Aprilwetter
. . . ist das heute schon. Mal davon abgesehen, dass es ganz schön kalt geworden ist, wechseln sich seit dem Nachmittag Sonne und fette Regenschauer unentwegt ab. Als ich einkaufen war, war es noch relativ trüb und ohne größere Vorkommnisse, dann wurde es plötzlich rabenschwarz am Himmel. Ich stand grad oben auf dem Parkdeck des re*l-Marktes und hab meine Sachen in den Kofferraum gepackt {es war übrigens entsetzlich voll beim Einkaufen *seufz* }. Ich hab gemacht, dass ich ins Auto kam, und schon ging’s los mit Sturm und Regen und nur wenige Minuten später strahlte wieder die Sonne vom Himmel.
Ich habe heute “Grüne Soße” gemacht! Alles dazu gibt es weiterhin im Gartenblog!
Der Turm
Schon lange fasziniert mich der Blick auf den Hochhausturm im Manhattan Art Deco Stil, den man von vielen Stellen Frankfurts aus sehen kann. Er befindet sich am Deutschherrnufer, auf der Sachsenhäuser – fast schon Oberräder – Seite des Mains. Heute Nachmittag wollte ich mal was anderes als Blümchen sehn (ist schon verrückt, die ganze Zeit habe ich mich nach Blümchen gesehnt) und so bin ich bei sonnigem Wetter losgefahren. Leider hat sich gerade dann der Himmel zugezogen, aber es blieb erstmal trocken.
Schuhe im Baum haben in Frankfurt irgendwie Tradition
Die Deutschherrnbrücke ist eine zweigleisige Eisenbahnbrücke über den Main. Sie entstand zwischen 1911 bis 1913 und verbindet das Frankfurter Ostend (Osthafen) mit dem Deutschherrnufer in Sachsenhausen. Nichts erinnert heute mehr an das alte Schlachthofviertel, wenn man heute dort am Mainkai spazieren geht. Nichts – außer einem kleinen Denkmal dem Frankfurter Wappenstein der ehemaligen Viehhofbörse – 1882 erbaut und 1995 dem Erdboden gleich gemacht.
Ende des letzten Jahrhunderts entstand zum ersten Mal die Idee “Wohnen am Fluß” in Frankfurt wieder populär zu machen. Dazu musste der noch relativ neue Schlachthof abgerissen werden, der allerdings aus verschiedenen Gründen nicht mehr benötigt wurde. Es gab viel böses Blut, aber letztendlich wurde die Idee durchgesetzt. Vom Museumsufer am Main entlang kommend, fällt zuerst der bereits erwähnte Turm des “Main Plaza” auf. Er trägt eine dunkelrote Steinfassade und goldene Spitzen und erinnert an amerikanische Hochhäuser der 1920er Jahre.
Mit einer Höhe von 88m ist er für Frankfurter Verhältnis gar nicht mal so sehr groß. Einige Frankfurter Hochhäuser liegen zwischen 200 und 250m Höhe. Sogar der Turm des Frankfurter Kaiserdoms ist höher (95m) – aber da wohnt auch keiner drin. Das Main Plaza enthält Wohnungen, Büros, Cafés und Restaurants. Für das Foto stehe ich auf dem Walther-von-Cronberg-Platz, der von einem gigantischen Springbrunnen dominiert wird. Das Phantastische an diesem Brunnen sind die unterschiedlichen Fontänen, die sich ständig abwechseln.
Hier fällt der Blick auf die Wohnlage “Trapezio Fiorentino” (Florentinisches Viertel)
Diesen Platz muss ich mir unbedingt in ein paar Wochen nochmal angucken, bei schönem Wetter und wenn alles grünt und blüht. Die verschiedenen Wohneinheiten tragen Namen wie Casa Arezzo und Casa Siena und verbergen sich alle hinter dicken eisernen Toren. Preiswert wohnt man hier sicher nicht, aber Flanieren kostet ja nichts. jedenfalls stehen überall wunderschön gewachsene Bäume rum. Hier gibt es mal einen Link zu Google Maps: ![]()
Brunnen mit Blick Richtung Main
Unten am Main entstand eine schöne Grünlage, wo ich außer dem Wappenstein auch noch eine weitere Skulptur entdeckt habe, die beim gegenwärtigen Wetter aber leider ziemlich verdreckt ist – sie liegt halt flach auf dem Boden.
Anlässlich des Osterspaziergang (nach Goethe)1999 in Frankfurt am Main stifteten Bauherrn des gerade neubebauten Areals am ehemaligen Schlachthof die neugeschaffene Steinskulptur “Metamorphose” des Bildhauers Herbert Deiss.
Die Skulptur ist in einem leichten Bogen geschwungen und besteht aus elf verschiedenen Steinen. Die eingravierte Inschrift verläuft über die gesamte Länge und lautet:
WIE MAN DIE KÖNIGE VERLETZT,
WIRD DER GRANIT AUCH ABGESETZT,
UND GNEISS, DER SOHN IST NUN PAPA!
AUCH DESSEN UNTERGANG IST NAH:
DENN PLUTOS GABEL DROHET SCHON
DEM URGRUND REVOLUTION,
BASALT DER SCHWARZE TEUFELSMOHR
AUS TIEFSTER HÖLLE HERVOR
ZERSPALTET FELS, GESTEIN UND ERDEN,
OMEGA MUSS ZUM ALPHA WERDEN.
UND SO WÄRE DENN DIE LIEBE WELT
GEOGNOSTISCH AUF DEN KOPF GESTELLT.
Dieses Kunstwerk nimmt Bezug auf die Auseinandersetzung Goethes mit dem Neptunismus, der behauptete, die Gesteins- und Gebirgsbildung ginge auf ein Urmeer zurück. Ausgangspunkt ist Goethes Schema zur Substanzentwicklung bei der Gesteinsbildung, das sich auch in der zweiten (“klassischen”) Walpurgisnacht des Faust II findet. Der ironische Kommentar Goethes aus den “Zahmen Xenien”, der als gemeißeltes Schriftband die Skulptur durchläuft, enthält auch ein Stück Wissensgeschichte (Quelle: Kunst im öffentlichen Raum und Text auf einer Metallplatte im Rasen).
Das Viertel ist außerdem mit Wohnblocks bebaut, die ein bisschen aussehen wie die Häuser im Westhafen und mit anderen Gebäuden, die eine sehr moderne Architektur haben, die mich nicht anspricht. Das Triangelgebäude besitzt z. B. einen Innenhof – vermutlich Lichthof genannt – den ich fast zum Fürchten finde.
Ich glaube nicht, dass ich hier gerne arbeiten würde.
Es war jedenfalls ein interessanter Spaziergang, das Wetter hat einigermaßen gehalten und ich habe mal wieder eine Ecke von Frankfurt entdeckt, die ich bisher nicht kannte.
Erdbeeren
Heute konnte ich nicht widerstehen. Also sie schmecken noch nicht wirklich – hab ich mir fast gedacht – aber fotografieren kann man sie schon mal *lach*.
Und im Gartenblog geht es heute um den Schnittlauch.
Kräuter-Blog
Keine Sorge, es gibt keinen weiteren Mainzauberblog, aber wenn hier der Hinweis erscheint,
so heißt das derzeit auch manchmal einfach nur, dass ich im Gartenblog etwas über Kräuter erzähle. Heute geht es um die Petersilie.
Aprilwetter haben wir heute, aber sowas von! Ständig wechseln sich kräftige Regenschauer mit strahlendem Sonnenschein ab. Für echte Gartenarbeit ist es viel zu nass, aber mit der Digi lockt es mich immer mal wieder raus.

Ich bin dann mal wieder auf meiner Insel . . .
Zum Monatsende
. . . macht der “Märzwinter” seinem Namen nochmal alle Ehre. Heute ist es extrem scheußlich – kalt und nass. Laut Wettervorhersage soll der Gründonnerstag wohl der kälteste Tag dieser Woche werden. Vielleicht haben wir dann ja wenigstens mit dem Osterwochenende etwas Glück. Vor genau einem Jahr war es draußen etwas netter. Aber auch gerade erst geworden. Davor war’s ebenfalls nass.
Hier trabte am Montag, den 30. März 2009 Linus über eine sonnige Terrasse
*
Die Himmelsstürmer im Minigewächshaus muss ich trotz des schlechten Wetters
wohl mal in größere Töpfchen verpflanzen



























Eure Kommentare