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Herbstgold
Es hat tatsächlich mal nicht geregnet und ich habe einen ausgiebigen Spaziergang gemacht
. Gut dass ich Fiffi mitgenommen habe
es war teilweise etwas langweilig. Ich bin losgelaufen vom Ende des Höchster Stadtparks, dann durch die Kleingärten zur Nidda und in einem großen Bogen wieder zurück. An der Nidda war echt so garnichts los, das kenne ich überhaupt nicht. Keine Enten, keine Schwäne, keine Kormorane oder Reiher – nichts.
Hier blühen noch Rosen
Entlang des Dottenfeldgrabens zur Nidda
Ein Bussard wartet auf Beute
Nichts los an der Nidda
Im Stadtpark: Blätter in allen Farben des Herbstes
Goldgelbe Ginkgoblätter bedecken große Teile einer Wiese im Stadtpark
Gräser am kleinen Weiher
Die totale Novemberruhe am großen Weiher
Dieser November ist so novemberig wie ich noch selten einen erlebt habe. Jetzt haben wir schon seit elf Tagen dieses Grau in Grau, aber wenigstens war’s heute mal nicht nass. Der zweistündige Spaziergang hat gut getan und immerhin hatte die Natur ja doch noch einiges an Farbe zu bieten. – Die Ginkgoblätter werde ich pressen und bevor sie ihre Farbe verlieren laminieren. Daraus kann man bestimmt noch hübsche Buchzeichen oder Verzierungen für Karten machen. Die Idee mit dem Laminieren von Blättern habe ich neulich in einem anderen Blog gelesen. Das ist eine feine Idee.
Was mir heute im Höchster Stadtpark ausgesprochen angenehm auffiel: es gibt hier keine ständig kreischenden Sittiche! Auf dem letzten Bild, das ich noch zeige, sieht man ganz gut, dass in unserem Stadtpark gärtnerisch etwas mehr getan werden müssten, unter anderem auch gerodet. Eine Verschönerung des Parks war in diesem Jahr mehrfach im Gespräch, doch scheint das Geld dafür zu fehlen. Aber ich habe den Park heute so genossen, wie er ist. Wer weiß, was denen bei der Stadtplanung sonst noch alles einfällt.

Der 10.10.
. . . im Jahr 2010 vielleicht wieder ein Datum zum Heiraten. Dann wünsche ich den Eheaspiranten aber besseres Wetter als heute. Es schüttet wie aus Eimern, dabei ist es nicht kalt – so richtig dampfig. Aber der Garten atmet sichtbar auf. Es gibt Stellen im Rasen, die hatte ich fast aufgegeben und nun ergrünen sie in einem Tempo wieder, dass man fast zugucken kann. Was dann aber Massen von Menschen zum Einkaufen treibt, kann man nur erahnen: vielleicht weil eben Samstag ist und sie sonst nicht dazu kommen oder weil in Hessen die Herbstferien anfangen und man mit toute la famille loszieht . . . jedenfalls konnte ich vorhin auf der A66 sehen, dass sich die Autokolonnen fast von der Ausfahrt Eschborn rechts in Richtung Main Taunus Zentrum gestaut haben. Was war ich froh, dass ich links dran vorbei fahren konnte. Ich war auch nur unterwegs, weil ich mich gestern noch nicht entscheiden konnte, was ich morgen kochen werde. Es wird wohl auf einen Eintopf hinaus laufen: Fleisch hab ich mitgebracht, Suppengrün, Kartoffeln und jede Menge Gemüse. Vielleicht fällt mir noch ein nettes Dessert ein mit dem, was der Vorratsschrank zu bieten hat.

Eben kommt sogar die Sonne raus – wow! Die Elster hat sich gleich einen guten Ausguck verschafft, etliche Vögel zwitschern, das fühlt sich für den Moment wieder an wie Frühling.
Apropos 2010 und Vogel: neulich habe ich noch geschrieben, dass die Wahl zum Vogel, Baum etc. des nächsten Jahres demnächst sicher ansteht. Zumindest der Vogel des Jahres 2010 steht nun fest: es ist der Kormoran und die Zunft der Angler ist darüber garnicht amused. Aber genau aus diesem Grund ist er es wohl geworden, weil er an den Bächen und Flüssen bereits wieder in Massen getötet wird. Auch bei uns an der Nidda war er ja in diesem Jahr zunächst zum Abschuss freigegeben, bis sich viele Menschen für den Kormoran stark gemacht macht. Ich find’s gut. Zumindest bei uns sind mir die vielen Anglervereine entlang der Nidda eh ein Dorn im Auge, weil sie praktisch alle Seen und Altarme für sich gepachtet haben. Nirgendwo kommt der normale Spaziergänger an den schönsten Stellen noch an die Ufer ran.

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Kormoran an der Nidda – Winter 2009

Alle Bilder von meinen Niddaseiten
Ungemütlich
. . . ist es draußen nach wie vor, heute wieder nass und eher kalt als mild. Das Wetter schlägt mir allmählich doch auf die gute Laune, nicht nur weil im Garten nichts mehr vorwärts geht. Aber deswegen natürlich besonders. Wenn das noch zwei Wochen so weitergeht, dann sehe ich schon, dass wir an Ostern immer noch auf einen Acker gucken statt in einen Garten. Ich habe im Moment auch wenig Lust mir die Kamera zu schnappen, um meine Niddaspaziergänge wieder aufzunehmen. Im Januar und auch noch im Februar war’s ja in Ordnung kalte Hände zu haben und durch Matsch zu laufen, aber inzwischen reicht mir das völlig. Immerhin müsste ich jetzt schon bis nach Bad Vilbel fahren, um den letzten Niddaabschnitt fortzusetzen. Aber das bei DEM Wetter?
Alter Flugplatz
Ich glaube, es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass ich zum ersten Mal am “Alten Flugplatz” in Frankfurt-Bonames war. Und ich vermute, ich bringe heute ganz ähnlich Motive mit wie damals aber auch ein paar andere. War ja klar, dass mich das Traumwetter heute nochmal an die Nidda ziehen würde. Und diesmal habe ich mich nicht verfranst und konnte somit die Lücke zwischen Heddernheim und Harheim/Berkersheim schließen.

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Und wie man sieht, geht es in der angegebenen Richtung nicht nur nach Berkersheim sondern wir wandeln auch auf dem Hölderlinpfad (ihr erinnert euch??? Wenn nicht dann HIER nachlesen)

Aber erst nochmal ein bisschen was zum Alten Flugplatz. Nicht jeder wird sich erinnern, was ich vor einem Jahr darüber geschrieben habe. Ein ehemaliger bis 1992 genutzter amerikanischer Hubschrauberflugplatz (Maurice-Rose-Flugplatz der US Air-Force) wurde naturnah zurückgebaut aber mit sparsamsten Mitteln. Auf der noch vorhandenen Landebahn kann man Inline skaten, Fußball spielen oder Fahrrad fahren, sogar picnicken Alle anderen Betonflächen wurden aufgebrochen und werden sich selbst überlassen. Es entsteht eine neue Wildnis mit Teichen und Tümpel, Pflanzen und Tieren, sich sich dort von selbst ansiedeln. Das weitläufige Areal liegt in unmittelbarer Nähe zur Nidda und kann von dieser über die neue Robert- Gernhardt-Brücke mit der Bronzeplastik des Frankfurer Grüngürteltieres erreicht werden. Robert Gernhardt, der im letzten Jahr gestorben ist, war der Schöpfer des Grüngürtelmaskottchens. Der ehemalige Tower ist heute Café.

[Robert Gernhardt (* 13. Dezember 1937 in Reval, Estland; † 30. Juni 2006 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Schriftsteller, Zeichner und Maler - siehe auch HIER]

Es war wunderschön heute, sowohl an der Nidda selbst als auch auf dem Gelände des Flugplatzes – aber auch ziemlich nass bzw. matschig. Doch das bin ich ja inzwischen gewohnt.
Beim nächsten schlechten Wetter werde ich alle Niddafotos samt Text aus Harheim/Berkersheim und von heute auf meine Nidda-Webseite setzen. Einige von denen, die hier nur klein und angeschnitten in der Collage zu sehen sind, sehn in groß nämlich sehr schön aus.
An der Nidda . . .
bei Frankfurt-Harheim war es heute entsetzlich kalt! Als ich am Nachmittag zum Einkaufen unterwegs war, schien so schön die Sonne, dass ich unbedingt wieder mal was an der Nidda fotografieren wollte. Schließlich bin ich nun seit etwa zwei Wochen nicht mehr unterwegs gewesen. Also bin ich losgedüst und wollte an sich hinter Heddernheim anschließen, so auf Höhe des Alten Flugplatzes. Da habe ich mich aber irgendwie verfranst und bin bei Harheim rausgekommen. Das Auto habe ich am Harheimer Stadtweg abgestellt, wo mächtig viele Jogger unterwegs waren. Was muss da nur im Sommer los sein! Ein kleines Stückchen am Eschbach entlang und schon hatte ich die Nidda erreicht, wo sich der Eschbach mit ihr vereinigt.

Weil ich hier eine Brücke über die Nidda überquert habe, weiß ich nicht, ob ich nicht vielleicht anschließend schon auf Berkersheimer Gebiet war, aber beides gehört ja zu Frankfurt. Obwohl sich die Gegend dort so ländlich-sittlich präsentiert, dass eine Großstadt wie Frankfurt weit weg erscheint. Und das Ende des Stadtgebiet ist dort auch bald in Sicht.

Felder, Wasser, Pferde . . . Gänse, Enten, Kormorane . . . Frankfurt???

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Die Nidda ist hier renaturiert und führt teilweise durch ein Naturschutzgebiet

Ich denke, dass es hier ab April so richtig schön sein wird, jetzt im Moment gibt die Gegend nicht viel her und – wie gesagt – es war sa*kalt! Im Internet kann man lesen, dass Harheim sogar eine reichlich sprudelnde Quelle besitzt, die auch im Winter nicht zufriert. Ein Kurort ist Harheim trotz seines solehaltigen Wassers bislang aber noch nicht geworden. Die Ruhe, die reichhaltige Natur und Kleinodien wie „Am Born”, „Am Kapellchen” oder am Ufer des Eschbachs machen den 4.000-Einwohner-Ort zu einer „heimlichen” Kurstadt.
Harheim wurde als „Horeheim” im Güterverzeichnis des Klosters Lorsch (Lorscher Codex) im Jahre 786 erstmals urkundlich erwähnt, also sieben Jahre vor der ersten Erwähnung Frankfurts. Auf das Kloster Lorsch bin ich bei der Lektüre der “Frankfurter Landpartien” sehr häufig gestoßen. Der Wortbestandteil „hore” im Gemeindenamen deutet auf Feuchtland hin. Es gibt übrigens enorm viele Namen von Dörfern oder Städten, die heute einen ganz anderen Zusammenhang oder Sinn vermuten lassen als im Mittelalter dahinter steckte.
Harheim würde gerne den mittelalterlichen Minnesänger Bernger von Horheim für sich beanspruchen. Er stammt aber vermutlich aus Horheim bei Vaihingen an der Enz. Bernger von Horheim ist als »Berengerius de Orehem« urkundlich im Jahre 1196 im Gefolge Philipps von Schwaben in Italien bezeugt, wo er wohl am Apulienzug Heinrichs VI. teilnahm.

Des Minnesangs Frühling
Nu enbeiz ich doch des trankes nie,
dâ von Tristran in kumber kam.
noch herzeclîcher minne ich sie
danne er Isalden, daz ist mîn üân.
Daz habent diu ougen mîn getân.
Passt doch zum Valentinstag
Als ich dann nach Hause fuhr kündigte sich mit unglaublicher Farbenpracht ein gigantischer Sonnenuntergang an. Zuhause kam ich in den Wintergarten und dachte, es brennt. Solche Farben habe ich schon lange nicht mehr am Himmel gesehen. Bis auf die letzten Minuten hab ich nur geguckt und erst ganz zum Schluss dann doch noch ein Foto gemacht.




