in den Krimis sehen.

Ich kann gut verstehen, dass professionelle Fotografen heute in manchen Fällen auch nochmal gerne zum S/W-Film greifen und analog fotografieren. Das muss sich so ähnlich anfühlen wie alte Beatlessongs von einer LP statt von einer CD zu hören. Trotzdem möchte ich in meinem Hobbyfotografenalltag nicht mehr auf die Digitalkamera verzichten. Und auch die “amerikanische Nacht” im Film sieht schon irgendwie witzig aus.

Die Filmbesetzung von damals: David Hemmings, Vanessa Redgrave, Sarah Miles, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff -alle längst Filmgeschichte.

Zur Guten Nacht

Time of my Life

Sunny hat mich irgendwie grad drauf gebracht. Kann frau doch immer wieder hören – oder? Schlaft schön und träumt süß, morgen früh ist die Nacht wieder zu Ende ;-)

Gedanken zum Film

“Durch diese Nacht” hieß gestern Abend der Fernsehfilm der Woche im ZDF und ich muss sagen, das Thema hat mich ganz schön mitgenommen. Man denkt ja ab und an mal darüber nach, wie es wäre, wenn man von jetzt auf gleich oder auch im hohen Alter zum hilflosen Spielball der Krankenhausmaschinerie würde. Jedenfalls denke ich ab und an daran, aber keineswegs gerne. Im Film ging es weniger um die Krankenhausroutine als darum, Spielball der finsteren Interessen anderer zu werden – einerseits – und andererseits um die Hilflosigkeit an sich. Ich fand das geniale Spiel des Hauptdarstellers und die Regie nervenzerfetzend. Für mich war das gestern einer der besten Filme seit langem aber auch einer der verstörendsten. Dennoch enthielt er auch Fitzelchen an Humor und letztendlich Hoffnung, so dass er nicht unerträglich wurde.

Dirty Dancing

Sollte es mich wundern, dass ich auf meinen gestrigen Eintrag vier fast gleichartige Kommentare bekommen habe? Nicht wirklich *lach*. Ich gebe es zu: ich besitze eine abgespielte Videocassette und eine DVD. Letztere habe ich aber eigentlich kaum noch angeguckt. Deren Wertschätzung haben bei mir dann irgendwann die “Herr der Ringe DVDs” übernommen.

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