Artikel-Schlagworte: „Gedicht“
Morgen, Kinder
. . . wird’s was geben . . . nämlich hier im Blog werde ich das letzte Türchen des Adventskalenders öffnen
.
Es hat aber in den letzten Tagen bei mir auch schon Weihnachtspost gegeben und dafür bedanke ich mich recht herzlich.
Ich hoffe, dass auch meine Post überall angekommen ist, sowohl die reale als auch die virtuelle. Bei der realen habe ich mich auf weiße Briefumschläge beschränkt, nachdem Frau Waldspecht vor einigen Tagen ja kräftig vor den farbigen gewarnt hat. Jetzt ist mir zum ersten Mal überhaupt der orangefarbene Strichcode der Post aufgefallen und ich frage mich natürlich auch, warum die nicht einen schwarzen nehmen. Eine Frechheit ist das mit dem höheren Porto auf alle Fälle. Die meisten werden von mir aber eher virtuelle Weihnachtspost bekommen haben und ich hoffe, da ist nichts in irgendwelchen Spamordnern verschwunden. Natürlich schaffe ich es nie euch allen Karten zu schicken, das geht einfach nicht. Deshalb wünsche ich euch hier – und vor allem jetzt mal denen, die morgen nicht mehr online sind:

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Winterwunder
Wenn Winter wieder Winter ist,
wenn Eis und Schnee die Erde decken,
dann werden wir in unsren Köpfen
auch wieder alte Träume wecken.
Ich gleite über weiße Felder,
stapfe glücklich durch die Wälder,
lass den PC und Fernsehn aus,
der Winter lockt mich endlich raus.
Was tut die frische Luft so gut,
wie Sekt perlt nun das Blut,
mit roter Nase und mit Lachen
kann man die schönsten Dinge machen.
Schneebälle fliegen hin und her,
die Seele ruft: ich will noch mehr!
So macht der Winter endlich Spaß,
denn Schnee ist schließlich nicht nur nass.
copyright: Elke Heinze/ 2008
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Vielleicht ist das Wetter ja wenigstens ein bisschen gnädig mit uns!
Novembergedicht
November
Tristesse -
murmelst du
und denkst
sehnsuchtsvoll
an den Sommer zurück.
Schmiegst dich
an meine Schulter,
suchst Nähe und Wärme
und ich spüre
einfach nur Glück.
copyright E.H.

Die Farbe Braun
. . . ist im Grunde allgegenwärtig. Es ist die Erdfarbe schlechthin und oft nimmt man sie deshalb schon garnicht mehr wahr. Holz ist im Allgemeinen braun, sofern es nicht farbig lackiert ist, die Erde im Garten ist braun, vieles in unserem Haus ist – weil aus Holz – braun und im Garten ebenso. Braun kommt in unzähligen Tönen vor, je nachdem ob es eher warm mit gelblichen oder roten Tönen auftaucht oder eher als kühles Graubraun. Das Fell vieler Tiere ist braun, auch wenn es weiße, rote oder gelbe Zeichnungen hat. Unsere Haut bräunt sich in der Sonne und bei manchen Völkern ist sie von Natur aus braun.

Braun im Garten: Dunkelbraun, Hellbraun, Graubraun, Rotbraun . . .
Braun verbinde ich aber auch mit Genussmitteln – ihr auch? Ob Kaffee, Schokolade, Whiskey oder Cognac – alles das ist von brauner Farbe. Deshalb hier noch ein Uraltgedicht von mir – passend zum Thema
Hm? Das habe ich auf einer externen Festplatte gespeichert und es lässt sich jetzt nicht öffnen – was ist das denn? Das versteh einer, auf dem Läppi kann ich die Datei nicht öffnen und auf dem PC krieg ich kein WLAN. Also hilft nur abtippen.
Dunkle Triebe
Endlich zu Hause,
nur wir Zwei – alleine.
Du lächelst mich an,
ich kann kaum widerstehen,
magisch ziehst du mich an,
während ich dich enthüllen möchte.
Schicht für Schichte entkleide ich dich,
genieße bereits deinen herben Duft,
meine Zungenspitze kostet behutsam exotische Bräune
während Leidenschaft gegen Zurückhaltung kämpft.
Doch alles vergebens.
Ich bin besiegt und schmelze dahin
wie dieser Riegel dunkelbrauner Schokolade ![]()
copyright Elke Heinze
Gewalt & Liebe
Natürlich beschäftigt auch mich, was da gestern passiert ist. Und nachdem ich nun bei Ocean einen elend langen Kommentar zum Thema reingeschrieben habe, kann ich mich auch hier im eigenen Blog nochmal dazu äußern.
Was den Amoklauf angeht, wird man wie schon öfter, nicht wirklich herausfinden können, was im Kopf des Jungen vorging. Ich vermute, dass auch das Elternhaus keine unbeträchtliche Rolle gespielt haben wird. Ein Vater, der als “Patriarch” beschrieben wird, der eine Waffensammlung sein eigen nennt, der vielleicht “Leistung, Recht & Ordnung” höher gehalten hat als andere – das sind nur meine Vermutungen – da kann sich ein Siebzehnjähriger schonmal einsam und vor allem überflüssig vorkommen. Waffen – für mich gehören sie dienstlich zum Militär und zur Polizei, vielleicht noch zum Forstberuf (Jäger) – Ende meiner Toleranz! In einem Privathaushalt haben sie nichts zu suchen. Schützenvereine müsste es für mich persönlich nicht geben. Ich sehe Schießen genauso wenig als Sport an wie Boxen. Und dann die unsäglichen Gewaltspiele, die mit dem Internetzeitalter so selbstverständlich geworden sind – fürchterlich. Aber da gibt es ja noch soviel mehr, von dem unsereiner eigentlich nichts wissen will, ich denk da nur an Kinderpornografie. Aber es ist die verdammte Pflicht von Eltern, sich damit zu beschäftigen, was ihr Kinder tun, spielen, welche Gedanken und Ängste sie haben. Das ist sehr viel wichtiger als dem Kind den neuesten PC zu kaufen oder das neuste Handy, Klamotten etc. Das ist schwer, wenn man selbst berufstätig ist, ich weiß es aus eigener Erfahrung. Es ist soviel bequemer, die Kinder sich selbst und dem Fernseher zu überlassen, aber es ist eben auch gefährlich. Und wenn wir das nicht endlich mal begreifen, dann geht der Horror weiter.
Ein Positives hatte die Sache heute für mich: Ich habe – und ich vermute andere Eltern auch – auch mal meine erwachsenen Söhne wieder umarmt (und die haben sich das erstaunlicherweise gefallen lassen) und ihnen gesagt “passt gut auf euch auf”. Es war ein Satz, der mich gestern im TV so besonders getroffen hat. Da sagte ein Vater oder eine Mutter – ich weiß es nicht mehr – “da sagst du morgens an der Tür Tschüs bis heute Mittag und dann kommt dein Kind plötzlich nicht mehr wieder.” Ein fürchterlicher Gedanke! Als ich hörte, dass auch in einem Autohaus Menschen erschossen wurden, dachte ich für einen Moment: Es hätte beide treffen können – Andi, der im Hessenkolleg wieder die Schulbank drückt, Flo der als Automobilkaufmann arbeitet. So Vieles geht einem plötzlich durch den Kopf. Die eigene ursprünglich mal vorhandene Enttäuschung, dass die Jungs nicht den gleichen schulischen Ergeiz hatten wie ich selbst und den langen Prozess meinerseits, das zu akzeptieren. Und dann die Überzeugung, dass genau diese Akzeptanz das Richtige ist. Sie fördern, manchmal auch fordern, aber den eigenen Weg gehen lassen. Sie erziehen, aber auch mal Fünfe grade sein lassen und vor allem ihnen immer wieder zu zeigen, dass man sie liebt, so wie sie sind, mit allen ihren Eigenheiten.

Von den Kindern
Deine Kinder sind nicht deine Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch dich, aber nicht von dir,
und obwohl sie mit dir sind, gehören sie dir doch nicht.
Du kannst ihnen deine Liebe geben,
aber nicht deine Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht ihrer Seele,
denn ihre Seele wohnt im Haus von morgen,
das du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber suche nicht, sie dir gleich zu machen.
Denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.
Khalil Gibran (1883 – 1931)
Monster unter’m Bett
Eigentlich wollte ich das Thema ja sausen lassen, mir fiel so garnichts dazu ein. Aber plötzlich kommt so eins zum anderen und siehe da: Elke kann auch kreativ

Und hier nochmal das Gedicht zum Lesen:
Monster unterm Bett
Wenn Sari gern ein Monster hätte
und das dann auch noch unterm Bette,
dann wird das Thema selbst zur Qual,
doch was hab ich denn für eine Wahl?
Ich finde Koffer unten drunter,
und dann – ach gugge – was für’n Wunder
längst vergessne Steuerblätter,
Himmel – das wird immer netter.
Inbrünstig bete ich zu Manitu,
hilf mir Alter, hilf doch Du,
ein neues Thema muss schnell her,
mein Kopf ist monstermäßig leer.
In diesem Sinne: Thema erledigt und ich freue mich auf das nächste. Mit dem Thema Bewegung kann ich mehr anfangen.


