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Wenn dem alten grauen Lappen
nach fast 40 Jahren plötzlich die Ohren abgeschnitten werden, wird man doch etwas wehmütig. Aber immerhin konnte ich das gute Stück mit Jugendbildnis wenigstens behalten. Der “Neue” ist nun Europa- und USA tauglich, wirkt aber ziemlich mickrig, finde ich. Trotzdem, das Scheckkartenformat hat auch was für sich.
Als ich heute Vormittag Führerschein und neuen Reisepass im Höchster Bologaropalast abgeholt hatte, habe ich das unerwartet schöne Wetter gleich noch zu einem Minispaziergang an der Mainpromenade genutzt. Seit der Renovierung und Restaurierung ist das ja fast wie Sightseeing im Urlaub.

Die Wörthspitze, wo Main und Nidda zusammenfließen

Hier tummelt sich allerlei Federvieh, das aber mit der Handtaschenkamera
nicht so schön zu fotografieren ist wie mit der großen Olympus und dem Superzoom

Die Mainwiesen und das kleine Hausboot in der Nidda,
inzwischen auch renoviert

Der kleine, alte Hafenkran von 1870

Schöne Stelen mit Lageplan und Erklärungen gibt es inzwischen
Wer will, kann mal draufklicken, um die Erklärungen zu lesen

Die alte Mainmühle mit Resten der Stadtbefestigung

Mainmühle – Detail

Das größere Hausboot direkt im Zusammenfluss von Main und Nidda
Auf dem Plan die 31 – Wörthspitze
Nied – Nidda- Anglerlobby
Gestern habe ich ja auf den letzten Drücker noch das Projekt 52 bedient und heute fällt mir zum Thema Nidda noch etwas ein. Der Fluss ist eh schon sehr idyllisch, soll aber weiter renaturiert werden, was ich richtig gut finde. Man kann dort auch viele Tierbeobachtuungen machen, vor allem sind in den letzten Jahren dort immer wieder Kormorane zu sehen – zu viele nach der Meinung der dort ansässigen Anglervereine. Und plötzlich gab es in den letzten Tagen Abschüsse ohne Ende. Nach massiven Protesten der Bevölkerung und einem Artikel im Höchster Kreisblatt wurde die Erlaubnis zum Abschuss gestern endlich zurück genommen. Wo sind wir denn? Die Anglervereine sind schließlich keine bedrohte kleine ethnische Minderheit, die vom Fischfang leben muss! Da werden oft notwendige Umgehungsstraßen in Deutschland wegen Kröten jahrelang verhindert, aber in Frankfurt dürfen wegen der Anglervereine Vögel abgeschossen werden. Ist doch gut, dass die Menschen manchmal doch noch protestieren.
Projekt 52 / Woche 11
Spät bin ich dran, ich weiß es, wollte auch schon fast verschieben. Einen täglichen Weg habe ich sowieso nicht, aber eine Strecke, die ich zumindest ein bis zweimal wöchentlich fahre: nach Ffm.- Griesheim zum toom-markt. Dabei komme ich von Ffm.- Höchst zunächst durch den Stadtteil Nied. Im Namen Nied steckt Nidda drin, wie der Fluss, der sich dort mit dem Main vereinigt oder noch stärker mit dem römischen Nida. Nied ist ein westlicher Stadtteil von Frankfurt, in dem man nicht wohnt, wenn man auf sich hält (soll provozierend sein!) Es gilt als schmutzig, kriminell, ärmlich, mit extrem hohem Ausländeranteil. Aber das stimmt so nicht. Nied ist in sich sehr verschieden, es hat auch richtig schnuckelige Ecken. Aber ich gestehe, durch die Straße Alt-Nied wäre ich ohne diese Wochenaufgabe nie spazieren gegangen. – Direkt an der Niddabrücke steht das Alte Nieder Rathaus, das erst im letzten Jahr endlich restauriert wurde und jetzt sehr hübsch aussieht.





In diesem Bereich findet man auch sehr hübsche alte Straßenlaternen und Häuser und Kneipen mit schönem Schmuck. Die Trauben hätte ich hier nicht erwartet, sie befinden sich auch keinesfalls an einer Kneipe. Wäre mal interessant herauszufinden, warum die dort angebracht wurden.
Die Nidda führt derzeit massiv Hochwasser und hat eine enorme Strömung. Auf Kinder muss man da aufpassen. Dort befindet sich direkt ein Kindergarten (der natürlich an sich sehr schön liegt). In direkter Nachbarschaft befinden sich aber auch ziemlich verwahrloste Häuser und die trutzige Christuskirche, von der ich heutenur das Lamm Gottes fotografiert habe. Wie so viele der alten offiziellen Bauten in unserer Gegend ist auch diese Kirche aus dem typischen roten Mainsandstein erbaut. —
Ich habe noch ein paar Probleme mit dem Einbau der Bilder.


