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Projekt 52 & “S”
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So, heute mal keine Konserve. Ich bin extra für die Kombi aus Projekt 52 “Vergangene Zeiten” und ABC-Projekt “S” nach Seligenstadt gefahren. Naja – ich wollte schon lange dorthin und erst hatte ich ja die Saalburg im Taunus im Hinterkopf, aber darüber habe ich doch schon ziemlich häufig geschrieben.
Blick auf Klostergarten und Einhardbasilika
Seligenstadt liegt etwa eine halbe Autostunde südöstlich von Frankfurt entfernt ebenfalls am Main. Die Stadt ist ein Touristenmagnet aufgrund ihrer wunderschönen Altstadt, der Einhardbasilika und des ehemaligen Klosters mit einem traumhaft schönen Klostergarten.
Einhardbasilika
Die Basilika St. Marcellinus und Petrus liegt in Seligenstadt, das von Einhard, dem Biographen Karls des Großen als Kloster der Benediktiner gegründet wurde. 815 war Seligensstadt noch eine fränkische Siedlung mit dem Namen “Obermulinheim” (von Obermühle). Einhard bekam die fränkische Siedlung von Ludwig dem Frommen (Sohn Karls des Großen) als Schenkung.
Blick durch das Mittelschiff zum Altarraum
Benannt wurde die Basilika nach den römischen Märtyrern Marcellinus und Petrus, den Schutzpatronen Seligenstadts, die während der letzten großen Christenverfolgung 304 in Rom starben. Ihre Gebeine wurden von Einhard 828 nach Seligenstadt geholt und ruhen heute in einem Schrein unter dem Hauptaltar der Basilika. Diese Reliquienverschiebungen – oft genug Raubzüge – waren damals sehr häufig. Das Ganze erinnert mich ziemlich an die Geschichte unserer Höchster Justinuskirche, so wie mich Seligenstadt überhaupt sehr an die Höchster Altstadt erinnert.
Blick durch die Absperrung in den Altarraum
Der Altarraum ist durch ein massives, teilvergoldetes und verschnörkeltes Eisengitter vom Rest der Kirche abgetrennt und wird nur während der Gottesdienste geöffnet. Die Basilika hat eine eigene Homepage. Obwohl der Bau bei weitem nicht mehr der ursprünglichen Kirche entspricht, trägt die Basilika seit 1925 den Ehrentitel “Basilica minor”. Am Außenportal sieht man das Wappen des jeweils amtierenden Papstes, im Moment also das Wappen Benedikts XVI.
Wappen Benedikts XVI.
Erklärung (Quelle: Webseite der Basilika):
Papst Benedikt wählte für sein Papstwappen Symbole, die sich bereits in seinem erzbischöflichen Wappen fanden.
So zeigt es den gesattelten Bären des Diözesanpatrons Korbinian aus dem Stadtwappen von Freising und den gekrönten Mohren in Erinnerung an die Zeit Benedikts als Erzbischof von München und Freising.
Ergänzt wird das Bischofswappen durch eine Muschel – zum einen Symbol des “pilgernden Gottesvolkes” (Jakobs- oder Pilgermuschel), zum anderen Anspielung auf eine Legende des Heiligen Augustinus: Die Muschel ist ein Symbol für das Eintauchen in das unergründliche Meer der Gottheit. Der Heilige Augustinus soll bei einem Spaziergang am Meer einen Jungen getroffen haben, der versuchte, mit einer Muschel das Wasser des Meeres in eine kleine Grube zu schöpfen. Als Augustinus ihn darauf hinwies, dass dies ein unmögliches Unterfangen sei, sagte der Junge zu ihm: “Und du versuchst, mit deinem kleinen Geist die Größe Gottes zu fassen?”
Das Wappen des Papstes birgt auch eine Überraschung: Papst Benedikt XVI. ließ die Tiara (“Papstkrone”), die sich seit Jahrhunderten mit den gekreuzten Schlüsseln über dem Wappenschild befand, durch eine einfache Mitra (Bischofshut) ersetzen. Die drei goldenen Querstreifen der Mitra symbolisieren die Aufgaben des Papstes: Lehren, Lenken und Heiligen.
Statue von Einhard
Im angrenzenden Klostergarten werden derzeit drei große Sandsteinstatuen restauriert: eine Pieta, eine Constantia und die Statue von Einhard. Sie gehören normalerweise an die Außenfassade der Basilika.
Soviel also zu Seligenstadt, der Stadt mit dem “S” vorne und seiner großartigen Vergangenheit zur Zeit Karls des Großen. Natürlich habe ich auch im Klostergarten noch etliche Fotos gemacht, die stelle ich bei Gelegenheit aber in den Gartenblog. Im Gartenblog online: der Klostergarten.
ABC Projekt “R”
Der Buchstabe “R” ist wohl einer, zu dem einem eine Menge einfallen kann. Also schaun wir mal – erstmal eine Collage:
Ritter, Rosen und das alles auf Schloss Rumpenheim bei Offenbach am Main
Rosen - das ist natürlich sowieso ein unendliches Thema mit “R“:

Und auch Ritter trifft man hin und wieder entweder bei uns in Höchst oder im Taunus

*

Ritter waren, wenn sie denn nicht tot waren, wie dieser hier -

meist auch Reiter . . . Reiter allerdings nicht immer Ritter.
Projekt 52/37 – Faulheit
Sari schreibt: Das neue Thema kommt dieses Mal von beetFreeQ und lautet nämlich: Faulheit
Tja – Faulheit? Was ist das denn genau? Ist das immer etwas Negatives? Uns Deutschen sagt man schon nach, dass Faulheit etwas Unanständiges ist – oder? Jedenfalls war das in meiner Kindheit noch so: Faulheit? – ging garnicht! Deshalb war ja auch der Unterschied zwischen den fleißigen Eltern in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und der plötzlich aufkommenden Hippiegeneration so krass. Das Ruder ist auch bald wieder umgeschlagen, ich erinnere nur an die sogenanten: Yuppies – die Young Urban Professionales. Die rauchten auch kein Hasch mehr, die schnupften ab sofort Koks. Nicht mehr abdriften war angesagt sondern powern bis zum bitteren Ende. Und heute? Heute sieht es so aus, als ginge irgendwie alles. Oder muss man sagen, es relativiert sich alles? In einer Zeit, in der der Arbeitsplatz ein kostbares Gut geworden ist, macht sich Faulheit nicht so gut. Aber die, die sowie keine Perspektive sehn, die hängen am liebsten von vornherein ab.
Positive Faulheit – kann es sein, dass wir dafür wirklich ein neues Wort brauchten? >>> chillen? Faul sein, wenn man die Arbeit erledigt hat . . . man könnte auch einfach “ausspannen” sagen. Aber das ist ja auch wieder nicht wirklich Faulheit. Ich fürchte, das Wörtchen Faulheit wird in der deutschen Sprache seinen gewissen haut goût nicht loswerden. Muße ist etwas anderes als Trägheit, die gilt als Laster. “Müßiggang ist aller Laster Anfang” – weiß der Volksmund. Faulheit kann aber auch Kreativität hervorbringen. Wer weiß, ob wir heute den PC hätten, wäre nicht irgendwann irgendwer zu faul gewesen, mathematischen Aufgaben im Kopf zu berechnen.
Tja – somit könnte ich das Thema Faulheit in dieser Woche als erledigt betrachten. Wer sagt denn, dass ich immer Fotos präsentieren muss? Andererseits macht sich so ein Aufsatz schlecht in meiner Bildergalerie
.

Faul, wenn man sich in der Sonne aalt? ( Robben in San Francisco)

Oder so? (Auf dem Flohmarkt in Los Alamos)

So vielleicht? (Vorletzter Urlaubsabend im Best Western Pepper Tree Inn in Santa Barbara)
Übrigens haben die dort 26°C und die Sonne scheint!
Small Faces: Lazy sunday afternoon / 1967 – wer kennt es noch?
Projekt52/36
“Schönheitskönigin” heißt die Wochenaufgabe dieses Mal. Da ich keine dieser Damen persönlich kenne (und euch mit Fotos von mir nicht langweilen möchte
), blieb mir nur mal wieder der Garten übrig:
Ob Rose oder Teichrose – sie ist für mich immer noch die Schönheitskönigin
im Garten schlechthin – gleich gefolgt von der Clematis:

Und dann wären da ja auch noch die Katzels in ihrer ganzen Schönheit:

Mehr Schönheit geht nicht – ich geh bügeln, sonst ist das ja nicht mehr zum aushalten.
Wann kommt die Sonne . . . ? (Hör ich grad im Radio) So richtig schön wie angesagt ist es bislang nicht. Es ist jetzt kurz nach 12 Uhr mittags und der Himmel ist doch stark bewölkt, vielleicht ist auch Hochnebel dabei. Allerdings sieht es noch nicht nach Regen aus. Ich hab die Wäsche also rausgehängt und hoffe, dass der Nachmittag doch noch warm und schön wird.
16:20 Uhr – ein bissl spät, liebe Sonne, für einen 9. September! Da gehst du doch bald schon wieder unter. Aber gut – besser als nichts. Und ich mach den PC jetzt mal ganz aus – punktum.
Projekt 52/35 – Warnungen
Sari schreibt:
Unermüdlich haben sich meine Finger durch den riesigen Haufen an Zettelchen in der Dose gewühlt und sind dabei auf einen Themenvorschlag von Lucas gestossen, der folgendermaßen lautet: Warnungen
Und weil’s viel zu heiss ist, um was anderes zu machen, habe ich mal wieder zwei Collagen gebastelt. Zunächst fielen mir die vielen Warnschilder vor hungrigen Braunbären in den US Nationalparks ein. Ängstliche Gemüter können da echt Stress kriegen. Aber es heißt ja, dass diese ständigen Ermahnungen wirklich notwendig sind.
Wir sind nur friedlichen Tieren begegnet.
Dann kam aber eine ganz andere Urlaubserinnerung zurück: Kroatien 2004. Wir waren ja auf Winnetous Spuren unterwegs und schon im Umkreis von Zadar fielen uns sofort die Warnschilder vor Bodenminen auf. Nur wenig abseits der Touristenstraßen fuhr man durch Gebiete mit zerschossen und verbrannten Geisterstädten. Da ich ja nun mal eine Art Journalistenseele in mir trage, konnte ich dort auch nicht einfach vorbeifahren. Aber ich musste mich schon bremsen, um nicht überall reinzulaufen. Zu fremd ist mir glücklicherweise das Gefühl, dass unter meinen Füßen eine Mine hochgehen könnte.

Warnungen gibt es natürlich auch in unserem täglichen Leben genug. Wenn mir noch was unterkommt, dann scheibe ich noch was nach. Zu blöd aber auch, dass ich Nichtraucher bin. Die Raucher brauchen nur die Verpackungen ihrer Lustobjekte zu fotografieren ![]()
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Weil ich gerade die Kroatien CD im Laptop habe, greife ich mal vor auf den Buchstaben “P” des ABC-Projektes, das ich mir für morgen vorgenommen habe. Auf der Fahrt nach Kroatien kamen wir auch durch das wunderschöne Städtchen Ptui in Slowenien. Es liegt an der Drau und hieß früher auch mal Pettau. Es hat sehr schöne alte Gebäude und ist als Thermalbad bekannt.

Die Qualität der Bilder ist nicht so berühmt. Es waren entweder die ersten digitalen Fotos mit einer frühen Digicam oder ich habe sie sogar noch eingescannt. Aber ich glaube, dass ich damals (wie das klingt! – ist gerade 5 Jahre her) mit einer einfachen Digicam von Aldi fotografiert habe. 2003 als wir das erste Mal auf den Malediven waren, habe ich noch analog fotografiert mit einer Unterwasserkamera, die eigentlich nur enttäuschende Fotos geliefert hat. Zwei Jahre später war das dann schon ganz anders. 2005 hatte ich dann die erste digitale Olympus mit Unterwassergehäuse, mit der ich auch 2007 auf Eriyadhu wieder fotografiert habe. Es ist der Wahnsinn, wie sich die Digitalfotografie seitdem entwickelt hat. Diese Olympus von 2005 ist längst überholt, aber ich habe sie noch, weil die Unterwassergehäuse so teuer sind.
Die beiden Collagen “Warnungen” sind der Galerie zum Projekt 52 eingefügt worden.

