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Gedanken zum Film

“Durch diese Nacht” hieß gestern Abend der Fernsehfilm der Woche im ZDF und ich muss sagen, das Thema hat mich ganz schön mitgenommen. Man denkt ja ab und an mal darüber nach, wie es wäre, wenn man von jetzt auf gleich oder auch im hohen Alter zum hilflosen Spielball der Krankenhausmaschinerie würde. Jedenfalls denke ich ab und an daran, aber keineswegs gerne. Im Film ging es weniger um die Krankenhausroutine als darum, Spielball der finsteren Interessen anderer zu werden – einerseits – und andererseits um die Hilflosigkeit an sich. Ich fand das geniale Spiel des Hauptdarstellers und die Regie nervenzerfetzend. Für mich war das gestern einer der besten Filme seit langem aber auch einer der verstörendsten. Dennoch enthielt er auch Fitzelchen an Humor und letztendlich Hoffnung, so dass er nicht unerträglich wurde.

Berggorillas

Auf 3sat gibt es heute Abend die Sendung “Die Gorillas meines Großvaters”. Wenn ihr mal auf die Webseite von TV today.de geht und dort auf 3sat, dann könnt ihr die Sendung anklicken und bekommt auch eine Reihe großformatiger Fotos mit Berggorillas angeboten – toll. Eines find ich so klasse, das habe ich mir gleich mal für den Desktop abgespeichert (wenn ich von meinen Magnolien genug habe).

“Master and Commander”

- bis ans Ende der Welt . . . gab es gestern Abend im TV.  Obwohl ich dem Krimi im Ersten den Vorzug gegeben habe, habe ich natürlich auch mal in den Film reingezappt. Schließlich habe ich das Schiff  > HMS Surprise < in San Diego ausgiebigst beschnuppert.

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Die HMS Surprise ist ein Nachbau einer Fregatte der Royal Navy aus dem 18. Jahrhundert und seit Oktober 2004 im Maritime Museum ausgestellt.
Sie diente als Filmkulisse im Kinofilm “Master and Commander: The Far Side of the World” mit Russell Crowe.

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Im Bauch des Schiffes

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Die Schiffsglocke

Den Krimi “Kommissar LaBréa – Tod an der Bastille”  im Ersten fand ich von der Story her ganz gut, besonders gefreut haben mich die tollen Aufnahmen von Paris. Venedig kennt man ja inzwischen dank Commisario Brunetti  in und auswendig. Nur Francis Fulton-Smith empfinde ich als totale Fehlbesetzung des Pariser Kommissars. Da kommt für mich aber auch so garnichts Französisches rüber. Was für ein Glück, dass man ihm den pfiffigen jungen Assistenten Jean-Marc zur Seite gestellt hat. Auf Gudrun Landgrebe hätte ich gut verzichten können und auch Hans Peter Korff passt für meinen Geschmack nicht in die Pariser Szenerie. Zeitweise wirkte das Ganze dank der gewählten Schauspieler auf mich wie ein deutscher Krimi mit gutem Drehbuch, den man halt in die Pariser Kulisse reingesetzt hat. Da empfinde ich doch die Verfilmungen der Donna Leon Romane in Venedig um ein Vielfaches gelungener.

Elternrecht

Ganz spät habe ich gestern Abend im SWR noch einen Film gesehen, der mich sehr berührt hat: In Sachen Kaminski. Da wurde einem Elternpaar, das wirtschaftlich und geistig sicher nicht zur Elite zählte, die kleine Tochter weggenommen, um das Kind besser zu fördern. Nur durch eine erstaunlich engagierte Rechtsanwältin bekamen die Eltern ihr Kind wieder zurück. In einer Zeit, in der man fast täglich von Kindesmisshandlungen und Kindstötung lesen kann, ist man leicht geneigt, Jugendämtern mehr Handlungsfreiheit einzuräumen, ja diese sogar einzufordern. Dieser Film zeigte sehr drastisch die andere Seite. Hier wurde ganz eindeutig Recht gebeugt und das bis hin zum Bundesgerichtshof. Diese Eltern lebten in einigermaßen geordneten wenn auch ärmlichen Verhältnissen und sie liebten ihr Kind über alles. Nur dass sie ihm nicht die geistige Förderung bieten konnten, die es brauchte. Weil sie es wussten, versuchten sie Hilfe zu bekommen. Diese Hilfe bestand dann aber in übermotivierten und bornierten Fürsorgern, die ihnen das Kind wegnahmen. Der Film war sehr plakativ. Die Fürsorger waren recht eindeutig die “Bösen”, die Eltern ebenso eindeutig die “Guten”. Das war für mich ein bisschen die Schwachstelle des Films. Wären Drehbuch und Regie ein wenig sensibler vorgegangen, wäre die eigene Entscheidung, was Recht und was Unrecht ist, vermutlich weniger eindeutig gewesen. Denn es war zumindest zu Beginn schon verführerisch sich von dem Elternpaar abgestoßen zu fühlen und sich von der neuen Umgebung der Pflegeeltern blenden zu lassen. — Dieser Film war für mich mal wieder ein echtes Highlight im deutschen Fernsehn.

Aus der Beschreibung: Martin und Petra Kaminski leben glücklich mit ihrer fünfjährigen Tochter Lona. Da die Eltern minderbegabt sind, rät ihr Kinderarzt zu einer Fördermaßnahme, damit das Mädchen nicht in einen Entwicklungsrückstand gerät. Was als Hilfe gemeint war, entwickelt sich zum Problem. Martin und Petra fühlen sich von der Familienhelferin kontrolliert und lehnen sie ab. In aller Unwissenheit treten sie damit eine Lawine los, denn nun wird ihnen vom Jugendamt das Recht entzogen, für Lona zu sorgen. Das Mädchen wird bei den Pflegeeltern Kai und Julia Gerber untergebracht, die sofort anfangen, sich intensiv um Lonas Förderung zu kümmern.

Doch Martin und Petra wollen ihre Tochter nicht aufgeben. Mit Hilfe der Anwältin Annett Fink gehen sie trotz ständiger Rückschläge und persönlicher Krisen durch alle Instanzen. Vergeblich. Als letzte Hoffnung bleibt nur der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Mal Klamauk im . . .

immer gleichen Krimischema gab es gestern bei Alarm für Cobra 11. Das ist so eine Serie, in die ich hin und wieder reingucke, wenn ich sonst nichts finde. Längst habe ich den Überblick verloren über die diversen attraktiven Partner des kleinen Semir, der immerhin eine wiedererkennbare Konstante darstellt. Für Krimis ohne erkennbare Handlung dafür mit vielen Stunts habe ich eigentlich wenig übrig (und bin heilfroh, dass es auf Deutschlands Autobahnen nicht wirklich so zugeht).

pferde.gif Gestern wurde so ziemlich der Höhepunkt der Verrückheiten erreicht, aber ich musste lachen bis mir die Tränen kamen, als die Hauptdarsteller auf der Flucht plötzlich zur Musik von – war’s Bonanza? – auf einem Pferd und einem Pony entkamen. Allein für diese Sequenz hat es sich gelohnt diese Folge anzugucken. Der Rest war wie üblich “hinweg”, es sei denn man mag diese Art von Filmen. Es ist ja alles eine Geschmackssache. Aber der Neue auf dem Pony – göttlich *lol*. Im Übrigen war auch Christian Tramitz als etwas trotteliger und hypochondrischer Flensmann eine echte Bereicherung. Mich würde es nicht wundern, wenn die Gags aus seiner Feder stammten.

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