Artikel-Schlagworte: „Flaschen“
Leicht gereizt
. . . und außerdem müde fühl’ ich mich gerade. Das kann das Wetter sein, aber vermutlich ist es einerseits der Schlafmangel – in der Nacht zerknallte mal wieder eine dicke Flasche unter meinem Fenster – und andererseits habe ich gerade festgestellt, dass die Waschmaschine wieder den Geist aufgegeben hat. Gestern fiel mir schon auf, dass im Bad Wasser auf den Fliesen war, das dort nicht hingehörte. Vor ein paar Tagen habe ich erst den Zettel mit Namen und Durchwahl des Polizeibeamten weggeworfen, der mir sagte, ich könne auch nachts anrufen, wenn das mit den Flaschen wieder vorkommen würde. Nun war ein ganze Weile Ruhe und jetzt das! Diesmal flog die Flasche nicht nur in den Hof sondern auch noch gegen das Garagentor. Und mit meiner Nachtruhe war’ natürlich vorbei. Ich bin mal gespannt, wann der GöGa das nicht mehr mit einem Schulterzucken abtut. Je schlechter das Wetter wird, umso mehr müsste es ihn auch ärgern, wenn er die Schweinerei vor seiner Garage morgens wegräumen muss. Und was machen wir nun mit der Waschfee? Ich fürchte, das läuft auf eine Neue hinaus. Passt wunderbar, ich habe gerade wieder Steuervorauszahlung bezahlt
Im Flieder steiten sich die Meisen um den halben Meisenknödel. Gar nicht gut kommt die Futtersäule an, die knapp daneben hängt. Entweder brauchen sie noch ‘ne Weile, bis sie kapieren, wie man da rankommt oder ich muss das Teil umkonstruieren. Aber demnächst werde ich wohl auch das große Futterhaus aufstellen, spätestens wenn’s nun doch eisig wird. – - – Also mit umkonstruieren war nix, die Kläppchen sind abgebrochen und der halbe Inhalt hat sich auf den Rasen entleert. Das ist heute wirklich nicht mein Tag. Ich sollte mich in den Sessel setzen und am besten nichts tun. Geht aber nicht, muss gleich noch die Tübinger Schwägerin vom Bahnhof abholen.
Nachtrag: Einen Bewegungsmelder mit hellem Licht haben wir, der macht mich zusätzlich wach, schreckt aber sonst niemanden ab. Das mit der Anzeige habe ich versucht, aber das, was da passiert, stellt keine Straftat dar, sagte man mir und zusätzlich Streife fahren, wäre in unserer ruhigen Gegend nicht möglich. Nachdem ich vor ein paar Wochen diese Auskunft bekam, wurde prompt am nächsten Tag bei den Nachbarn gegenüber eine Autoscheibe eingeschlagen. Einer meiner Söhne hat inzwischen auch einen Verdacht, den wir aber nicht beweisen können. Wenn es die Person ist, die wir meinen, haben sich schon andere Leute ergebnislos über ihn bei der Polizei beschwert.
Hundemüde
. . . bin ich heute morgen wieder und bei der Polizei habe ich auch angerufen. Das wird aber wohl nichts bringen. Langsam wird’s wohl zur Regel, dass nachts irgendein Depp bei uns Flaschen in den Hof wirft, die dann mit lautem Knall auf dem Pflaster zerschellen. War es bisher nur eine Flasche pro Nacht gewesen, ist es letzte Nacht gleich zweimal passiert. Die erste flog um kurz nach halb Eins, da war ich gerade ins Bett gegangen, die nächste dann um viertel vor Zwei. Danach konnte ich lange nicht mehr einschlafen. Zu sehen ist nie jemand, aber es dauert ja auch einen Moment, bis man aufgestanden und ans Fenster gegangen ist, wenn man aus dem Schlaf gerissen wird. Das Blöde ist, dass ich mir einbilde, gestern unseren Namen gehört zu haben, also so, als sei das definitiv die Privatfehde eines Einzelnen gegen jemanden aus meiner Familie. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gedacht, okay das geht gegen einen von unseren Knaben. Aber das sind inzwischen erwachsene Männer, die sich auch keinen Reim drauf machen können. Mein Mann nimmt es noch mit Humor, dass er morgens erstmal den Besen nehmen muss, bevor er das Auto aus der Garage fährt. Mir macht es irgendwie Angst und die ständigen Schlafstörungen sind auch nicht das Wahre. Der Polizeibeamte sagte, dass sie da nicht viel machen können, zumal wir wirklich in einem der friedlichsten und ruhigsten Viertel von Frankfurt wohnen. Leider ist auch der Herr Minister Riesenhuber nicht mehr so bedeutend wie früher, da wurde hier nämlich ständig Streife gefahren. Jedenfalls meinte er, wenn es wieder passieren würde, soll ich mal anrufen – auch mitten in der Nacht – dann würden sie, wenn möglich eine Streife vorbeischicken. Nur – was soll das nutzen? Derjenige, der die Flaschen wirft, ist dann längst über alle Berge. Der Polizeibeamte meinte nur, dass die Präsenz vielleicht auffallen und abschrecken würde. Dafür müssten die aber vermutlich jede Nacht mehrere Runden drehen. Ich bin müde und ich bin ausgesprochen zornig!

